Ursachen sexueller Funktionsstörungen

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Von einer sexuellen Funktionsstörung (sexuellen Dysfunktion) spricht man, wenn die eigene Sexualität nicht befriedigend ausgelebt werden kann und der oder die Betroffene darunter leidet.

Sexuelle Funktionsstörungen sind seltener durch körperliche und häufiger durch psychische Ursachen bedingt. Nicht selten handelt es sich jedoch um ein Zusammenspiel beider Faktoren. Hierzu gehören z. B. auch Leistungsdruck und zunehmende Unsicherheit in der Arbeitswelt.

Sexuelle Funktionsstörungen sind bei beiden Geschlechtern weit verbreitet und die Zahl der Personen, die sich Beratung und therapeutische Hilfe wünschen, nimmt zu. Die häufigsten Probleme bei Frauen sind sexuelles Desinteresse, gefolgt von Erregungsschwierigkeiten und Orgasmusschwierigkeiten und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Bei Männern ist der vorzeitige Orgasmus das häufigste Problem, es folgen mangelndes sexuelles Interesse und Erektionsstörungen.

Neben den sexuellen Funktionsstörungen gibt es auch eine ganze Reihe von chronischen Erkrankungen, die das lustvolle Er- und Ausleben von Sexualität einschränken (können). Wird die sexuelle Störung durch solch eine Erkrankung (mit)verursacht, ist das vorrangige Therapieziel, die Grunderkrankung zu behandeln und die Beschwerden z.B. durch eine Schmerztherapie zu lindern. Darüber hinaus kann man versuchen, unerwünschte Arzneimittelwirkungen durch Reduzierung der Dosis oder einen Medikamentenwechsel auszuschalten.

Erkrankung

Beispiel

Probleme beim Geschlechtsverkehr

Wirbelsäule

Bewegungen sind eingeschränkt und schmerzhaft, am meisten bei der Missionarsstellung

Gelenke

Hüftgelenksarthrose

Herz-Kreislauf-System

  • Tatsächliche oder befürchtete eingeschränkte Leistungsfähigkeit
  • Angst vor Angina pectoris oder Herzinfarkt (das tatsächliche Risiko ist jedoch gering – im Gegenteil: Sex ist ein risikoarmes Kreislauftraining)
  • Blutdrucksenker wie Betablocker und Alpha 1-Blocker mindern Erektionsfähigkeit

Stoffwechselerkrankungen

Diabetes

  • Sensibilitätsstörungen
  • Impotenz (auch durch Medikamente wie z. B. Lipidsenker)

Gynäkologische Erkrankungen

  • Vaginaler Geschlechtsverkehr unangenehm oder schmerzhaft
  • Verstärkung der Beschwerden nach Geschlechtsverkehr

Blasenstörungen

  • Schamgefühle
  • Angst vor Geruchsbelästigung

Krebserkrankungen der Frau

  • Erschütterung der sexuellen Identität
  • oft jahrelange Ablehnung des eigenen Körpers (Schamgefühle)

Krebserkrankungen des Mannes

  • Erektionsstörungen
  • Ejakulationsstörungen

Operationen

Hernienoperation im Bauch- und Beckenbereich

  • Schmerzen, Verlust des sexuellen Interesses
  • Erektile Dysfunktion

Übergewicht

Adipositas

  • Unbeweglichkeit
  • Attraktivitätsverlust in den eigenen Augen oder beim Partner

Haut

  • Meidung intensiver Hautberührungen
  • Verstärkung des Juckreizes durch Schweiß
  • Ablehnung des eigenen Körpers

Nervensystem

  • Schädigung der Nervenbahnen und Beeinträchtigung der sexuellen Funktionen
  • Einschränkung der Beweglichkeit
  • Attraktivitätsverlust

Psychiatrische Erkrankungen

  • Weitgehendes oder vollständiges Erlöschen des sexuellen Interesses
  • Fehlendes Selbstbewußtsein
  • Probelme durch viele Psychopharmaka oft verstärkt

Suchterkrankung

  • Alkoholabhängigkeit
  • Drogenkonsum
  • Erektile Dysfunktion
  • Sexuelles Desinteresse
  • Unfruchtbarkeit
Auswirkungen häufiger chronischer Erkrankungen auf das sexuelle Erleben.

Weiterlesen:

  • Weitere Internetseiten
  • B. Gromus: Was jede Frau über weibliche Sexualität wissen will. Ein Ratgeber zu sexuellen Problemen für Frauen und ihre Partner. Hogrefe, 2005. Guter Überblick über die sexuellen Störungen, Therapien und Hilfe zur Selbsteinschätzung.
  • D. Ecker: Aphrodites Töchter. Wie Frauen zu erfüllter Sexualität finden. Mosaik bei Goldmann, 2003. Ein Ratgeber, der Mut macht, seinen eigenen Körper besser kennen zu lernen und eventuelle „Störungen" einschätzen zu können.
  • www.urologenportal.de – Internetseite des Berufsverbands der Deutschen Urologen e. V., Düsseldorf: Informationen zu sexuellen Funktionsstörungen bei Männern, Therapien und gesetzlichen Regelungen.
  • www.impotenz-selbsthilfe.de - Internetseite der Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz), München: Informationen zu sexuellen Funktionsstörungen bei Männern, Therapien und Adressen.
  • C. Dieme: Vorzeitiger Samenerguss. Stillwasser, 2003. Ratgeber mit Erfahrungsberichten und zahlreiche Hilfestellungen (auch für die Partnerin). Mehr Informationen zu Buch und Problem gibt es auch unter www.vorzeitige-ejakulation.de.

Autor*innen

Dr. med. David Goecker, Dr. med. Arne Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski | zuletzt geändert am um 15:51 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.