Bewegungstherapie und Trainingstherapie

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Durch Kraft- und Koordinationstraining können ältere Menschen Stürze verhindern.

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Immer mehr Jugendliche abhängig Basis für die motorische Rehabilitation: Bobath Besser sehen dank Hornhautspende Präsenz-Apotheke gehört zum Leben Nebenwirkungen und Wechselwirkungen Nagelpilz in der Sommerzeit Nierenschäden durch Schmerzmittel Gesetzliche Tabakkontrolle Herzgesundheit bei Diabetes Ultraschall Abhilfe bei Alterssichtigkeit Transplantationen Operation bei Grauem Star Zwangsstörungen früh behandeln Effektiver Schutz vor Grippe Injektionen ins Auge Online-Psychotherapie im Trend Künstliches Kniegelenk sinnvoll? Angst vorm Zahnarzt bezwingen Koronare Herzkrankheit Blinddarmentzündung bei Kindern Die Spritze gegen Neurodermitis Nierengesundheit bei Diabetes Husten- und Bronchialtee Verwirrt nach der OP Parodontitis vorbeugen Husten mit Pflanzenkraft lindern Biofeedback gegen Migräne Risiken von Medikamenten minimieren Diagnose Multiple Sklerose Sehstörung nach Schlaganfall Mit Hitze Tumorzellen zerstören Antibiotika wie lange einnehmen? Bessere Prognose bei COPD Apotheker warnen vor Fälschungen Transplantationen Tag der Patientensicherheit 2016 Lebensmittelallergie bei Kindern Leben mit angeborener Krankheit Herzschwäche bei Schwangeren Blutzuckermessung mit Pflaster Krebstherapie per Ultraschall Migräne Radar: Kostenlos mitmachen Spezifische Immuntherapie bei Allergie Terminnot bei Herzspezialisten Angaben zu Nebenwirkungen Rotlicht bei Muskelschmerzen Vitamin-D-Versorgung bei Diabetes Ist Schnarchen harmlos? Inhalatoren richtig anwenden Unerkannter Bluthochdruck Therapie gegen Schuppenflechte Vorsicht mit Betablocker-Tropfen bei Asthma Sport senkt Brustkrebs-Risiko Keine Angst vor Endoskopien Keine Scheu vor Darmkrebsvorsorge Hausstauballergie Psychische Leiden bei Arbeitslosen Methadon gegen Hirntumore Mit Nanotechnologie gegen Krebs „Wechseljahre“ beim Mann Jede Beschwerde therapieren? Buchtipp: Museen zur Pharmazie Teil 1 Aortendissektion: lange unterschätzt Ärztliche Zweitmeinung gewünscht Blutspenden senkt Blutdruck Richtig Insulin spritzen Antibiotika bei Erkältung nutzlos Rheuma bei Kindern Missglückter Rauchstopp Frauenärzte gegen IGeL Hilfe bei Essstörungen Zuckermedikament für die Knochen? Pneumokokken-Impfung Arzneimittelbestandteile Herz-Kreislauf-Mittel und Hitze Retardtabletten und Arzneipflaster Koronare Herzkrankheit Heilung und Wundheilung OP nach Bandscheibenvorfall Darmkrebs-Früherkennung Borreliose: viele Fehldiagnosen Heilung und Wundheilung Erst die Wunde, dann die Wulst? Vorbereitung auf die Operation Diabetes-Früherkennung bei Kindern Überbehandlung nach Krebsvorsorge Der Goldene Äskulapstab Herzfrequenzmessung per Handy Diabetespatienten beim Wandern Vergrößerte Prostata Multiresistente Bakterien Eisenmangel bei Herzschwäche Aufgeschoben ist nicht aufgehoben Gut versorgt durch Homöopathie Schleichenden Sehverlust stoppen Wechselwirkungen bei Schmerzmitteln Physiotherapie statt Operation Psychische Betreuung bei Krebs Letzte Chance Herztransplantation Methadon: Wunderwaffe gegen Krebs? Chemotherapie bei Brustkrebs? Vollnarkose bei Kleinkindern Einnahmetreue bei Blutdrucksenkern Therapie von Fettleibigkeit Gehirnblutung bei Raucherinnen „Radtour pro Organspende“ 2015 Therapieerfolg durch Arztgespräch Cannabis auf Rezept? Harninkontinenz bei Kindern Richtig tropfen beim Grünen Star Gespräche zwischen Arzt und Patient Diabetes-Behandlung bei Kindern Allergie: neuer Info-Dienst online Motorik-Defizite nach Schlaganfall BzgA-Informationen zu Antibiotika Nickelbelastung durch Implantate? Allergische Reaktion bei Kindern Mehr Überlebende bei Krebs Schmerzfaktor Ischias Kinder mit Diabetes Typ 1 Rauchfrei durch das neue Jahr Kampf gegen resistente Keime Richtig Fieber messen Antibiotika-Konsum rückläufig Leukämie bei Kindern Neue Hoffnung bei Prostatakrebs Refluxkrankheit Bluthochdruck richtig behandeln Künstliches Koma Stress im Job Generika – günstige Alternativen Hilfe bei Spannungskopfschmerzen Antibiotikasäfte und Insulinpens Erholsam Schlafen ist lernbar Gesunde Zähne trotz Dentalphobie Nach Gehirnerschütterung schonen Arzneimitteltherapie Ernährung bei Chemotherapie Richtwerte für Bluthochdruck Botox: Nicht nur gegen Falten Asthma bei Anstrengung Sensorpflaster zeigt Infektion an Sehbehinderung bei Diabetes „Raucherbein“ auf dem Vormarsch Wiederkehrende Mandelentzündung Arzneiversorgung nach Krankenhaus Auf Suizid-Gefahr richtig reagieren Ist Schnarchen harmlos? Diabetes: Entspannung hilft Missbrauchsgefahr bei Schlafmitteln Frauen sind anders – Männer auch Volkskrankheit Makula-Degeneration Injektionen gegen Kniearthrose Großstadt fördert psychische Leiden Chirurgische Eingriffe „Wechseljahre“ beim Mann Wundkleber statt Nadel und Faden Bakteriengift gegen Krebs Hyposensibilisierung Darmspiegelung nicht ohne Risiko Geschlechterunterschied bei Diabetes Prostatakrebs: Therapieauswahl Packungsbeilagen verstehen Bewegung für Rheuma-Patienten Chirurgische Eingriffe Medikamente bei Parkinson Wirken Antidepressiva bald besser? 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Trockene Augen im Winter Stimmverlust & Heiserkeit Wenn Medikamente die Psyche stören Ältere profitieren von Neuen Medien BAI – Alternative zum BMI? IGeL: Extras für die Gesundheit? Schmerztagebuch für Rheumatiker Arznei-Nebenwirkungen am Blut Bundeseinheitlicher Medikationsplan Angina pectoris trotz Bypass Das beste Erkältungsmittel finden Inhalieren bei Asthma Antibiotika richtig anwenden Schmerzen äußerlich behandeln Info-Tour: diabetische Neuropathie Übelkeit und Erbrechen bei Migräne Weltbeste Versorgung bei Schlaganfall Mundgeruch: der stille Begleiter Sterblichkeit bei Herzleiden sinkt Bluthochdruck Vorboten des Schlaganfalls Schwangerschaftsrisiko Präeklampsie Mit Migräne am Puls der Zeit Kleinkinder erkunden Fremdkörper Kampf den Krankenhauskeimen Versorgung bei Herzschwäche Wirken Antidepressiva bald besser? Wirbelsäulen-OP oft unnötig Wie Sie Halsschmerzen loswerden Solarien: UV-Licht fördert Hautkrebs Psychotherapie nach Herz-OP Blasenentzündung in der Badesaison Komplikationen bei Parkinson Hautreaktionen im Alter Kinder mit Diabetes unterstützen SMS verbessert Blutdruckwerte Fehltage durch psychische Leiden Hilfe bei der Rauchentwöhnung Die Apotheke: mehr als ein Laden EU-Forschungsprojekt zu Parkinson Schwer Depressive sind unterversorgt

Die Zeiten, in denen die Ärzt*in bei der Behandlung von Krankheiten automatisch Schonung verordnete, sind längst vorbei. Die Bewegungstherapie (Trainingstherapie, Sporttherapie) hilft heute nicht nur bei Erkrankungen des Bewegungsapparates oder bei der Rehabilitation nach Operationen. Sie wird auch immer stärker zu einer wissenschaftlich anerkannten Therapieform bei Herz-Kreislauf- und anderen chronischen Erkrankungen wie Diabetes, COPD oder Bluthochdruck.

Die Bedeutung der Bewegungstherapie im Rahmen moderner Therapiekonzepte kann nicht überschätzt werden. Sie erhöht bei vielen chronischen Erkrankungen nachweislich das Wohlbefinden und die Lebensqualität. Auch ist die körperliche Fitness der derzeit beste Indikator für die Lebenserwartung .

Vielfältige Wirkungen

Bewegungstherapie wirkt über sehr unterschiedliche Schienen, was die breite Gesundheitswirkung und vielfältigen Einsatzgebiete erklärt:

  • Wirkung auf die Muskulatur: Diese wird etwa im Rahmen der Rückenschulung bei chronischen Rückenschmerzen oder in der Rehabilitation nach Gelenkoperationen genutzt. Durch den gezielten Aufbau einzelner Muskelgruppen werden Gelenke oder Bandscheiben entlastet. Zudem profitieren gerade ältere, sturzgefährdete Menschen von einer vorbeugenden Schulung von Kraft und Koordination.
  • Wirkung auf den Stoffwechsel: Durch Bewegung kann nicht nur das Körpergewicht reguliert werden, sie verbessert zudem den Zucker- und Fettstoffwechsel. Im Bereich des Zuckerstoffwechsels nimmt die Insulinresistenz ab, langfristig sinken dadurch erhöhte Blutzuckerspiegel ab. Im Bereich des Fettstoffwechsels verbessert sich die Zusammensetzung der Lipoproteine, wodurch die Arterienverkalkung gehemmt wird.
  • Wirkung auf die Organleistungen: Bewegung steigert nicht nur die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems (also die kardiovaskuläre Fitness), sondern verbessert auch die Lungenfunktion. Entsprechend wird dosierte Bewegung im Rahmen der COPD-Behandlung und der Sekundärprävention der koronaren Herzerkrankung verordnet.
  • Wirkung auf den Gehirnstoffwechsel: Bewegung verbessert die Schlafqualität und beeinflusst die Stimmung. Bewegungsprogramme können deshalb bei depressiven Verstimmungen helfen – die Forschung bestätigt hier eindeutig das amerikanische Sprichwort „Move your butt and your mind will follow“ (Bewege deinen Hintern, die Seele wird folgen).

Durchführung

Für Kranke reicht der Rat „Bewegen Sie sich einfach mehr!“ noch weniger aus als für Gesunde. Vielmehr muss gerade bei körperlich eingeschränkten Menschen die Bewegung auf die individuellen Möglichkeiten zugeschnitten sein – also auf die körperliche Leistungsfähigkeit, die bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen und auf die persönlichen Vorlieben. Nur so lässt sich ein optimaler Trainingseffekt erzielen, d. h. eine bessere Funktion des Stoffwechsels, der Muskeln und der Organe. Die ärztlich verordnete Bewegungstherapie greift deshalb auf Elemente der medizinischen Trainingslehre zurück, auf die sich auch die Betreuung von Spitzensportlern stützt. Im Rahmen einer solchen medizinischen Trainingstherapie soll das individuelle Leistungspotenzial optimal zur rascheren Gesundung genutzt werden.

Eine Bewegungstherapie wird meist von der Hausärzt*in geplant und verordnet. Dabei kann die Ärzt*in nicht nur Übungen in Sportgruppen (etwa in einer Herzsportgruppe) oder unter physiotherapeutischer Anleitung verordnen, sondern auch Bewegung in Eigenregie empfehlen wie Übungen, Wanderungen, ja sogar Trekkingtouren. In komplizierten Fällen, etwa bei vorbestehenden, leistungseinschränkenden Erkrankungen, empfiehlt die Ärzt*in eine sportmedizinische Beratung und überweist die Patient*in an entsprechende sportmedizinische Einrichtungen. Hier kann durch Kraft- und Leistungstests (Ergometrie) ein maßgeschneidertes Bewegungsprogramm erstellt werden.

Oft wird eine Bewegungstherapie über zwölf Wochen verordnet – Sinn macht das aber nur, wenn danach in Eigenregie weitertrainiert wird.

Generell kann die Bewegungstherapie von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen oder zumindest bezuschusst werden, allerdings hängt dies von der Indikation und dem Träger der Therapiemaßnahme ab. Da auch Ärzt*innen oft nicht über die genauen Regelungen bei der Erstattung von Bewegungstherapie Bescheid wissen, lohnt sich die Rücksprache mit der Krankenkasse!

Wer eine Bewegungstherapie beginnt, sollte zur eigenen Sicherheit ein paar Regeln beachten:

  • Jederzeit unterbrechen können: Bei jeder chronischen Krankheit besteht die Gefahr der plötzlichen Verschlimmerung. Passen Sie Ihr Übungsprogramm entsprechend an. Wer taucht oder in den Bergen klettert, kann nicht einfach aufhören und ein Medikament einnehmen!
  • Notfallmedikation parat halten: Nehmen Sie Ihre Notfallmedikamente immer zum Sport mit!
  • Langsam aufbauen: Kondition entsteht nur durch lange Übung. Wer ein Übungsprogramm unkonditioniert beginnt, muss seine Belastbarkeit nach und nach aufbauen. Am Anfang nie bis zur Erschöpfung üben!

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Autor*innen

Dr. med. Arne Schäffler, Thilo Machotta | zuletzt geändert am um 18:09 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.