Wer ist krebsgefährdet?

Andere Wirkstoffe dieser Gruppe

Komplementärmedizinische Krebstherapien Moderater Alkoholkonsum Methadon: Wunderwaffe gegen Krebs? Fuchsbandwurm: Übertriebene Angst? Zecken erwachen aus dem Schlaf Tumorbedingte Schmerzen Antibiotika bei Erkältung nutzlos Zika-Virus-Infektion Handystrahlung macht keinen Krebs Tattoos vor dem 18. Geburtstag? Mit Hitze Tumorzellen zerstören Malaria Das Immunsystem stärken Norovirus effektiv vorbeugen Präsenz-Apotheke gehört zum Leben Geranienextrakt hemmt HI-Virus Schilddrüsenkrebs Brustkrebs bei Frauen Ernährungskonzepte bei Krebs Aspirin beugt Krebs vor Schutz vor Hirnhautentzündung COVID-19 (Coronavirus-Erkrankung) Richtig niesen und schnäuzen Katzenhaarallergie Blutvergiftung: Effektiver Schutz vor Zecken Tuberkulose-Elimination rückläufig Herpes-Bläschen austrocknen Erkrankungen des Immunsystems Zecken im Garten Buchtipp: Tödliche Hamburger Sensorpflaster zeigt Infektion an Erhöhtes Krebsrisiko bei Diabetes Comic informiert Kids zu Corona & Co. 6 Tipps gegen Maskendermatitis Kinderkrankheit Tuberkulose? Ebola-Epidemie in Afrika HIV auf dem Vormarsch Psychische Betreuung bei Krebs Antibiotika-Einsatz 2008 bis 2014 Computertomografie in der Kindheit Erreger in Blattgemüse möglich Blutvergiftung HIV bei Frauen Pause statt Power Leukämie: Antibiotika: Mittel gegen Bakterien Webportal für Krebskranke Brustkrebs bei Männern Röteln-Infektion bei Schwangeren Krampfanfälle bei Kindern Sparsam mit CT bei Kindern! Bei Darmkrebs zuckerarm ernähren Abnehmen senkt Krebsrisiko Jetzt gegen Grippe impfen! Fettleber bei Kindern Joggen und Radeln ohne Corona-Gefahr Wenn die Kuss-Krankheit ausbricht Bewegungstherapie nach Brustkrebs Schnupfensprays richtig eingesetzt Wie Nüsse vor Darmkrebs schützen Sporttherapie für Krebspatienten Impfraten gegen Grippe zu niedrig Neuer Bluttest zum Krebsnachweis Entstehung von Krebs Kälte als Gefahr für Herz-Patienten Splenomegalie Methadon gegen Hirntumore Therapieerfolg durch Arztgespräch Schutz vor Erkältung Bei Diabetes an die Leber denken Willebrand-Jürgens-Syndrom Bakteriengift gegen Krebs Alternative Therapie bei Brustkrebs Jeder kann Leben retten Hannibal hilft Kindern mit Krebs Falsches Gefühl der Sicherheit Impfmythen: Was wirklich stimmt Herpes-Infektion im Auge Schimmelgefahr im Winter Krankheit und Tod durch Rauchen Einnahmetreue bei Blutdrucksenkern Eisenmangel bei Herzschwäche FFP2-Masken im Warentest Darmkrebsvorsorge Infektionserreger Verbesserter Test auf Darmkrebs IGeL-Check auf Blasenkrebs Affenpocken Diagnose Krebs: Grüner Tee gegen Feigwarzen Erste Hilfe bei Lippenherpes Junge Erwachsene mit Krebs Alzheimer, dafür kein Krebs Lungenkrebs bei Frauen Vitamin D senkt Krebssterberate Borreliose: Zecken rasch entfernen Stillen gesund für Mutter und Kind Nebenwirkungen von Zytostatika Honig statt Antibiotika Faktencheck Grippe-Impfung Salmonellen aus der Tiefkühltruhe Kinder fit durch den Winter bringen Viel heiße Luft um die heiße Zitrone Kampf gegen resistente Keime Hannibal hilft Kindern mit Krebs Neue Wirkstoff-Kombi gegen Krebs? Magenkrebs: Diagnose per Atemtest Heuschnupfen bei Kindern behandeln Krebstherapie bei Raucherinnen Zahl der FSME-Infektionen steigt Leukämie bei Kindern Zeckengefahr häufig unterschätzt Schutz vor Ansteckung mit Herpes Flüssigkeitsbedarf bei Fieber Bei Vergiftungen richtig reagieren HIV-Infektion verändert Darmflora Krebsgefahr durch Handystrahlen? Den richtigen Riecher Ein Pieks weniger fürs Baby Kinderkrankheiten in Deutschland Virostatika: Mittel gegen Viren Zitronensaft gegen Noroviren Männerschnupfen gibt es wirklich Schleichende Herpesinfektion Ferien für Kinder mit Diabetes Typ 1 Krebs: Ingwer gegen Übelkeit Tabuthema Pilzinfektion Sandkasten: Brutstätte für Keime? Das Problem der Prognosen bei Krebs Erkältung bei Kindern Nutzen des HPV-Tests überprüft Antimykotika: Mittel gegen Pilze Gefährliche Keime auf Geflügel Herzanfall-Gefahr bei Minusgraden Fatigue Vorsicht beim Hunde-Kuss! Keime in Haushaltsgeräten Handystrahlung macht keinen Krebs Die Blutgruppen Wann Herpes gefährlich wird Tuberkulose – Krankheit der Armen? Endlich gesünder leben Weltmeisterlich Grillen Immuntherapien bei Krebs Blutdruck richtig selbst messen Heilungschancen bei Tuberkulose HIV: Virusreservoir im Körper? Erkältung versus Grippe Blutdrucksenker richtig einnehmen Flüssigkeit zur Arzneieinnahme Covid-19-Gefahr für Hund und Katz? Mit Kaffee gegen Brustkrebs-Rückfall Das Problem der Antibiotika-Resistenzen Erkältungsmythen Affenpocken Gut geschützt in die Sonne Mund-Nasen-Maske sicher anwenden Auslöser von Frühgeburten HIV und Hepatitis C Kampf den Krankenhauskeimen Polyneuropathie bei Diabetikern Die medizinischen Fachgebiete Hämatologie und Onkologie Milzriss Sorgen-Tagebuch bei Brustkrebs Neues Corona-Virus gefährlich Trinkgewohnheiten bei Männern Muttermilch hemmt Hepatitis-Viren Erkältungssymptome gezielt behandeln Blutungsneigung und Blutgerinnungsstörungen Antibiotika-Konsum rückläufig Das beste Erkältungsmittel finden Gesunder Alkohol: Ein Mythos Pillencocktail gegen Hirntumor Krebs durch Fett im Essen Fieber sorgsam auskurieren Allergie-Schnupfen ohne Allergen Krebs per Bluttest erkennen Buchtipp: Ratgeber bei Diagnose Krebs Neue Alternative zur Mammografie Borreliose: viele Fehldiagnosen Infektion mit HPV bei Männern Ebola-Fieber in Westafrika Längerer Grippeverlauf bei Senioren Prognose bei Hautkrebs Tumordiagnostik Neuer Test auf Darmkrebs Grippegefahr im Karneval Neue Impfempfehlungen Frühlingssonne entspannt genießen Mehrfache Wanderröte bei Borreliose UV-Schutz im Frühling Milzerkrankungen Ungetrübtes Grillvergnügen Gefahr bei Umbau und Sanierung Blutarmut Krebsrisiko: Körpergröße Krebstherapie ohne Folgen fürs Herz Europäische Impfwoche 2014 Halsschmerz bei Erkältungen Ab 50 zur Darmspiegelung Blutdruck selber messen Bösartige Eierstockzysten Mehr Überlebende bei Krebs Impfschutz bei Asthma und COPD Rechtzeitig an Impfschutz denken Gut- und bösartige Tumoren Vitamin-C-Quellen im Winter Medikamente zur Fiebersenkung Auch mit Covid-19 bitte stillen! Sparsam mit CT bei Kindern! Orientbeule nach Mittelmeerurlaub Neue Hoffnung bei Prostatakrebs HPV-Infektion auch ohne Sex Tipps für sicheren Grillspaß Tuberkulose wirksam behandeln Rauchen ohne Gefahr? Juckreiz dank See und Weiher Blutzuckerbingo am Weltdiabetestag Welt-AIDS-Tag 2015 Nebenwirkungen bei Krebstherapie Malaria: neuer Impfstoff getestet Selbstmedikation bei Erkältungen Tierbisse bei Kindern Behandlungsverfahren bei Infektionen Hautkrebsrepublik Deutschland Sport hält Krebs in Schach Kleines Lexikon der Leukämietherapie Masern: Gefährliche Impflücken Bewegungskurs für Krebspatienten Hämochromatose Achtung Virensaison: Hormonbehandlung bei Krebs Chemotherapie Leukämien Durchbruch in der Krebs-Therapie Wurmmittel Hilfe für Schulkinder mit Diabetes Eiskalt gegen kalte Füße HIV-Infektion und AIDS Diagnostik bei Infektionen Grippe: Wem nützt eine Impfung? Kinder mit Diabetes integrieren Erkältungsmythen Ernährung bei Chemotherapie Antibiotika wie lange einnehmen? Nierentumore bei Kindern Zika-Virus-Infektion Fieber bei Babys und Kleinkindern Brustkrebs vorbeugen Herzinfarkt bei Diabetikern MCS-Syndrom Das Immunsystem Blutspenden-ABC Lymphome, maligne Kleinzelliger Lungenkrebs ab 70 Allergien Blutgerinnung Lippenherpes bei Säuglingen Jeder sechste Krebsfall vermeidbar Krebs und Tumoren Genetisches Brustkrebsrisiko Blutspenden rettet Leben Sparsam mit CT bei Kindern! Badespaß trotz Corona? Bewegungs-App für Krebs-Patienten Welt-AIDS-Tag 2016 Übergewicht begünstigt Krebs Zytomegalie Sommersonne sicher genießen Der Goldene Äskulapstab Krebs: Tanzen hilft beim Verarbeiten Lymphdrüsenkrebs im Blickpunkt Hypersplenismus Prostatakrebs: Therapieauswahl Erste Infektion mit Ebola in Europa Schamlippenkrebs durch HPV Porphyrie Ätherische Öle hemmen Krebs Die Milch macht’s: Injektionsschulung bei Diabetes Richtig Fieber messen Krebstherapie per Ultraschall Unerkannter Bluthochdruck Kampagne „Bewegung gegen Krebs“ Sport senkt Brustkrebs-Risiko Bakterielle Ursache von Magenkrebs Hodenkrebs bei Jungen Fieber messen bei Kindern Ursache von Fehlgeburten entdeckt Autoimmunerkrankungen Chronischer Schmerz nach Gürtelrose Cannabis auf Rezept RSV-Infektion bei Säuglingen Gebärmutterhalskrebs im Alter Chronisches Erschöpfungssyndrom Brustkrebs bei Männern Das Blut: Blutplasma und Blutkörperchen Temperaturanstieg fördert Malaria Wann Antibiotika nutzlos sind Schubförmige Multiple Sklerose Diabetes-Patienten im Flugzeug Blutarmut schlägt auf‘s Hirn Keine Angst vor Endoskopien Vor dem Spülen Deckel zu! 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Zeckenstiche gut beobachten Überbehandlung nach Krebsvorsorge Behandlung von Krebs Schwangerschaftsdiabetes Grippeschutz für Schwangere Grippaler Infekt im Sommer Kaffee schützt die Leber Kein Alkohol auf leeren Magen! Blutgruppen und Rhesusfaktor Kampf den Antibiotika-Resistenzen Vitamin-D-Mangel bei Hepatitis

Prinzipiell kann jeder Mensch an Krebs erkranken – gefährdet ist also jeder. Bösartige Tumoren entstehen in einem komplexen Wechselspiel innerer und äußerer Faktoren, das die Wissenschaftler trotz aller Fortschritte bislang nur in Ansätzen durchschauen. Es sind zwar verschiedenste Risikofaktoren bekannt, die das Auftreten von Krebs begünstigen, bei vielen Betroffenen sind aber keinerlei Risikofaktoren feststellbar. Alle Substanzen, die Krebs hervorrufen können, heißen Kanzerogene (Krebs erzeugende Stoffe).

Umwelteinflüsse. Der wohl wichtigste und unstrittigste Umweltrisikofaktor für Krebs ist das Rauchen. Es ist nicht nur für knapp 90 % aller Lungenkrebsfälle verantwortlich, sondern erhöht auch das Risiko für eine ganze Reihe weiterer Krebsarten, darunter z. B. Mundhöhlen- und Kehlkopfkrebs, sodass sein Anteil an der Krebsentstehung insgesamt auf enorme 25–30 % geschätzt wird. Entsprechend ist der Verzicht auf Tabakrauchen eine wesentliche Säule der Krebsvorbeugung.

Als zweitwichtigster Risikofaktor gilt die Ernährung. Ihr Einfluss wird zusammen mit dem des Übergewichts auf rund 30 % geschätzt. Allerdings verteilt sich dieser Einfluss auf eine unüberschaubare Zahl von Nahrungsbestandteilen, deren Gewicht im Einzelnen kaum zu beziffern ist; z. B. spielen auch Zubereitungsart und die weiter verzehrten Substanzen eine Rolle. Bewegungsmangel ist hier ebenfalls von Bedeutung. Umgekehrt ergaben sich zwar Hinweise auf die Schutzwirkung bestimmter Substanzen, einzeln als Kapsel geschluckt haben sie aber bislang enttäuscht. Einfache (wenn auch einprägsame) Slogans wie etwa, dass dieses oder jene Nahrungsmittel Krebs verursache oder im Gegenteil davor schütze, sind somit falsch. Richtig ist aber, dass eine ausgewogene Ernährung mit nicht zu viel Fleisch und reichlich pflanzlichen Nahrungsmitteln (mehr dazu: vollwertige Ernährung, sowie insgesamt geringer Alkoholgenuss das individuelle Risiko mindern.

Es gibt noch zahlreiche weitere Umwelteinflüsse, die Krebs begünstigen können und deren Aufzählung den hier möglichen Rahmen sprengen würde. Erwähnt werden sollen aber noch die UV-Strahlung (und damit das Sonnenlicht), die alle Formen des Hautkrebses fördert, z. B. das maligne Melanom, Chemikalien und die so genannten onkogenen Viren, etwa bestimmte Humane Papillom Viren (HPV), die an der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses beteiligt sind.

Lebensalter. Auch wenn Krebs in jedem Lebensalter auftreten kann, so ist nicht dran zu rütteln – das Krebsrisiko steigt mit dem Alter: Rund 80 % der neu an Krebs Erkrankten sind 60 Jahre alt oder älter. Dies wird sowohl auf eine Summation von Umwelteinflüssen als auch auf den letztlich unvermeidlichen Alterungsprozess zurückgeführt. Somit ist die Zunahme der Krebserkrankungen in Europa auch auf eine immer älter werdende Bevölkerung zurückzuführen und das Ausrotten von Krebs eine Illusion.

Vererbung. Schätzungsweise 5–10 % der Krebserkrankungen werden auf eine erbliche Veranlagung zurückgeführt. Am bekanntesten sind dabei der familiär bedingte Brustkrebs und die familiäre adenomatöse Polyposis, die sich unweigerlich zum Darmkrebs entwickelt. Lassen Sie sich also von einem Arzt beraten, wenn von ihren leiblichen Verwandten auffällig viele auffällig früh an Krebs erkrankt sind.

Aus dem Gesagten wird klar: Eine zuverlässige Vorbeugung gegen Krebs ist nicht möglich. Jeder Einzelne kann aber durch einigermaßen „vernünftige“ Lebensweise sein Risiko mindern sowie durch Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen und Abklärung „krebsverdächtiger“ Beschwerden seine Chancen auf Früherkennung erhöhen.

Autor*innen

Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski | zuletzt geändert am um 13:29 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.