Übersicht Heilpflanzen

Drei Bündel Kräuter, die zum Trocknen aufgehängt sind. Auch Heilpflanzen können so getrocknet werden.
Yala/Shutterstock.com
Heilpflanzen aus dem Garten: So einfach kann Medizin sein.

Andere Wirkstoffe dieser Gruppe

Akupunktur Ärzt*in oder Heilpraktiker*in? Akupunktur Johanniskraut richtig einnehmen Zurück zum Gleichgewicht Schwere und geschwollene Beine Vertrauen in Homöopathie Reflexzonenmassage Hildegard-Medizin Wirbelsäulentherapie nach Dorn Heuschnupfen bei Kindern behandeln Blühender Wachmacher Naturheilverfahren realistisch nutzen Kräutertee Pflanzliche Mittel gegen Zahnweh Schüßler-Salze für gesunde Haut Anthroposophische Medizin Gut für die Venen: Kastanien und Wein Naturheilverfahren in den Medien Ozontherapie Meditation für Jugendliche Medizin-Bäume In Ruhe abnehmen Globuli für gesunde Lippen & Mund Würzig und gesund: Rosskastanien: Was sind manuelle Therapien? Heiße Medizin für kalte Tage Buchtipp: Warum krank? Aromatherapie Fremdkörper in der Nase Biochemie nach Schüßler Erkältungen Homöopathie gegen Erkältungen Buch-Tipp: Aromatherapie Ayurveda Traditionelle Phytotherapie Bei Erkältungen gut gewickelt Samuel Hahnemann und die Ähnlichkeitsregel Komplementärmedizin bei Rheuma Buch-Tipp: Aromatherapie für die Familie Lavendelöl als Anti-Pilz-Mittel Klinische und Klassische Homöopathie Trinken Sie sich gesund Buch-Tipp: Homöopathie für Frauen Pflanzliche Mittel für Kinder Senioren schwören auf Naturmedizin Bach-Blütentherapie Schüßler-Salze für Babys Arzneipflanze des Jahres 2012: Ätherische Öle hemmen Krebs Gewürznelke Das Akupunktur-Paradox Kleinere Verletzungen bei Kindern Süßholz beugt Diabetes vor Kraniosakraltherapie Buchtipp: Museen zur Pharmazie Teil 1 Chiropraktik Harnwegsinfekte bei Kindern Ausleitende Verfahren Heilpflanze und Hausmittel: Husten mit Pflanzenkraft lindern Jojobaöl in der Hautpflege Hypnose unterstützt die Genesung Schmerzfrei dank Meditation Aromatherapie Tai-Chi gegen Parkinson Bärlauch Unspezifische Wirkungen – wie sie sich erklären lassen Homöopathie für die ganze Familie Heilpflanzen bei Unausgeglichenheit Kräutertee aus der Apotheke Beratung bei Ergänzungsmitteln Kopfschmerzen bei Schwangeren Was ist Traditionelle Chinesische Medizin? Natürliche Medizin: Immer wieder Blasenentzündung? Komplementärmedizin bei Frauenleiden Grundlagen der Homöopathie Neuraltherapie nach Huneke Ingwer als Heilmittel Osteopathie für Kinder Wissenschaftliche Prüfung von Naturheilverfahren: Pro und Kontra Homöopathie für die Schilddrüse Rosmarin – der Muntermacher Osteopathie Riesenbärenklau: Pflanzliche Mittel bei Husten Biofeedback gegen Migräne Homöopathie fürs Herz Rationale Phytotherapie Rotlichttherapie Die Heilkraft der Natur Gut versorgt durch Homöopathie Myrrhe gegen Reizdarm Mit Yoga Krankheiten heilen? Natürlich heilen, aber wie? Mit der Akupunktur verwandte Verfahren Buchtipp: Schön mit Schüßler-Salzen Der Erkältung eins husten Massageverfahren Mit der Akupunktur verwandte Verfahren Nadeln gegen den Schmerz: Pflanzliche Hilfe gegen Reizdarm Pflanzenauszüge Akupressur bei Regelschmerzen Ärzt*in oder Heilpraktiker*in? Eigenbluttherapie Energietanken: Musiktherapie bei Tinnitus Pflanzliche Mittel gegen Venenleiden Die Kraft der Pflanze: Grundlagen der Homöopathie Die Wurzeln der Komplementärmedizin Kinesiologie Anbieter komplementärmedizinischer Leistungen Wirkungsweise der Komplementärmedizin Eukalyptus statt Antibiotika Akupunktur: Grundlagen und Bewertung Grundlagen der Phytotherapie Pflanzliche Arznei richtig einsetzen Homöopathische Reiseapotheke In Küche und Medizinschrank Alternativmedizin stärker fördern

Heilpflanzen (Arzneipflanzen, Heilkräuter) werden zum einen nach wissenschaftlichen Methoden zu standardisierten Fertigprodukten (Phytotherapeutika) aufbereitet und dann auch in der Schulmedizin genutzt (sogenannte Moderne oder Rationale Phytotherapie), zum anderen sind Heilpflanzen eine wichtige Komponente in vielen alternativen Heilverfahren wie der Homöopathie, Bach-Blütentherapie, Aromatherapie oder Ayurvedischen Medizin.

Aber auch viele Hausmittel setzen auf die Heilkraft von Pflanzen und berufen sich dabei auf die traditionelle Kräutermedizin, die sich in unserem Kulturkreis in vielen Formen weiterentwickelt hat – von der Antike über arabische Einflüsse zur Klosterheilkunde des Mittelalters bis zu den modernen Herbalisten, Heilpraktiker*innen oder auch Lai*innen, die sich speziell der Heilung von Krankheiten durch Pflanzen verschrieben haben. Diese traditionelle Phytotherapie (traditionelle Pflanzenheilkunde, Kräutermedizin) setzt im Gegensatz zur modernen Phytotherapie nicht auf isolierte Einzelextrakte, sondern verwendet die aus vollständigen Pflanzen oder Pflanzenteilen gewonnenen Komplettauszüge meist in Form von Tees oder Aufgüssen.

Auch wenn sie rund um den Globus angewendet wird – wissenschaftlich ist die Kräutermedizin nur wenig abgesichert. Im Gegensatz zur Rationalen Phytotherapie muss sie für ihre Produkte keine strengen Wirkungsnachweise erbringen. Dies ist teilweise auch gar nicht möglich: Wegen der nicht standardisierten Zubereitung und den sehr unterschiedlichen Wachstumsbedingungen von Heilkräutern enthalten traditionell aufbereitete Kräuterprodukte einen oft sehr unterschiedlichen Anteil an Wirkstoffen.

Das heißt aber nicht, dass Heilkräuterzubereitungen wirkungslos wären – die traditionellen Zubereitungen stützen sich auf einen von Generation zu Generation angesammelten Erfahrungsschatz.

Apotheken, Naturkostläden und Reformhäuser halten die wichtigsten Heilkräuter vorrätig. Die sicherste Quelle ist dabei die Apotheke – sie gewährleistet, dass die Heilkräuter den Bestimmungen des Arzneimittelbuchs entsprechen und fachgerecht gelagert sind.

 

Dabei werden sowohl die traditionellen (d.h. wissenschaftlich nicht angesicherten) Einsatzgebiete genannt, als auch die Anwendung in der rationalen (wissenschaftlich begründbaren) Phytotherapie. Die hier genannten Anwendungsempfehlungen stützen sich auf die Monografien der ESCOP von 2003 (die European Scientific Cooperative on Phytotherapy wurde von der EU mit der wissenschaftlichen Bewertung von Arzneipflanzen beauftragt):

Anis

  • Einsatz:
    • Verwendet werden die getrockneten Früchte sowie das daraus gewonnene Öl.
    • Wissenschaftlich belegte Anwendungen: krampflösende Wirkung gegen Bronchitis und Rachenentzündungen sowie bei Magen-Darm-Beschwerden.
    • Ferner sinnvoll bei Menstruationsbeschwerden, Koliken, Blähungen und Lebererkrankungen. Bei Blähungen und Bauchkrämpfen evtl. zur Wirkungsverstärkung mit Fencheltee abwechseln.
  • Zubereitung: 1 TL zerdrückte Früchte mit ½ l Wasser aufbrühen, 10 Minuten ziehen lassen und abgießen.
  • Hinweis: Gerade bei dem an ätherischen Ölen reichen Anis ist Frische entscheidend: „Der beste ist frisch, voll, ohne Staub, hat einen starken Geruch.“ (Dioscurides, Arzt im antiken Griechenland)

Arnika

  • Einsatz:
    • Verwendet werden die getrockneten Blütenstände.
    • Wissenschaftlich belegte Anwendungen: aufgrund der keimtötenden und entzündungshemmenden Wirkung bei stumpfen Verletzungen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Hautentzündungen und Insektenstichen (Arnika-Umschläge).
    • Traditionell verwendet zusätzlich bei Schleimhautentzündungen in Mund und Rachen sowie als Tee bei Angina pectoris und starken Menstruationsbeschwerden.
  • Zubereitung:
    • Essenz bzw. Tinktur: für Umschläge, als Gurgellösung oder zum Einreiben 1:10 mit Wasser verdünnen.
    • Arnikatee (als Umschlag zu verwenden): 2 TL Blüten mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen.
  • Hinweise:
    • Arnika darf nicht innerlich angewendet werden.
    • Nicht über längere Zeit auf offene Wunden auftragen (hier ist die Ringelblume die richtige Heilpflanze).
    • Allergien kommen vor.

Baldrian

  • Einsatz:
    • Verwendet wird der getrocknete Wurzelstock.
    • Wissenschaftlich belegte Anwendungen: aufgrund der beruhigenden Wirkung bei nervös bedingten Einschlafstörungen und Unruhezuständen. Baldrian beeinflusst den Stoffwechsel der Neurotransmitter (Botenstoffe der Nervenzellen).
    • Traditionell verwendet auch bei nervöser Erschöpfung, Kopfschmerzen, Angstzuständen und Muskelverspannungen.
  • Zubereitung:
    • Baldriantee: 1 TL Baldrianwurzel mit ½ l heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.
    • Bad: 2 Liter Tee ins Badewasser geben.
  • Hinweis: Baldrian vermindert die Verkehrstüchtigkeit, am stärksten 1–2 Stunden nach der Einnahme.

Efeu

  • Einsatz:
    • Verwendet werden die getrockneten Blätter.
    • Wissenschaftlich belegte Anwendungen: aufgrund der bakterientötenden und krampflösenden Wirkung bei Atemwegsentzündungen, insbesondere der Bronchien, empfohlen.
    • Traditionell verwendet: innerlich z. B. bei Gallenleiden, Gicht und Rheuma. Äußerlich z. B. gegen Läuse, Nervenschmerzen und Geschwüre.
  • Zubereitung: Die Wirkstoffe des Efeus können durch traditionelle Zubereitungen nur schlecht ausgezogen werden. Verwendet werden deshalb ausschließlich Fertigpräparate.
  • Hinweis: Efeu wirkt auswurffördernd. Deshalb nicht zusammen mit einem Hustenstiller anwenden.

Fenchel

  • Einsatz:
    • Verwendet werden die getrockneten reifen Früchte bzw. ihr Öl.
    • Wissenschaftlich belegte Anwendungen: aufgrund der krampflösenden, entzündungshemmenden und beruhigenden Wirkung bei Bronchitis und bei Magen-Darm-Beschwerden.
    • Traditionell verwendet auch bei Erbrechen. Das Öl wird auch zu äußerlichen Einreibungen des Bauches bei Blähungen und Bauchkrämpfen verwendet.
  • Zubereitung:
    • Fencheltee: 1 TL zerdrückte Früchte mit ½ l Wasser aufbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abgießen.
    • Bei Blähungen und Bauchkrämpfen. Evtl. auch mit Anistee abwechseln.
  • Hinweis: Fenchelöl bei kleinen Kindern, in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht verwenden (die getrockneten Früchte sind aber unbedenklich).

Hopfen

  • Einsatz:
    • Verwendet werden die getrockneten weiblichen Blütenstände.
    • Wissenschaftlich belegte Anwendungen: aufgrund der beruhigenden Wirkung bei Unruhe, Nervosität, Angstzuständen und Schlafstörungen empfohlen. Bei Ein- und Durchschlafstörungen am besten mit Baldrianwurzel kombiniert anwenden.
    • Traditionell auch bei Kopfschmerzen sowie bei Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt.
  • Zubereitung: Hopfentee: 1 TL zerkleinerte Blüten mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen.
  • Hinweis: Hopfenpräparate vermindern die Verkehrstüchtigkeit.

Johanniskraut

  • Einsatz:
    • Verwendet wird das während der Blütezeit gesammelte Kraut.
    • Wissenschaftlich belegte Anwendung für Johanniskraut-Extrakt: Depressive Verstimmung und Winterdepression aufgrund der Wirkung auf den Neurotransmitterstoffwechsel im Gehirn.
    • Traditionell auch verwendet bei Bronchitis, das Öl bei Gicht und Rheuma.
    • Ferner als Salbe zur Wundheilung und als Hautpflegemittel bei trockener Haut.
  • Zubereitung:
    • Johanniskrauttee: 2 TL Kraut mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 5–10 Min. ziehen lassen.
    • Öl zur äußeren Anwendung (Einreibung): Handteller benetzen und gut einreiben.
  • Hinweise:
    • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind möglich – lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.
    • Die Einnahme von Johanniskraut bewirkt eine Überempfindlichkeit gegen Sonnenlicht!

Kamille

  • Einsatz:
    • Das Heilkraut schlechthin. Verwendet werden die Blütenköpfchen.
    • Wissenschaftlich belegte Anwendungen: aufgrund der entzündungshemmenden Wirkungen bei Haut- und Schleimhautentzündungen, bei Wunden im Anal- und Genitalbereich und bei Erkrankungen der Atemwege.
    • Traditionell ferner äußerlich verwendet bei: Akne, Hämorrhoiden und Furunkeln sowie innerlich bei Blähungen und Bauchkrämpfen.
  • Zubereitung:
    • Kamillentee: ½ EL mit ½ l kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Bei Sodbrennen und Magenbeschwerden Tee trinken, bei Entzündungen in Mund und Rachen mehrmals täglich gurgeln.
    • Inhalation: eine Handvoll Kamillenblüten auf 1/2–1 l Wasser.
  • Hinweise:
    • Wer gegen Korbblütler allergisch ist, muss Kamille meiden (Kamille ist ein Korbblütler).
    • Neben der echten Kamille kommen auch viele (nicht heilwirksame) Kamillearten vor.

Melisse

  • Einsatz:
    • Verwendet werden die Blätter sowie das daraus gewonnene Öl.
    • Wissenschaftlich belegte Anwendungen: aufgrund der virenhemmenden Wirkung äußerlich bei Lippenherpes. Innere Anwendung bei Unruhe, Schlafstörungen, Angespanntheit sowie bei Verdauungsstörungen.
    • Traditionell auch verwendet bei Unterleibserkrankungen, Nervenleiden und nervösen Magenbeschwerden; äußerlich z. B. bei Nervenschmerzen und rheumatischen Beschwerden.
  • Zubereitung: Melissentee: 2 TL Blätter mit 1/8 l kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Abends eine Tasse trinken.
  • Hinweis: Melisse bei Einschlafstörungen am besten in Kombination mit Baldrian, Hopfen oder Passionsblume einsetzen.

Mistel

  • Einsatz:
    • Verwendet werden die Zweige mit Blättern, Blüten und Früchten.
    • Wissenschaftlich belegte Anwendungen: begleitend bei Krebserkrankungen
    • Traditionell verwendet bei: Epilepsie, Keuchhusten, Durchfall und Herzrasen.
  • Zubereitung: Misteltee: 1 TL Mistelkraut in 150 ml kaltem Wasser 12 Stunden ziehen lassen, dann vor dem Trinken kurz (!) aufkochen.
  • Hinweis: Mistelpräparate werden bei Krebs von den Krankenkassen bezahlt.

Pfefferminze

  • Einsatz:
    • Verwendet werden die Blätter und das Öl, Letzteres aber nicht bei Babys und Kleinkindern.
    • Wissenschaftlich belegte Anwendungen: aufgrund der antibakteriellen und krampflösenden Wirkung bei Verdauungsstörungen, Blähungen und bei Magenschleimhautentzündungen.
    • Das Öl wird innerlich bei Übelkeit, Reizdarm, Husten und Erkältungen, äußerlich bei Spannungskopfschmerz, Husten und Erkältungen sowie bei rheumatischen Beschwerden empfohlen.
  • Zubereitung:
    • Pfefferminztee: 2–3 TL mit 150 ml heißem Wasser überbrühen, 10 Min. ziehen lassen.
    • Öl – innerliche Anwendung: 1–4 Tropfen bis zu 3-mal täglich.
    • Öl – äußerliche Anwendung: 1 Tropfen auf Schläfe einreiben.
    • Öl – Inhalation: 3–4 Tropfen in heißem Wasser inhalieren.
  • Hinweise:
    • Vorsicht mit Pfefferminzöl: bei Babys und Kleinkindern nicht verwenden, da es zu einem Atemstillstand kommen könnte.
    • Öl bei Anwendung im Schläfenbereich nicht in die Augen bringen.

Ringelblume

  • Einsatz:
    • Verwendet werden die Blüten.
    • Wissenschaftlich belegte Anwendungen: aufgrund der entzündungshemmenden und keimtötenden Wirkung insbesondere bei infizierten Wunden zur Wundheilung sowie bei Hautentzündungen und Entzündungen der Schleimhäute empfohlen.
    • Traditionell verwendet äußerlich z. B. bei Wunden – auch infizierten – und bei Venenerkrankungen, innerlich z. B. bei Menstruationsbeschwerden und Magen- oder Darmentzündungen.
  • Zubereitung:
    • Ringelblumentee: 1 TL getrocknete Blüten (oder eine Handvoll frische Blüten) mit ½ l Wasser übergießen, 10–15 Minuten ziehen lassen.
    • Essenz bzw. Tinktur: für Umschläge, als Gurgellösung oder zum Einreiben 1:10 mit Wasser verdünnen.
  • Hinweis:
    • Ein stärkerer Tee kann auch zur Wundreinigung verwendet werden: 2 TL Blütenblätter ohne Kelch mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen.
    • Für Hobbygärtner: Ringelblumen können gut selbst angebaut werden (sogar auf dem Balkon).

Salbei

  • Einsatz:
    • Verwendet werden die Blätter.
    • Wissenschaftlich belegte Anwendungen aufgrund der entzündungshemmenden und adstringierenden (zusammenziehenden) Wirkung, innerlich bei übermäßigem Schwitzen und Funktionsstörungen des Magen-Darm-Trakts. Gurgeln von Salbeitee hilft bei Mund- und Rachenentzündungen.
    • Traditionell verwendet: innerlich z. B. bei Appetitlosigkeit, Blähung, Durchfall. Äußerlich z. B. bei Entzündungen der Haut und im Mund- und Rachenbereich.
  • Zubereitung: Salbeitee:
    • Für Tee einige frische Blätter oder 1 TL getrocknete Blätter mit ½ l kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abgießen.
    • Zur Geschmacksverbesserung evtl. mit Kamillentee oder Pfefferminze mischen und mit Honig süßen.
  • Hinweis: Salbei vermindert die Milchbildung und sollte von stillenden Frauen deshalb nicht getrunken werden.

Weißdorn

  • Einsatz:
    • Verwendet werden die Blätter und die Blüten.
    • Wissenschaftlich belegte Anwendungen bei beginnender Herzinsuffizienz sowie bei nervösen Herzbeschwerden.
    • Traditionell auch bei Schwindel und Atemnot.
  • Zubereitung: 1 TL Blätter gut zerkleinern, mit 150 ml kochendem Wasser überbrühen, 5–10 Min. ziehen lassen
  • Hinweis: Der Wirkungsaufbau verläuft langsam, oft dauert es 8 Wochen, bis sich eine Wirkung zeigt.

Autor*innen

Dr. med. Herbert Renz-Polster in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). | zuletzt geändert am um 12:02 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.