Pfeiffersches Drüsenfieber

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Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene erkranken am Pfeifferschen Drüsenfieber.

Andere Wirkstoffe dieser Gruppe

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Verstopfte Ohren Intelligenter Tuberkulose-Test Zu kräftig geschnäuzt: Das große Blühen Bronchiektasen Reizungen durch Pfefferspray Selbstmedikation bei Erkältungen Pleuraempyem Vitamin-D-Spiegel und Asthma Ohrenentzündung vorbeugen Erkältung Übersäuerung bei COPD-Patienten Vasomotorischer Schnupfen Wenn sich alles dreht Richtig Inhalieren bei Asthma Halsschmerzen als Warnsignal Asthma: Vorsicht bei Nebelwetter Ohrentropfen anwärmen Nasensprays richtig anwenden Wie Sie Halsschmerzen loswerden Stimmstörungen Polypen Nasenduschen in Coronazeiten Untersuchung von Kehlkopf und Stimmapparat Werbeverbot für Tabak Inhalatoren richtig anwenden Ohrform wichtig für Hören im Raum Verdacht auf Asthma Meinungsumfrage zur Organspende COVID erhöht Müttersterblichkeit Husten und Atemnot bei Kälte ARDS (akutes Lungenversagen) Therapie gegen zystische Fibrose? Fahrradfahren im Winter Mittelohrentzündung, chronische Singen kann COPD-Patienten helfen Erkältung oder Grippe? 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Erkältungen Vogelgrippe Anreize für den Rauchstopp Höhenkrankheit: Ruhezeiten beachten Kaiserschnitt auf Wunsch Patienten mit Lungenhochdruck Idiopathische Lungenfibrose Männlich, Raucher, knochenkrank Lungenembolie Husten mit Pflanzenkraft lindern Lungendschonend putzen Richtig niesen und schnäuzen Schutz vor Atemwegsinfekten Trommelfellverletzung Hilfe bei Halsschmerzen Lungenkrebs Untersuchungen bei Nasenbeschwerden Stimmerkrankungen bei Lehrern Kehlkopfentzündung Exogen allergische Alveolitis Ursache für Lungenentzündung Nervenblockade lässt wieder riechen Gefahr durch E-Zigarette? Hohe Ozonwerte schaden der Lunge Aufbau und Funktion von Mund und Rachen Lungenkrank durch Blasinstrumente Leben nach der Kehlkopfentfernung Nasenbeinbruch Covid-19 verläuft öfter schwer E-Zigaretten-Gefahr für Kinder Asthma-Inhalationstherapie Gegen Schnupfen ansingen Gutartiger Lagerungsschwindel Allergisches Asthma: Stimmlippenlähmung Von Raucherhusten zu Atemnot Hilfe gegen Husten Inhalieren bei Asthma Nasenmedikamente Aussackungen der Atemwege Cholesterin: Schutz für die Lunge Wenn es im Ohr juckt Wundermittel Salzspielplatz? Fliegen mit Diabetes oder Asthma Keuchhusten gefährdet Baby Hilfe bei trockener Nase Aufbau und Funktion des Kehlkopfs Altersschwerhörigkeit Nase zu und durch BZgA rät von E-Shishas ab Bei Erkältungen gut gewickelt Einstiegsdroge E-Zigarette 6 Tipps gegen Maskendermatitis Hilfe bei Ohrenschmerzen Tuberkulose-Elimination rückläufig Influenza bedroht das Herz Spracherwerb: Schulwettbewerb gegen Rauchen Mehrheit der Raucher lungenkrank Stillen beugt Asthma vor Fieber sorgsam auskurieren Ohrmuschelentzündungen Komplikationen bei Parkinson Erst Knallern, dann Knalltrauma Wenn das Näschen versagt Pollenallergie jetzt bekämpfen Stimmlippenpolypen und Stimmlippenknötchen Lungentraining bei COPD Menière-Krankheit E-Zigaretten: Neue Umfrage RS-Virus einfach reduzieren Kinder vor Erkältungen schützen Cor pulmonale Grippeimpfung schützt doppelt Hörsturz Rippenfellentzündung und Pleuraerguss Drehschwindel mit Ohrgeräuschen Eisbad, Sauna, Schneetreten Allergie gegen Hausstaubmilben Pollenallergie: Vorsicht beim Essen Schimmelgefahr im Winter Sprechstörungen und Sprachstörungen Immuntherapie bei Pollenallergie Diabetes Typ 1 bei Kindern Wundermittel Salzspielplatz? Rauchen schadet Spermien Ist Lungenfibrose autoimmun-bedingt? Lungenfunktion von Stadtkindern Wer fühlen will, muss hören RSV-Impfung für alle über 75 Erkältung: Ansteckung verhindern Badespaß trotz Corona? 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Das medizinische Fachgebiet Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde Im Sommer auf Ozonwerte achten Frühe Hörschäden Eisige Kälte verursacht Atemnot Musiktherapie bei Tinnitus Gut schlafen trotz Erkältung Behandlung von Tinnitus Nicht nur bei Kälte: RS-Virus einfach reduzieren Krankes Gehör: Was dahinter steckt Richtig Husten will gelernt sein Joggen und Radeln ohne Corona-Gefahr Nach Rauchstopp Lunge checken Reitspaß trotz Pferdeallergie? Kinder vor Lärm schützen! Heuschnupfen am Steuer BzgA-Informationen zu Antibiotika RS-Virus einfach reduzieren Nasenfurunkel Erkältung oder Grippe? Hustenstiller und Hustenlöser Ingwer-Shot besser selbst machen Rauchstopp stärkt die Psyche Asthma durch Balkonpflanzen Tuberkulose: Fallzahlen stagnieren Gefühlslage beeinflusst Tinnitus Grippe: Gefahr für Kinder mit Asthma COPD und chronische Bronchitis Der Erkältung eins husten Lungenödem Kehlkopfkrebs Coronagefahr aus der Toilette? Schnupfen Sport für die Lungen Sarkoidose Sanfte Hilfe bei Halsschmerzen Covid-19-Gefahr für Hund und Katz? Hilfe bei der Rauchentwöhnung Verhaltenstipps bei Schnupfen Medikamente zur Tabakentwöhnung Die BZgA-Jugendfilmtage Legionellen-Gefahr Husten- und Bronchialtee Was essen bei Neurodermitis? Reitspaß trotz Pferdeallergie? Asthma-Risiko bei Kindern prüfen Grippeschutz für Schwangere Wenn die Kuss-Krankheit ausbricht Rauchstopp nützt auch Krebskranken Tief durchatmen für Körper und Seele Diagnose Schwerhörigkeit Allergiker aufgepasst Grippe Impfung gegen Lungenentzündung RSV-Infektion bei Säuglingen Lungenentzündung oft unterschätzt Schwindel effektiv behandeln Hörgeräte Ohrenentzündung bekämpfen Demenz durch frühen Hörverlust? Heuschnupfen: Hilfe gegen Niesreiz Sport trotz Allergie und Asthma Nasennebenhöhlenentzündung Tumoren der äußeren Nase Katzenhaarallergie Auch mit Covid-19 bitte stillen! Im neuen Jahr mit dem Rauchen aufhören Frist für Wasserprüfung beachten Heuschnupfen und anderer allergischer Schnupfen Allergien werden verharmlost Antibiotika bei Erkältung nutzlos Seltene Lungenleiden verstehen JugendFilmTage zu Alltagsdrogen Was ist ein Cochlea-Implantat? Otosklerose Kinderwunsch trotz Asthma Tipps für wunde Coronatest-Nasen Beatmung von Frühchen Ohrenpflege für gutes Gehör Lärmschutz im Job Rachenentzündung Ist Schnarchen harmlos? Mandelabszess Grippaler Infekt im Sommer Lebensgefahr durch Holzkohlegrills Gesundheitsgefahr Schimmelpilze Grippe oder Covid-19 beim Kind? Aufbau und Funktion von Nase und Nasennebenhöhlen Notfallspray richtig einsetzen Initiative gegen Hörschäden Empfohlener Impfschutz für Betagte Lungenhochdruck: Flugreise riskant Neuer Wirkstoff gegen Asthma? Lungenfunktionsverlust bei COPD Selbsthilfe bei Mittelohrentzündung Infekte bei Kleinkindern Hörvermögen oft falsch eingeschätzt Langsam oder schnell inhalieren? Mandeloperationen bei Kindern Wege aus der Nikotinsucht Omikron macht Pseukokrupp Nicht-invasive Beatmungstherapie Entzündete Nasennebenhöhlen Stimmverlust & Heiserkeit Erkältungsmythen Leistungsfähiger trotz COPD Mittel und Wege gegen den Husten Eisenmangel bei COPD Kinderkrankheit Asthma Das medizinische Fachgebiet Lungenheilkunde Depressionen bei COPD-Patienten Kleine Heuschnupfen-Patienten Rauchen schadet der Leber Kinderkrankheit Tuberkulose? Salztropfen verkürzen Schnupfen Schützt die Maske vor Heuschnupfen? Rauchen ohne Gefahr? Ateminsuffizienz, chronische Cannabis schädigt Lunge Sport bei Lungenhochdruck Suchtmittelkonsum bei Jugendlichen Trockene Nase Weg mit den Halsschmerzen! 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Pfeiffersches Drüsenfieber (Infektiöse Mononukleose, Monozytenangina): Infektion vor allem des Abwehrgewebes wie Gaumenmandeln, Lymphknoten und Milz.

Krankheitserreger ist das Epstein-Barr-Virus, das durch Tröpfchen oder Speichel übertragen wird. Betroffen sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene (daher auch Studentenfieber oder Kusskrankheit, auch Kissing Disease genannt).

  • Ankündigung durch Müdigkeit, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit
  • Dann mäßiges Fieber (38–39 °C), Kopf- und Gliederschmerzen
  • Schluckbeschwerden und Schmerzen beim Mundöffnen
  • Geschwollene Lymphknoten im Bereich von Kieferwinkel und Hals.

22-jähriger Montagearbeiter mit Pfeifferschem Drüsenfieber: Die Lymphknoten zwischen Kehlkopf und Unterkiefer sind deutlich geschwollen, beim Blick auf die Mandeln zeigen sich weißgraue, flächige Belege - ähnlich wie bei einer Angina.
Prof. Dr. med. Gerhard Grevers, Starnberg

Spätestens am nächsten Tag bei

  • rasch einsetzendem hohen Fieber und starkem Krankheitsgefühl.

Krankheitsentstehung

Das Epstein-Barr-Virus zählt zu den Herpesviren. Etwa 95 % der Europäer*innen haben sich bis zum 30. Lebensjahr mit ihm infiziert. Die Inkubationszeit liegt zwischen 4 und 7 Wochen. Bei Menschen mit intaktem Immunsystem bricht die Erkrankung nur einmal im Leben aus – anschließend besteht lebenslange Immunität.

Klinik

Das Pfeiffersche Drüsenfieber äußerst sich vielgestaltig: Während die Krankheit bei Kleinkindern häufig unbemerkt verläuft, treten in späteren Lebensjahren typische Beschwerden auf. Diese reichen von leichten Grippesymptomen (einige Tage Halsschmerzen und Fieber) bis hin zu einer ausgeprägten Angina. Häufig erscheinen weißgraue Beläge auf den Mandeln, weshalb die Krankheit nicht selten als Streptokokken-Angina fehlgedeutet wird. Tatsächlich kann sich eine echte bakterielle Angina als Folgeerkrankung auf den durch das Epstein-Barr-Virus geschädigten Mandeln entwickeln.

Weiteres Anzeichen des Pfeifferschen Drüsenfiebers ist ein kurzzeitig auftretender, feinfleckiger Hautausschlag.

Typisch ist auch eine wochenlange Erholungsphase (Rekonvaleszenz) nach der akuten Krankheitsphase, die sich in ausgeprägter Müdigkeit und Schlappheit sowie fehlender körperlicher Belastbarkeit äußert. Diese kann selten in eine Art chronisches Fatigue-Syndrom übergehen.

Zu den Begleiterscheinungen gehören charakteristische Blutbildveränderungen sowie Leber- und Milzschwellungen. Mitbeteiligungen von Herz, Nieren, Hirnhaut und Gehirn sind demgegenüber sehr selten.

Komplikationen

Eine seltene, aber lebensbedrohliche Komplikation des Pfeifferschen Drüsenfiebers ist die Milzruptur (Milzriss). Hinweise sind akute Schmerzen im linken Oberbauch sowie plötzliche Blässe. Um einer Milzruptur vorzubeugen, sollte bei geschwollener Milz für 3-4 Wochen auf körperliche Anstrengung und Sport, vor allem Kontaktsport wie Basketball, Fußball, Rugby, Ringen oder Boxen, verzichtet werden.

Weitere seltene Komplikationen sind die Entzündung der Leber oder des Gehirns durch das Epstein-Barr-Virus, die zu Hepatitis, Enzephalitis oder Meningitis führen können.

Zuerst führt die Ärzt*in eine Spiegeluntersuchung des Rachenraums durch. Dabei sind hochrote, geschwollene und mit weißgrauen Belägen bedeckte Mandeln ein erster Hinweis auf Pfeiffersches Drüsenfieber. Bei Bedarf lässt die Ärzt*in etwas Blut im Labor auf charakteristische Veränderungen der weißen Blutkörperchen (B-Lymphozyten) sowie auf Abwehrstoffe gegen das Virus untersuchen. Zusätzlich tastet sie die Lymphknoten an Unterkiefer und Hals sowie die Milz und Leber auf Vergrößerungen ab. Manchmal untersucht sie Milz und Leber auch zusätzlich mit Ultraschall.

Es gibt auch einen Schnelltest zur Untersuchung des Bluts auf Epstein-Barr-Viren (EBV-Schnelltest, Monotest), den die Ärzt*in selbst in der Praxis durchführt. Sie weist den Erreger mit 90%iger Sicherheit nach. In der Praxis wird er jedoch nicht oft eingesetzt, da er gerade bei Kindern ungenau ist.

Spezielle Medikamente zur Behandlung des Pfeifferschen Drüsenfiebers sind nicht verfügbar, es existiert auch kein Impfstoff zur Vorbeugung. Antibiotika sind nicht wirksam, sie werden nur dann verordnet, wenn nicht klar ist, ob nicht doch eine Streptokokken-Angina vorliegt und die Labordiagnostik nicht abgewartet werden soll oder nicht verfügbar ist.

Bei seltenen schweren Verläufen bzw. Komplikationen ist eine kurzzeitige Kortisonbehandlung und/oder eine operative Entfernung der Gaumenmandeln, dem Ort der größten Virusvermehrung zu erwägen.

In den allermeisten Fällen heilt das Pfeiffersche Drüsenfieber folgenlos aus, es besteht danach eine lebenslange Immunität. Bei manchen Erkrankten zieht sich jedoch die Erholungsphase über Monate hinweg.

Was Sie selbst tun können

  • Halten Sie bei Fieber und starkem Krankheitsgefühl Bettruhe ein. Gegen die Schluckbeschwerden helfen die gleichen Maßnahmen wie bei einer eitrigen Mandelentzündung.
  • Bei Fieber sollten Sie viel trinken.
  • Gegen Halsschmerzen hilft Gurgeln mit Kamille-Lösungen.
  • Vermeiden Sie bei einer geschwollenen Milz unbedingt für 4 Wochen Kontaktsportarten wie Fußball oder Boxen, da die Milz bei starken Schlägen platzen kann.

Geeignete Medikamente

Starke Kopf- und Gliederschmerzen lindern Analgetika wie Ibuprofen, Paracetamol und Diclofenac. Acetylsalicylsäure ist wegen der Gefahr von Blutungen ungeeignet!

Autor*innen

Prof. Dr. med. Gerhard Grevers; Dr. Ute Koch; Thilo Machotta; Dr. med. Arne Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung der Sektion "Die Erkrankung", "Prognose" und "Ihre Apotheke empfiehlt": Dr. med. Sonja Kempinski | zuletzt geändert am um 17:30 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.