Spielsucht


Einsätze am Roulettetiisch. Spielcasinos verdienen gut am "Kick" des Spielens. Nur sollten die Besucher ihre Grenzen kennen.
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Der Adrenalinrausch des Spiels lässt Spielsüchtige mögliche finanzielle und soziale Folgen ihres Tuns ausblenden.

Andere Wirkstoffe dieser Gruppe

Zwangsstörungen Risiko- und Schutzfaktoren psychischer Erkrankungen Karriere-Hemmnis Soziale Phobie Stimmungstief in der Winterzeit Spinnen-Phobie mit App behandeln Achtung, Alkohol-Falle Methylphenidat stört Wachstum nicht Übergewicht und Essstörung Hilfe bei Crystal-Sucht Sucht im Alter Stress-Faktor Kind Antidepressiva bezwingen auch Ängste Diagnose Kaufsucht Wie Vorgesetzte krank machen Immer mehr Menschen mit Depression Kurz-Therapie gegen Spritzenphobie Therapie am Computer Hirn schrumpft mit Alkohol macht Gehirn unflexibel Borderline-Syndrom Wenn Sport süchtig macht Angst vorm Zahnarzt bezwingen Wenn Medikamente die Psyche stören Verwirrt nach der OP Winterdepression bei Kindern Leistungsdruck an Unis steigt Depressionen ernst nehmen Mit Yoga Krankheiten heilen? Krankheitsangst raubt Lebensjahre Machen Sportwetten süchtig? Wirken Antidepressiva bald besser? Stress am Wochenende Magersucht Lithium Methylphenidat stört Wachstum nicht Hilfe bei Schulstress Psychopharmaka Diabetes und Depressionen Leistungsdruck am Arbeitsplatz Methylphenidat stört Wachstum nicht Posttraumatische Belastungsstörung Empfindsam: Männliche Psyche Falsche Selbstwahrnehmung Senioren grübeln weniger Alkohol fördert Darmkrebs Selbstmord Fertigprodukte machen depressiv Psychische Betreuung bei Krebs Soziale Interaktion bei Kindern Magenbeschwerden bei Stress Alzheimer: Erinnerungsanker hilft Singen kann COPD-Patienten helfen Arbeit nach psychischer Erkrankung Aktionstag zur Glücksspielsucht Glücksspiel im Kinderzimmer Situation nach Schlaganfall Hirnstimulation lindert Depressionen Furcht lässt Spinnen wachsen Angsterkrankungen (Überblick) Schlafprobleme durch Medikamente Abhängigkeit Künstlerische Verfahren Krankschreibungen 2014 Psychotherapie hilft auch im Alter Burnout-Anzeichen wahrnehmen Ursachen von Schulverweigerung Schlafmangel beeinflusst die Psyche Die Angst vor der Angst Trauer nach einer Fehlgeburt Antidepressiva nicht absetzen! Hilfe bei Altersdepression Was sind Essstörungen? Riskantes Essverhalten Erfolgreich fasten Autismus beim Baby erkennen Hilfe für Betroffene und Angehörige bei psychischen Erkrankungen Cannabis als Medikament sicher Cannabisabhängigkeit Wenn das Horten zum Problem wird Antidepressiva Rauchstopp stärkt die Psyche Vogelgesang stärkt die Psyche Schutz vor Stress und Burn Out Junge Erwachsene mit Krebs Verhaltenstherapien Werbeverbot für Tabak Essstörungen zunehmend verbreitet Anzeichen für Schulangst erkennen Stimmen hören bei Psychosen ADHS wirksam behandeln Tetris gegen Traumata Krankhafter Sammeldrang Depression erhöht Diabetesrisiko Berufsstress im Urlaub Krebs: Tanzen hilft beim Verarbeiten Krankheitsangst raubt Lebensjahre Anhaltende Besorgtheit Botox gegen Borderline Wegen Alkohol in die Notaufnahme Verzerrte Körperwahrnehmung Immer mehr Jugendliche abhängig Stress schadet dem Rücken Depressiv durch Parkinson Psychotherapie bei Diabetes Psychische Leiden bei Arbeitslosen Spinnen-Phobie mit App behandeln Musiktherapie bei Tinnitus Spielsucht bei Jugendlichen Antidepressiva nicht absetzen! Macht Verdrängung wirklich krank? Essen bestimmt die Laune Phobien Psychotherapie bei Reizdarmsyndrom Gestalttherapie Hat der Kollege ein Alkoholproblem? Licht-Therapie bei Winterdepression Krankheitsangst raubt Lebensjahre Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) Sozialrechtliche Informationen für psychisch Kranke Homeoffice senkt Stresslevel Schlafentzug bei Depressionen Depression bald objektiv messbar? Pandemie fördert Magersucht Wenn junge Seelen leiden Homeoffice senkt Stresslevel Grundlagen der Psychotherapie Mobbing in sozialen Medien Faltenkiller gegen Depressionen Psychische Leiden bei Behinderung Krankheitsangst raubt Lebensjahre Was ist eigentlich Stress? Was sind affektive Störungen? Männer werden depressiver Depressionen im Alter Winterblues oder Depression? Psychische Krisen meistern Hilfe durch Selbsthilfe Fehltage durch psychische Leiden Stress in der Schwangerschaft Beruhigungsmittel Befindlichkeitsstörung oder psychische Erkrankung? Hirnstimulation lindert Depressionen Essstörungen bei Jungen Das Internet als Droge Stigmatisierung von Übergewichtigen Psychodrama Alkoholabhängigkeit Erneutem Herzinfarkt vorbeugen Wie ADHS-Medikamente langfristig helfen Gefühlsschwankungen bei Borderline Mit Mobbing richtig umgehen Unrealistische Vorbilder gefährden Die medizinischen Fachgebiete und Berufe im Bereich seelischer Erkrankungen Depressionen bei Männern erkennen Manie und bipolare Störung ADS und ADHS bei Erwachsenen Persönlichkeitsstörungen Essen für die Harmonie Cholesterinsenker gegen Depressionen? Herzerkrankungen bei Depressionen Gesprächstherapie nach Rogers Psychotrope Substanzen ADHS bei Erwachsenen Gedächtnisprobleme im Alter Kurz-Therapie gegen Spritzenphobie Depressionen gefährden das Herz Antidepressiva bezwingen auch Ängste Buchtipp: Depression und Angst Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie Schizophrenie verstehen Buchtipp: Der Gefräßigmacher Abtreibung richtig verarbeiten Hypochondrie: Eingebildet krank ADHS: Weniger Tabletten verordnet Modedroge Crystal Meth Mit Belastungen richtig umgehen Psychosomatische Störungen Depressionen bei Männern erkennen Angst vor Klassenarbeiten Ab ins Grüne Behandlung schwerer Depressionen Gewalt gegen Männer Depressionen frühzeitig bekämpfen Der Weg zur Diagnose in der Psychiatrie Tipps gegen Winterblues Schwer Depressive sind unterversorgt Konzentrationsmangel & Vergesslichkeit Wenn die Panik kommt Schichtarbeit erhöht Diabetes-Risiko Wenn Kinder traumatisiert sind Spinnenphobie spielend überwinden Einnässen Organische Psychose (chronisch) Herbstmüdigkeit und Winterblues Elektrische Hirnstimulation Burnout-Verbreitung überschätzt Essstörung: Typische Symptome Hyperventilationssyndrom ADHS wirksam behandeln Mit Resilienz Krisen meistern Bulimie Keine Angst vor Psychopharmaka Binge Eating Großstadt fördert psychische Leiden Autismus beim Baby erkennen Cannabis schädigt Lunge Tageslicht gegen Winterdepression Bei Dauerstress droht Burnout Meditierend Depressionen lindern Gut gelaunt in den Frühling ADHS bei Erwachsenen Mit Pumuckl gegen Coronastress Generalisierte Angststörung Gewalt gegen Männer Positives Selbstbild im Alter Aufmerksamkeitsstörung bei Kindern Somatoforme Störungen Panikattacken Pflanzliche Psychopharmaka Mittel gegen schlechte Erinnerung Tierische Therapeuten Überlebenshilfe für Videokonferenzen Kaufsucht in den Griff bekommen Neuroleptika Behandlung von Tinnitus Borderline-Störung Angststörungen bei Kindern Morgentief als Hinweis auf Depression Mobbing bei Kindern Webportal für Krebskranke Essstörung: Kein Hunger in Sicht Initiative „Kinder stark machen“ Winterdepression Klassische Psychoanalyse nach Freud Schizophrenie Long-Covid mindert die Libido Antipsychotikaverbrauch steigt an Pflegereform 2017 Wenn Pflegende seelisch leiden Übungen zur Achtsamkeit Lavendelöl gegen Angststörungen Medizin-Nobelpreis 2014 Organische Psychose (akut) Traumatische Erlebnisse Eigenanalyse von Stressoren Burnout Innovative Suchtprävention Einweisung und Aufenthalt in psychiatrische Kliniken Der Drang zum Zwang Weihnachtliche Aromatherapie Ehe hebt die Stimmung Der Weg zur Diagnose in der Psychiatrie Ambulante Behandlungseinrichtungen für psychisch Kranke Stress und Kummer fördern Demenz Psychologische Beratung im Studium Schlafentzug täuscht die Sinne Licht gegen Winterdepression ADHS wirksam behandeln Medikamentensucht im Alter Zufrieden Altern heute & zukünftig Burnout Wenn Kinder schlecht träumen Hirnstimulation lindert Depressionen Was sind Tics? Albträume bei Kindern Depressive Verstimmung Asperger-Syndrom bei Erwachsenen Spontane Menschen sind sozialer Dauerstress gefährdet Gesundheit Lücke bei Versandapotheken Dissoziative Störung Krisenintervention Depression Wenn die Seele leidet Östrogenspiegel verändert Frauenhirn ADHS im Erwachsenenalter Sport gegen Depression Wenn Eltern psychisch krank sind Hilfe bei Altersdepression Hypnose in der Psychotherapie Depression im Alter Depressionen: Sport hilft Nikotinabhängigkeit Häufige Überstunden machen dumm Nachwuchs hält gesund Ess-Sucht bei Kindern Stigmatisierung psychisch Kranker Therapie mit Antidepressiva Augenblick bewusst erleben Wohlbefinden im Alter Flüssigkeit zur Arzneieinnahme Depression statt Vaterglück Auf Suizid-Gefahr richtig reagieren ADHS bei Erwachsenen Gesunde Zähne trotz Dentalphobie Mehr Lebenszufriedenheit im Alter Bundesteilhabegesetz beschlossen ADHS im Erwachsenenalter Vogelgesang stärkt die Psyche Herbstliches Stimmungstief Cannabis belastet die Psyche Spinnen-Phobie mit App behandeln Rauchstopp: So klappt’s! Hilfe bei Essstörungen Familientherapie Bindungshormon baut Angst ab Depression am Auge ablesen Burnout bei Diabetes Antidepressiva nicht absetzen! Der Nachteil am guten Gedächtnis Online-Psychotherapie im Trend Stress ist ansteckend Pflegende von Demenz-Erkrankten Depressionen bei COPD-Patienten

Spielsucht (pathologisches Glücksspiel): Dem zwanghaften Bedürfnis zu spielen, meist Glücksspiele am Automaten, kann nicht widerstanden werden, selbst wenn Familie und Beruf sowie die eigene Person ruiniert werden. Schätzungsweise ist 1 % der Bevölkerung davon betroffen. Ähnlich wie beim (krankhaften) Drogenkonsum steht der mit dem Spiel verbundene „Kick“ im Vordergrund, während die Aussicht auf finanziellen Gewinn oder Spaß an derartiger Freizeitgestaltung kaum eine Rolle spielen.

Davon abzugrenzen ist das gewohnheitsmäßige Spielen. Diese Spieler schränken ihre Aktivität ein, wenn die finanziellen Verluste zu groß werden.

Eine neue Form der Spielsucht ist die Internet-, Computer- oder Onlinesucht. Die Beschwerden und auch die Therapieprinzipien entsprechen denen der Spielsucht.

Gekennzeichnet ist die Internetsucht dadurch, dass der Versuchung, im Internet zu surfen, nicht widerstanden werden kann. Der Alltag wird durch den Computer geprägt, es kommt – wie bei anderen Suchterkrankungen auch – zu Kontrollverlust, Entzugserscheinungen, sozialer Isolation, Verschuldung oder dem Verlust des Arbeitsplatzes.

  • Steigerung der Spieleinsätze und Spielhäufigkeit
  • Unfähigkeit zur Abstinenz, erhöhte Reizbarkeit und Ruhelosigkeit, wenn nicht gespielt werden kann
  • Schuldgefühle mit Verbergungstendenz
  • Rückzug aus dem sozialen Leben, finanzielle Probleme.

In spielfreien Phasen steigt die Anspannung bei den Betroffenen, bis sie diese im Spiel wieder abbauen können. Nach dem Spiel werden sie in der Regel dann von Schuld- oder Reuegefühlen beherrscht.

Die Spielsucht hat die Tendenz zu Folgeproblemen und -krankheiten: Neben finanziellen Schwierigkeiten oder Partnerschaftskonflikten kommt es im Verlauf der Spielsucht häufig auch zur Abhängigkeit von anderen Substanzen wie Alkohol oder Medikamenten oder zu Selbstmordversuchen.

Hauptsächlich kommen verhaltenstherapeutische Verfahren zur Stärkung der Selbstkontrolle zum Einsatz. Eine Alternative ist die kognitive Verhaltenstherapie oder die systemische Therapie. Hilfreich sind Beratungsgespräche über den Umgang mit dem Spieldruck, den eventuellen Schulden oder Partnerschaftskonflikten sowie über eine alternative Freizeitgestaltung oder die Notwendigkeit professioneller Hilfe.

In schweren Fällen können Psychopharmaka zur Verbesserung der Impulskontrolle (z.B. SSRIs, Lithium) und Linderung der depressiven Symptomatik verordnet werden.

  • www.caritas.erzbistum-koeln.de/neuss_cv/sucht_hilfe/gluecksspiel/angebot/therapie.html – Fachstelle Glückspiel des Caritasverbands e. V. für Therapie, Neuss: Mit Online-Hilfe und Angeboten zu kostenlosen Beratungsgesprächen.
  • www.anonyme-spieler.org – Organisation der Anonymen Spieler (GA) Interessensgemeinschaft e. V., Hamburg (analog zu den Anonymen Alkoholikern): Mit Literaturtipps und regionalen Kontaktstellen.
  • www.blaues-kreuz.org/spieler.htm – Website des Bundesverbands der Evangelischen Kirche, Essen: Bietet Adressen von Beratungs- und Behandlungsstellen.
  • www.onlinesucht.de – Website des HSO 2007 e. V. (Verein zur Selbsthilfe für Online-Süchtige), Buxtehude: Betrieben von G. Farke, ehemalige Betroffene und Mitbegründerin des Vereins. Bietet u. a. Informationsbroschüren zum Bestellen.
  • G. Meyer; M. Bachmann: Spielsucht. Ursachen und Therapie. Springer, 2005. Anhand von Fallbeispielen werden Therapieschritte beschrieben, enthalten sind auch die Themen Internet-/Onlinespiele, TV- und Telefonspiele sowie ein ausführliches Therapiemanual.

Autor*innen

Dr. med. Arne Schäffler, Gisela Finke in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski | zuletzt geändert am um 19:24 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.