Gefährliche Hypochondrie

Krankheitsangst raubt Lebensjahre

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Menschen mit Hypochondrie leben in der beständigen Angst, an einer Erkrankung zu leiden.

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Alzheimer: Erinnerungsanker hilft ADHS: Weniger Tabletten verordnet Essstörung: Kein Hunger in Sicht Spinnenphobie spielend überwinden Pandemie fördert Magersucht Winterdepression Albträume bei Kindern Der Drang zum Zwang Tetris gegen Traumata Behandlung schwerer Depressionen Cannabis als Medikament sicher Lücke bei Versandapotheken Männer werden depressiver Häufige Überstunden machen dumm Was sind affektive Störungen? 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Verzerrte Körperwahrnehmung ADHS bei Erwachsenen Depressionen bei COPD-Patienten Positives Selbstbild im Alter Gestalttherapie Schichtarbeit erhöht Diabetes-Risiko Essstörungen bei Jungen Leistungsdruck am Arbeitsplatz Autismus beim Baby erkennen Werbeverbot für Tabak Angststörungen bei Kindern Gewalt gegen Männer Singen kann COPD-Patienten helfen Faltenkiller gegen Depressionen Wegen Alkohol in die Notaufnahme Glücksspiel im Kinderzimmer Hilfe bei Essstörungen Mit Resilienz Krisen meistern Buchtipp: Depression und Angst Webportal für Krebskranke Ess-Sucht bei Kindern Botox gegen Borderline Cannabisabhängigkeit Flüssigkeit zur Arzneieinnahme Hilfe bei Altersdepression Mit Pumuckl gegen Coronastress Sport gegen Depression Schizophrenie verstehen Bundesteilhabegesetz beschlossen Hypnose in der Psychotherapie Pflegende von Demenz-Erkrankten Depressionen: Sport hilft Ambulante Behandlungseinrichtungen für psychisch Kranke Gesprächstherapie nach Rogers Mit Belastungen richtig umgehen Achtung, Alkohol-Falle Wenn Kinder traumatisiert sind Senioren grübeln weniger Stimmungstief in der Winterzeit Wie Vorgesetzte krank machen Cannabis schädigt Lunge Psychopharmaka Herbstliches Stimmungstief Wenn die Panik kommt Mittel gegen schlechte Erinnerung Selbstmord Soziale Interaktion bei Kindern Psychotherapie hilft auch im Alter Mobbing bei Kindern Pflegereform 2017 Antidepressiva nicht absetzen! 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Hypochonder*innen werden oft belächelt oder sogar ausgelacht. Doch das ist nicht fair: Denn sie sterben tatsächlich früher als andere Menschen. Nur meist nicht an der Erkrankung, die sie sich einbilden.

Krankheitsangst mit Folgen

Unter Hypochondrie leiden Menschen, die überzeugt davon sind, krank zu sein - es aber gar nicht sind. Ihre Gedanken kreisen fortwährend um ihre Gesundheit, sie beobachten sich und ihren Körper genauestens und werten die kleinsten Unregelmäßigkeiten als Hinweise auf schwere Krankheiten. Dieser Zustand gilt sogar als psychosomatisches Krankheitsbild und wird hypochondrische Störung genannt.

Mit ihrer Art sind diese Menschen oft eine Zielscheibe für Spott und Hohn. Witze, Bücher und Filme handeln von ihnen, der bekannteste Vertreter in der Literatur ist wohl der Hypochonder Argan in Molières Komödie „Der eingebildete Kranke“.

Suizidrate um das Vierfache höher

Doch die Hypochondrie ist offenbar gefährlicher als angenommen: Ein schwedisches Forscherteam hat herausgefunden, dass davon betroffene Menschen durchschnittlich fünf Jahre kürzer leben als gleichaltrige Männer und Frauen ohne diese Befürchtungen. Ihrer Untersuchung liegen die Daten von über 4000 Personen mit der Diagnose „Hypochondrie“ zugrunde.

Das Ergebnis der Analyse: Obwohl Hypochonder*innen oft glauben, dass sie an unheilbarem Krebs erkrankt sind, starben sie in dieser Untersuchung nicht häufiger an einem Malignom als Menschen ohne Hypochondrie. Erhöht war allerdings ihr Risiko, an einer Atemwegserkrankung oder einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben. Und ihnen droht weitere Gefahr: Menschen mit Hypochondrie hatten ein um das Vierfache gesteigertes Risiko für eine Selbsttötung, schreibt das Autorenteam. Alle genannten Zusammenhänge blieben auch nach Berücksichtigung von Depressionen oder Angsterkrankungen bestehen.

Nicht ernst genommen von den Ärzt*innen

Gründe für die kürzere Lebenserwartung könnten der hypochondriebedingte Stress und ein ungesunder Lebensstil sein, vermuten die Autor*innen. Letzterer liegt womöglich auch daran, dass Hypochonder*innen häufig ein geringeres Einkommen haben und allein leben. Nicht zu vernachlässigen sei zudem die Möglichkeit, dass Ärzt*innen Menschen mit Hypochondrie weniger ernst nehmen und es deshalb zu verzögerten Diagnosen kommt.

Quelle: SpringerMedizin

Autor*innen

Dr. med. Sonja Kempinski | zuletzt geändert am um 16:15 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.