Waldfrüchte waschen, Hunde entwurmen

Keine Chance dem Fuchsbandwurm


Schild an einem Baum warnt vor mit Fuchsbandwurm kontaminierten Pilzen.
mauritius images / Blickwinkel / Alamy / Alamy Stock Photos
Vor allem im Südwesten von Deutschland sind Füchse oft mit dem Fuchsbandwurm infiziert.

Andere Wirkstoffe dieser Gruppe

Reizdarm So löscht man Sodbrennen Säureblocker nicht zu lange schlucken Analkarzinom Darmkrebs-Früherkennung Walnüsse rundum gesund Rezeptfreie Mittel gegen Übelkeit Auf Kohlenhydrate nicht verzichten Rauchen schadet der Leber Ausstülpungen der Darmwand Bauchfellentzündung Tabuthema Stuhlinkontinenz Aufbau und Funktion von Dünn- und Dickdarm Verstopfung Verdauungsprobleme selbst angehen? Darmverschluss Entzündete Bauchspeicheldrüse Säureblocker nicht zu lange schlucken Schluss mit Reizdarm Faserreich oder faserarm? Sodbrennen bei Schwangeren löschen Mehr als nur Bauchschmerzen Stark wirkende Schmerzmittel Leberzirrhose Sodbrennen bei Kindern Hämorrhoiden Lebensraum Darm: Was hilft bei Hämorrhoiden? Hilfe bei Verdauungsbeschwerden Was bringen Darm-Ökogramme? Magenschleimhautentzündung Wenn der Verdauungstrakt altert Stuhluntersuchungen Verdauungsprobleme selbst angehen? Andere Darmflora bei Herzschwäche Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) Diagnostik bei Leber-, Gallen- und Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen Aszites Bakterielle Ursache von Magenkrebs Buch-Tipp: Heilkräuter-Tees Curry bringt die Abwehr in Schwung Magenschleimhautentzündung Hepatitis, nicht virusbedingt Problem Chronische Verstopfung Neue Behandlung bei Reflux Mit Probiotika gegen Depressionen Bauchweh durch Getreide Buchtipp: Der Gefräßigmacher Darmkrebs betrifft auch Jüngere Das Darmbakterium E. coli Zwerchfellbruch Hilfe bei chronischer Verstopfung Kaiserschnitt und Übergewicht Tipps für sicheren Grillspaß Lebensmittelvergiftung und infektiöser Durchfall Eingeweidebruch Saurer Nachgeschmack: Blähungen bei Kindern Wenn Genuss Schmerzen verursacht Schluckstörung Blähungen bei Reizdarm Tipps gegen Urlaubs-Verstopfung Sodbrennen und Magenschmerzen Buchtipp: Tödliche Hamburger Verdauungsbeschwerden bei Diabetes Wenn Kinder brechen müssen Startschuss zum Frühjahrsputz Alternative zur Darmspiegelung Darmgesundheit bei Senioren Tumoren der Gallenwege und der Gallenblase, Gallengangskrebs und Gallenblasenkrebs So löscht man Sodbrennen Dickdarmpolypen Laktose-Intoleranz und Medikamente Rauchstopp verändert die Darmflora Tipps für sicheren Grillspaß Keine Angst vor Endoskopien Hämorrhoiden: heimliches Leiden Symptom Bauchschmerzen Fäkalien heilen Darmerkrankungen Kein Alkohol auf leeren Magen! Darmkrebs Mehr Darmkrebs bei den Jüngeren Vor dem Spülen Deckel zu! Darmdivertikel und Divertikulitis Aufruhr im Darm Nicht-refluxbedingte Speiseröhrenentzündungen Darmkrebserkrankungen nehmen zu Gallensteine Richtig essen bei Crohn und Colitis Riskantes Essverhalten Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten und Nahrungsmittel-Allergien Blinddarmentzündung bei Kindern Was tun bei Reisedurchfall? Darmarterienverschluss und Angina abdominalis Speiseröhren-Beweglichkeitsstörung Crohn und Colitis bedrohen Knochen Mit Kiwi auf Toilette Magen-Darm-Infekt aus Ägypten Kranke Leber schadet Gehirn Alkohol fördert Darmkrebs Gefahr für Magen-Darm-Grippe Verstopfung bei Kindern Virushepatitis Mehr Darmkrebs bei den Jüngeren HIV und Hepatitis C Verbesserter Test auf Darmkrebs Myrrhe gegen Reizdarm Mit Mate-Tee Darmkrebs vorbeugen Kein Alkohol auf leeren Magen! Wenn Hunger zu Darmstörungen führt Darmkrebsmonat März Neues gegen Juckreiz Ballaststoffe lindern Reizdarm Brennpunkt Magen Aufbau und Funktion der Speiseröhre Schluss mit den Blähungen ! Natürliche Hilfe bei Hämorrhoiden Durchfall bei Antibiotika-Einnahme Bauchspeicheldrüsenkrebs Kombi-Impfung gegen Hepatitis Hochsaison der Noroviren Magen-Spritze ist gefährlich! Natürliche Hilfe bei Übelkeit Sodbrennen und Asthma Diagnostik von Enddarm- und Analproblemen Madenwürmer: Wenn´s am Po juckt Neuer Test auf Darmkrebs Hepatitis, chronische EHEC und Co. Betrifft auch Kinder: Hämorrhoiden sind gut behandelbar Gutartige Lebertumoren, Leberkrebs und Lebermetastasen Aufbau und Funktion von Mastdarm und Anus Tipps gegen Urlaubs-Verstopfung Ab 50 zur Darmspiegelung Tabu-Thema Hämorrhoiden Chronische Leberentzündung Speiseröhrenkrebs Leberleiden oft zu spät erkannt Bauchspeicheldrüsenentzündung (chronisch) und Pankreasinsuffizienz Gefährliche Speisen: Diagnostik der Speiseröhrenerkrankungen Magenschonend ernähren Saurer Nachgeschmack: Wenn es sauer aufstößt Fenchel Blinddarmentzündung Darmkrebs betrifft auch Jüngere Auszeit für den Darm Entzündete Magenschleimhaut Blinddarm: Auch ohne Bauchschmerz Darmkeim auf dem Vormarsch Gelbsucht Aufbau und Funktion von Magen und Zwölffingerdarm Gallenkolik Risiko für Nahrungsmittelallergien Chronische Darmentzündungen Analabszess und Analfisteln Zerkleinertes Obst und Blattsalate Speiseröhrendivertikel Magenbluten durch Schmerzmittel Medikamente gegen Sodbrennen Zitronensaft gegen Noroviren Krank im Urlaub Ulkustherapeutika (Mittel bei Magengeschwüren) Zöliakie bei Kindern Reiseplanung für den Magen Diagnostik der Dünn- und Dickdarmerkrankungen Rotaviren-Infektion bei Kindern Darmkrebsvorsorge Bauchspiegelung und Bauchschnitt Harninkontinenz bei Kindern Keine Scheu vor Darmkrebsvorsorge Durchfallerreger auf Hühnereiern Wenn Kinder unter Durchfall leiden Wurmerkrankungen Bauchschmerzen bei Kindern Gestörte Verdauung: Rund ums Thema Reiseapotheke Osterbrunch ohne Magentablette Unverträglichkeit gegen Laktose Resistente Darmbakterien Darmspiegelung nicht ohne Risiko Primär sklerosierende Cholangitis Diagnostik von Magen- und Zwölffingerdarmerkrankungen Perianalthrombose Tag der Apotheke am 16. Juni 2015 Künstlicher Darmausgang Die medizinischen Fachgebiete Gastroenterologie, Viszeralchirurgie und Proktologie HIV-Infektion verändert Darmflora Ungleichgewicht im Darm „Dauerbrenner“ Sodbrennen Neue Impfempfehlung für Kleinkinder Schulkinder mit Diabetes Typ 1 Bauchspeicheldrüsenentzündung, akute So löscht man Sodbrennen Rapider Gewichtsverlust Betrunken ohne Alkoholkonsum Die Diagnose bei Magen-Darm-Erkrankungen Verdauungsprobleme selbst angehen? Zöliakie und Glutenunverträglichkeit Zöliakie und Glutenunverträglichkeit Analfissuren Schluss mit den Blähungen ! Magenmittel vom Markt genommen Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen Ulkuskrankheit Aftervorfall und Mastdarmvorfall Vorsicht vor Knollenblätterpilz Tabuthema Analbeschwerden Was bringen Darm-Ökogramme? Qualifizierte Chirurgen finden Wenn der Bauch weh tut Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) Hämorrhoiden: heimliches Leiden Diagnostik von Enddarm- und Analproblemen Was bringt den trägen Darm auf Trab? Madenwürmer: Wenn´s am Po juckt Speiseröhren-Krampfadern Hilfe bei Verstopfung Nicht eitrige chronisch-destruierende Cholangitis und primär biliäre Zirrhose Schluckauf Blähungen Trinkgewohnheiten bei Männern Zu viel Loperamid schadet Herz Durchfallerkrankungen (Übersicht) Leberschädigung, alkoholische Psychotherapie bei Reizdarmsyndrom Infektion mit Noroviren Bei Diabetes an die Leber denken Aufbau und Funktion von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse Candida-Pilze: Die Wurzel von allerhand Übel? Alkoholfreies Bier als Alternative EHEC: Ein Jahr danach Leberschäden abwenden Sichere Diagnose: 5 Tipps gegen Reflux Chronische Darmerkrankungen Cola und Salzstangen gegen Durchfall? Magenbeschwerden bei Stress Im Urlaub droht Hepatitisinfektion Magenkrebs Fuchsbandwurm-Infektion erkennen Gallenblasenentzündung So löscht man Sodbrennen Krebs-Symptome bei jungen Menschen Traumata schlagen auf den Darm Blinddarmentzündung bei Kindern Wenn der Magen die Nerven verliert Darmverschluss bei Kindern Krafttraining schenkt Lebensjahre Meinungsumfrage zur Organspende Bitteres für den Magen Präsenz-Apotheke gehört zum Leben Magenpolypen Reizmagen

Pilze sammeln, Brombeeren vom Strauch naschen: Das kann dort, wo der Fuchsbandwurm verbreitet ist, gefährlich werden. Denn infiziert sich der Mensch mit dem Parasiten, droht eine lebensgefährliche alveoläre Echinokokkose.

Aufnahme der Eier über Waldfrüchte und Kräuter

Der Fuchsbandwurm (Echinokokkus multilocularis) ist ein Parasit, der im Darm von Füchsen lebt. Dort legt er Eier, die der Fuchs mit seinem Kot ausscheidet. Die Eier kontaminieren Waldboden, Pflanzen und Früchte und werden von Nagetieren beim Fressen aufgenommen. Im Mäusedarm entwickeln sich aus den Eiern Larven, die von dort in die inneren Organe der Tiere wandern und zu Finnen werden. Wird eine solchermaßen erkrankte Maus vom Fuchs verspeist, nimmt dieser die Finnen auf. Die entwickeln sich in seinem Darm zu erwachsenen Fuchsbandwürmern, die wieder Eier ausscheiden – wodurch sich der Kreislauf schließt.

Im Gegensatz zu Mäusen gehören Menschen nicht zu den natürlichen Zwischenwirten des Fuchsbandwurms. Sie können sich aber trotzdem infizieren und krank werden. Vermutlich gelangen die Eier des Fuchsbandwurms über den Verzehr kontaminierter Waldfrüchte, Kräuter oder Pilze in den menschlichen Darm. Die Eier können aber auch nach dem Anfassen von Tieren, an deren Fell die winzigen Eier kleben, über die Hände in den Mund gelangen.

Finnen zerstören die Organe

Hat man sich infiziert, entwickeln sich die Eier im Darm zu Larven, die über das Blut vor allem in die Leber, manchmal aber auch in Gehirn und Lunge einwandern. Dort wuchern die Larven zu Finnen und zerstören die Organe nach und nach. In der Regel dauert es sehr lange, bis Beschwerden wie Gelbsucht, Atembeschwerden oder Krampfanfälle auftreten. Je früher die Echinokokkose erkannt wird, desto besser kann man dagegen vorgehen. Eingesetzt werden dabei Medikamente gegen Würmer (Anthelminthika), wenn möglich, werden die befallenen Organbereiche auch entfernt.

Vorbeugen ist am besten

Zum Glück kommt die Echinokokkose insgesamt selten vor. Pro Jahr werden in Deutschland etwa 20 bis 50 Fälle gemeldet. Damit es noch weniger werden, sollte man ein paar einfache Verhaltensregeln beachten.

  • Beeren nicht direkt vom Strauch naschen!
  • Alle Waldfrüchte einschließlich Kräuter (Bärlauch) und Pilze vor dem Verzehr gründlich waschen. Das Gleiche gilt für Gemüse und Salat aus Freilandkulturen.
  • Haustiere regelmäßig entwurmen, in betroffenen Gebieten den Kot beim Tierarzt auf Fuchsbandwurm untersuchen lassen.
  • Nach Tierkontakten oder Gartenarbeit immer die Hände gründlich waschen.
  • Tote und lebende Füchse nicht anfassen. Zum Entsorgen toter Füchse Plastikhandschuhe tragen.
  • Füchse, die bis in Gärten oder Dörfer vordringen, nicht füttern.
  • Abfälle verschlossen entsorgen.

Im Südwesten am stärksten verbreitet

Den Fuchsbandwurm gibt es nur auf der Nordhalbkugel. In Deutschland gilt Baden-Württemberg – vor allem der Schwarzwald - als eines der am stärksten betroffenen Gebiete. Das heißt, dass dort besonders viele Füchse infiziert sind. Ebenfalls weit verbreitet ist der Fuchsbandwurm im südlichen und östlichen Bayern, im nördlichen und mittleren Hessen und in Teilen von Thüringen und Sachsen. In anderen Regionen Deutschlands kommt der Fuchsbandwurm nur sporadisch vor, generell nimmt die Befallrate von Südwest nach Nordost ab.

Quelle: ptaheute

Autor*innen

Dr. med. Sonja Kempinski | zuletzt geändert am um 16:55 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.