Minipille

Frau auf einer Stadtmauer hält einen Pillenblister hoch. Bei manchen Präparaten muss die Einnahme sehr regelmäßig erfolgen, was unpraktisch sein kann.
Bei manchen Minipillen ist es entscheidend, das Einnahme-Zeitfenster von 3 Stunden nicht zu überschreiten.

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Die Minipille ist ein hormonelles Verhütungsmittel. Sie enthält im Gegensatz zur normalen „Pille" ausschließlich ein niedrig dosiertes Gestagen wie z. B. Levonorgestrel und kein Östrogen.

Die Präparate enthielten ursprünglich sehr niedrige Dosierungen an Gestagen – daher der Name „Minipille“. Inzwischen sind jedoch auch höher dosierte Präparate auf dem Markt.

Niedrig dosierte Gestagen-Präparate verhindern den Eisprung in der Regel nicht: Sie verfestigen nur den Gebärmutterhalsschleim und hemmen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, sodass sich kein Ei einnisten kann.

Anwendung. Wie bei der normalen Pille, muss die Frau auch die Minipille jeden Tag einnehmen. Die Minipille wird aber nach 21 Tagen nicht ausgesetzt, sondern durchgängig eingenommen. Weil es keine Pause gibt, kommt es auch zu keiner Blutung. Eine Ausnahme sind Minipillen mit Drospirenon. 4 Tabletten aus dem Drospirenon-Blister enthalten keinen Wirkstoff, sodass es in dieser Zeit oft zu Blutungen kommt.

Entscheidend für die Verhütungssicherheit ist die regelmäßige Einnahme der Minipille. Bei Präparaten mit Levonorgestrel ist das besonders wichtig. Weicht die Einnahme nur 3 Stunden vom üblichen Zeitpunkt ab, schützt sie nicht mehr zuverlässig.

Wer die Einnahme der Minipille vergessen hat, holt sie nach und muss für die nächsten sieben Tage zusätzlich verhüten.

Nebenwirkungen. Weil die Minipille nur Gestagen und kein Östrogen enthält, sind die Nebenwirkungen geringer als bei der normalen Pille. So kommt es zum Beispiel seltener zu Kopfschmerzen, depressiven Verstimmungen oder Veränderungen der Libido. Gerade bei niedrig dosierten Präparaten kann es unter der Minipille allerdings zu Zwischenblutungen kommen.

Auch das Risiko für Thrombosen ist bei der Minipille niedriger als bei den kombinierten Östrogen-Gestagen-Pillen. Sie eignet sich deshalb vor allem für Frauen, die kein Östrogen vertragen oder ein erhöhtes Thromboserisiko aufweisen. Dies besteht etwa bei Migräne mit Aura, Thrombosen in der Vergangenheit, Hypertonie, erhöhten Blutfettwerten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Raucherinnen und adipösen Frauen über 35 Jahren.
Auch während der Stillzeit gilt die Minipille als Mittel der Wahl. Denn die niedrig dosierten Gestagene beeinflussen die Milchmenge und -zusammensetzung nicht.

Sicherheit. Die Minipille hat einen Pearl-Index von 0,5–3 und ist damit weniger sicher als die normale Pille. Gerade bei Levonorgestrel kommt es immer wieder vor, dass Nutzerinnen das Einnahme-Zeitfenster nicht einhalten und so die Verhütungssicherheit sinkt. Die Minipille schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Kosten. In Deutschland ist die Minipille verschreibungspflichtig: Gegen Rezept sind verschiedene Pillenpräparate in allen Apotheken erhältlich. Frauen über 21 Jahren müssen die Minipille selbst bezahlen. Je nach Präparat kosten sie in der Dreimonatspackung bis zu 45 Euro.

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Autor*innen

Dr. med. Andrea Stadler, Dr. med. Arne Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Aktualisiert und bearbeitet von Sara Steer. | zuletzt geändert am um 14:46 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.