Altersflecken

Harmlose Lichtschäden:

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Vor allem im Gesicht treten Altersflecken auf. Kein Grund zur Panik - Altersflecken sind völlig harmlos.

Sie bilden sich bevorzugt auf dem Handrücken, im Gesicht und am Dekolleté – kleine hellbraune Flecken auf der Haut, Altersflecken genannt. Sie sind harmlos, doch können optisch stören. Hilfe versprechen Bleichcremes sowie Laserbehandlungen beim Hautarzt.

Pigmentlager in der Haut

Altersflecken, in der Fachsprache „Lentigines solares“ genannt, bilden sich, wenn die Haut im Laufe des Lebens zu viel Sonne ausgesetzt war. Sie entstehen deshalb vor allem an Körperstellen, die selten von Kleidung bedeckt sind, wie Gesicht, Hals, Dekolleté und Handrücken. Darüber hinaus sind manche Menschen aufgrund ihrer Veranlagung, ihrem Hauttyp oder ihrem Hormonstatus empfänglicher für Altersflecken.

Die kleinen Flecken sind die Folge von Lichtschäden. Die UV-Strahlung im Sonnenlicht verdickt die Haut und lagert das Pigment Melanin in der Haut ein. Das Einlagern von Melanin geschieht unregelmäßig, sodass sich an einigen Stellen Altersflecken bilden, an anderen nicht. Zusätzlich fördert die UV-Strahlung die Produktion des Farbstoffes Lipofuszin, einem Abfallprodukt unseres Stoffwechsels. Auch dieser Farbstoff lagert sich vermehrt und unregelmäßig in der Haut an.

Bleichcremes: Geduld und Konsequenz nötig

Entdecken sie Altersflecken auf ihrer Haut, reagieren viele Menschen zunächst verunsichert. Denn die braunen Flecken sind rein optisch nicht immer von Hautkrebs zu unterscheiden. Lassen Sie neu auftretenden Flecken im Zweifel frühzeitig von ihrem Hausarzt abklären. Handelt es sich um Altersflecken, besteht aus medizinischer Sicht kein Handlungsbedarf, denn diese sind harmlos.

Wer die Flecken als störend empfindet, kann versuchen, sie mithilfe von Bleichcremes aufzuhellen. Allerdings wirken diese nur schwach und erst nach mehreren Monaten, in denen sie konsequent verwendet werden müssen. Die meisten Bleichcremes enthalten Vitamin A, Vitamin C oder Extrakte aus Brunnenkresse. Brunnenkresse hellt das in der Haut angelagerte Melanin auf. Die Vitamine A und C hemmen dagegen die Bildung von Melanin. Hausärzte können Produkte verschreiben, die höher dosiert und damit wirksamer sind als frei verkäufliche. Zudem bieten viele Hausärzte eine Entfernung der Altersflecken per Laser an. Die Kosten der Behandlung trägt der Patient. Sie variieren stark.

Am wirksamsten ist das Vorbeugen neuer Flecken. Dazu sollten Sie vor dem Verlassen des Hauses während des ganzen Jahres eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor auf alle Hautstellen auftragen, die UV-Licht ausgesetzt sind. Abends empfiehlt sich eine aufhellende Nachtcreme.

Autor*innen

Sandra Göbel | zuletzt geändert am um 16:36 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.