Gefährliche Folgen

Pandemie fördert Magersucht

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Bei Teenagern führen die Corona-Einschränkungen vermehrt zu Essstörungen.

Andere Wirkstoffe dieser Gruppe

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Medikamentensucht im Alter Psychotherapie bei Reizdarmsyndrom Lithium

Die Pandemie ist auch für Kinder und Jugendliche eine schwere Belastung. Viele entwickeln Depressionen oder Angststörungen. Und auch die lebensgefährliche Magersucht wird unter Corona-Einschränkungen immer häufiger.

Magersuchtfälle fast verdoppelt

Das Leben in Zeiten von Corona ist geprägt von sozialen Einschränkungen. Das bekommen auch die Kinder zu spüren: Sie dürfen sich weniger mit Freunden treffen, Mannschaftssport fällt immer wieder aus und das Treffen mit der Clique zum Stadtbummel ist auch nur eingeschränkt möglich. Dass dies die Psyche stark belastet, ist inzwischen unbestritten.

Bei Teenagern werden vor allem Essstörungen häufiger. Aus Kanada kommen besorgniserregende Meldungen, was die Magersucht betrifft. So hat sich die Zahl der monatlich in Spezialkliniken neu eingewiesenen Anorexie-Patient*innen von durchschnittlich 24 auf 40 fast verdoppelt. Schwere Formen, die eine stationäre Aufnahme erfordern, nahmen von 7 auf 20 pro Monat zu.

Therapie verzögert sich

Doch die Krise begünstigt die lebensgefährliche Essstörung nicht nur. Sie führt auch dazu, dass die Teenager später in die Klinik kommen. Vor der Pandemie vergingen etwa 7 Monate bis zur Therapie, nun dauert es im Schnitt 9,8. Diese drei zusätzlichen Monate ohne Behandlung schlagen sich beim Gesundheitszustand der Magersüchtigen nieder. So stieg der mittlere Gewichtsverlust von 17,5% vor der Pandemie auf aktuell 19,2 %. Durch den Energiemangel leidet bei Magersüchtigen der Kreislauf und der Herzschlag sinkt. Vor der Pandemie hatten die Betroffenen noch durchschnittlich 63 Schläge/Minute, unter Corona verringerte sich der Puls auf 57.

Ähnlich sieht es mit der Magersucht in Australien aus. Dort schnellten die Anorexie-Zahlen mit dem Lockdown um 63% nach oben. Bei gut 40% der Betroffenen machen die Forscher*innen die Covid-Einschränkungen verantwortlich. Betroffen sind wie in Kanada vor allem junge Mädchen.

Quelle: Ärzteblatt

Autor*innen

Dr. med. Sonja Kempinski | zuletzt geändert am um 13:59 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.