Eisen ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff. In den roten Blutkörperchen ist das Eisen zum Beispiel wichtig für den Sauerstofftransport. Bei Eisenmangel muss Eisen als Medikament eingenommen werden. Eisen gibt es in verschiedenen Formen. Aus der Nahrung aufgenommen wird es als Eisen-Ion. Es gibt zweiwertiges Eisen und dreiwertiges Eisen – je nachdem, wie viele Elektronen das Eisen-Ion hat. Zweiwertiges Eisen wird im Magen-Darm-Trakt um ein Vielfaches besser aufgenommen als dreiwertiges Eisen.
Eisen hilft bei Eisenmangel, z. B. bei:
- Erkrankungen wie Blutgerinnungsstörungen
- starken Blutungen (auch starker Monatsblutung)
- erhöhtem Verbrauch (Schwangerschaft, viel Sport).
Anwendung
Eisen ist verfügbar als:
- Filmtablette (50 mg, 65 mg, 100 mg)
- Retardtablette (80 mg)
- Hartkapsel, retardiert (55 mg, 100 mg)
- Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
- Direkt-Granulat
- Tropfen (30 mg/ml)
- Flüssigkeit zum Einnehmen.
Die Tablette wird unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen. Für alle Medikamente zum Schlucken – also Tabletten, Tropfen, Flüssigkeiten – gilt: Eine Stunde nach der Eisen-Einnahme sollte nichts gegessen werden. Der Wirkstoff sollte auf nüchternen Magen eingenommen werden. Daher bietet sich eine Einnahme vor dem Frühstück an. Manchmal wird Eisen auch besser vertragen, wenn es vor dem Zubettgehen eingenommen wird.
Zwischen der Einnahme von Eisen und anderen Mineralstoffen wie Zink sollten mindestens 2–3 Stunden liegen, da andere Mineralstoffe die Aufnahme von Eisen verringern können.
Die Dosierung hängt von der Stärke des Eisenmangels ab.
Risiken und Nebenwirkungen
Häufig sind Verdauungsbeschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Verstopfung. Durch das Eisen färbt sich der Stuhl schwarz.
Wechselwirkungen
Eisen vermindert die Aufnahme von Zink, dem Schilddrüsenhormon Thyroxin und von einigen anderen Medikamenten wie Tetrazyklinen.
Manche Medikamente und Mineralstoffe wie Zink, Magnesium, Kalzium und Antazida verringern die Aufnahme von Eisen. Außerdem gibt es Nahrungsmittel, die Eisen im Verdauungstrakt binden und so die Aufnahme vermindern. Dazu gehören Tee, Kaffee, Milch, Phosphate (z. B. in Cola), Phytate (z. B. in Getreide, Reis) und Oxalate (z. B. in Salaten wie Spinat).
Bei gleichzeitiger Einnahme von NSAR wie Ibuprofen erhöht sich das Risiko einer Schleimhautreizung im Magen.
Quellen: