Schuss nach hinten

Machen Pornos impotent?

Marko Aliaksandr/Shutterstock.com
Pornos sind heute für jedermann leicht verfügbar.

Andere Wirkstoffe dieser Gruppe

App gegen Verhütungspannen Herpes genitalis Erektionshilfen Sexuelle Orientierung Diabetes führt zu Potenzproblemen Chlamydieninfektion, genitale Störungen der Sexualpräferenz HIV auf dem Vormarsch Mit Sport zum Orgasmus Testosteron fördert Sozialverhalten Therapie bei Hodenhochstand Dyspareunie (Schmerzen beim Eindringen) Orgasmusstörung bei der Frau Die Syphilis geht um Erregungsstörung bei der Frau Walnüsse verbessern Spermienqualität Wann hilft die Sexualmedizin? Auffälligkeit Brustdrüsenschwellung Tiefe Stimme, wenig Spermien Schlafmangel fördert Fremdgehen Erektile Dysfunktion Keine Impotenz durch Blutdrucksenker Orgasmusstörung beim Mann Sex macht schlau Kampagne zur HIV-Übertragung Ursachen sexueller Funktionsstörungen HPV-Impfung auch für Jungen Sexualaufklärung fördert Gesundheit Menopause: Trotzdem fruchtbar? Vasektomie stört Sexleben nicht Dufte Gene Sexuell übertragbare Infektionen Schamlippenkrebs durch HPV Feigwarzen Vorzeitigen Samenerguss behandeln Scheidentrockenheit Die beziehungsorientierte Dimension Die Lustdimension Die reproduktive Dimension Online-Unterstützung für Migranten Syphilis HIV: Virusreservoir im Körper? Syphilis auf dem Vormarsch Ursachen sexueller Funktionsstörungen Geschlechtsidentität Liebe wirkt wie eine Droge Testosteronmangel bei Männern Was sind sexuell übertragbare Erkrankungen? Was hilft bei Scheidentrockenheit? Welt-AIDS-Tag 2015 Dampfen stört die Erektion Buchtipp: Vom Bauchnabel abwärts „Pille danach“ rezeptfrei erhältlich Was ist die "Pille danach"? Wechseljahre des Mannes Paar- und Sexualtherapie Erektionshilfen Kostenlose Verhütungsmittel "Pille danach" bleibt rezeptpflichtig Gesunde Ernährung, viele Spermien Natürliche Verhütung Bekämpfung von Aids und Hepatitis Was ist Sexualität? Was ist Sexualität? Scheidenkrampf Jugend ohne Sex Wann beginnt die Pubertät? Sichere Potenzmittel Gonorrhö Studie zur Jugendsexualität 2015 Letzte Chance künstliche Befruchtung So hilft Intim-Chirurgie den Frauen Chlamydien: Unterschätzte Gefahr Potenz am Schritt erkennen? Störungen der Sexualpräferenz HIV bei Frauen Was sind sexuell übertragbare Erkrankungen? Sexuelles Desinteresse

Im Zeitalter des Internets werden Pornos immer freimütiger konsumiert. Doch Vorsicht: Allzu häufiges Porno-Schauen hat bei jungen Männern offenbar Folgen — und zwar auf die Potenz.

Keine Wünsche bleiben offen

Pornos schauen wird immer einfacher: Während man früher zum Sexfilm-Gucken schamhaft ins Pornokino oder in die Erwachsenenecke der Videothek schlich, gibt´s heute kostenlosen Hard-Core auf dem Handy. Und die Angebote boomen. Egal was gewünscht wird, alles ist per Mausklick oder Wischen ruckzuck erreichbar.

Ob Pornoschauen einen Einfluss auf die Potenz hat, haben nun holländische Urolog*innen untersucht. Sie erstellten einen Fragebogen mit 118 Fragen zu Sexualleben und sexueller Gesundheit und veröffentlichten diesen im Internet. 3267 Männer, von denen etwa 90% unter 45 Jahre alt waren, machten mit und gaben Auskunft. Dabei ging es vor allem darum, wieviel Zeit sie mit pornografischen Filmen verbrachten und wie gut ihre Erektionsfähigkeit bei realem Sex mit Partnerin oder Partner war.

Pornositzungen sind recht kurz

70 Minuten pro Woche — so lange beschäftigten sich die Männer durchschnittlich mit Pornografie. Die Spanne war dabei sehr breit und reichte von null bis 26 Stunden, schreiben die Forscher*innen. Die einzelne Pornositzung dauerte unterschiedlich lang, und zwar durchschnittlich von 5 bis 15 Minuten.

Der Pornokonsum wirkte sich auf den realen Sex aus: Je mehr Sexfilme konsumiert wurden, desto eher haperte es mit der Erektion beim Partnersex. Insgesamt ließ sich bei 23% der Männer unter 35 Jahren eine erektile Dysfunktion diagnostizieren.

Realer Sex macht keinen Spaß mehr

Bedenklich waren auch andere Ergebnisse: Jeder 5. Mann gab an, sich immer extreme Sexfilme anschauen zu müssen, um den gleichen Grad an Erregung zu erreichen. Und für ein Drittel der Männer war der virtuelle Sex beim Pornoschauen aufregender als der reale Geschlechtsverkehr mit Partner*in.

Das Forscherteam gibt zu bedenken, dass diese Untersuchung auf eine reine Selbsteinschätzung der Männer beruht und auch die Stichprobe womöglich nicht repräsentativ ist. Trotzdem raten sie, bei jungen Männern mit Erektionsproblemen auch an einen erhöhten Pornokonsum als Auslöser zu denken.

Quelle: Ärztezeitung

Autor*innen

Dr. med. Sonja Kempinski | zuletzt geändert am um 10:37 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.