Aufbau und Funktion von Dünn- und Dickdarm

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Juni 2015 Blähungen Aftervorfall und Mastdarmvorfall Wenn Genuss Schmerzen verursacht Was bringt den trägen Darm auf Trab? 5 Tipps gegen Reflux Mit Probiotika gegen Depressionen Mehr Darmkrebs bei den Jüngeren Krebs-Symptome bei jungen Menschen Zwerchfellbruch Gallensteine Gestörte Verdauung: So löscht man Sodbrennen Eingeweidebruch Zöliakie und Glutenunverträglichkeit HIV-Infektion verändert Darmflora Betrunken ohne Alkoholkonsum Verdauungsbeschwerden bei Diabetes Walnüsse rundum gesund So löscht man Sodbrennen Dickdarmpolypen Schluckauf Mehr als nur Bauchschmerzen Resistente Darmbakterien Wenn der Verdauungstrakt altert Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen Ballaststoffe lindern Reizdarm Blinddarmentzündung bei Kindern Reizmagen „Dauerbrenner“ Sodbrennen Speiseröhren-Krampfadern Bauchweh durch Getreide Ungleichgewicht im Darm So löscht man Sodbrennen Was bringen Darm-Ökogramme? Darmspiegelung nicht ohne Risiko Magenbeschwerden bei Stress Verstopfung Blinddarmentzündung Zu viel Loperamid schadet Herz Tipps gegen Urlaubs-Verstopfung Kein Alkohol auf leeren Magen! Darmdivertikel und Divertikulitis Diagnostik von Enddarm- und Analproblemen Entzündete Magenschleimhaut Darmverschluss bei Kindern Darmgesundheit bei Senioren Traumata schlagen auf den Darm Reiseplanung für den Magen Natürliche Hilfe bei Hämorrhoiden Magenschleimhautentzündung Speiseröhren-Beweglichkeitsstörung Aufbau und Funktion von Magen und Zwölffingerdarm Zöliakie und Glutenunverträglichkeit Die Diagnose bei Magen-Darm-Erkrankungen Vorsicht vor Knollenblätterpilz Bauchfellentzündung Neue Behandlung bei Reflux Wenn Hunger zu Darmstörungen führt Rund ums Thema Reiseapotheke Buch-Tipp: Heilkräuter-Tees Schluss mit den Blähungen ! 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Der Darm setzt sich zusammen aus Dünndarm und Dickdarm.

Dünndarm. Hauptort für Verdauung und Aufnahme der Nahrungsbestandteile ins Blut ist der Dünndarm, der durch bindegewebige Aufhängebänder mit der hinteren Bauchwand verbunden ist. Um die verwertbaren Nahrungsbestandteile aufnehmen zu können, ist die Dünndarmwand stark aufgefaltet. Darmfalten und Zotten vergrößern seine Aufnahmeoberfläche auf rund 200 m2.

An den ersten Dünndarmabschnitt, den Zwölffingerdarm, schließen sich der Leerdarm (Jejunum) und der Krummdarm (Ileum) an. Peristaltische Bewegungen der Dünndarmwand schieben den Darminhalt immer weiter in Richtung Dickdarm. Auf dem gesamten Weg durch den Verdauungstrakt wird dem Speisebrei immer wieder Flüssigkeit beigemischt, die ihm dann im Dickdarm wieder entzogen wird.

Dickdarm. Der etwa 1,5 m lange Dickdarm besteht aus dem Blinddarm (Caecum, Zökum) mit Wurmfortsatz (Appendix vermiformis) und dem Kolon, der den Hauptanteil des Dickdarms ausmacht. Das Kolon gliedert sich in aufsteigendes Kolon (Colon ascendens), querverlaufendes Kolon (Querkolon, Colon transversum), absteigendes Kolon (Colon descendens) und S-förmig gebogenes Sigma-Kolon (Colon sigmoideum oder Sigmoid). Dieses geht ohne deutliche Trennung in den letzten Darmteil, den Mast- oder Enddarm über.

Dünn- und Dickdarm werden im Bereich des Blinddarms durch die Ileozäkalklappe (Bauhinsche Klappe) voneinander getrennt, die sich zwischen Krummdarm und Blinddarm befindet und wie ein Rückschlagventil verhindert, dass der bakterienhaltige Dickdarminhalt zurück in den Dünndarm fließt. Der Dickdarm verdaut nichts mehr – seine Aufgabe ist, dem verbleibenden Verdauungsbrei Wasser und Salze zu entziehen. Auf diese Weise wird der Darminhalt von anfänglich täglich 1 500 ml Speisebrei auf 200 ml Stuhl eingedickt.

Der Dickdarm beginnt im rechten Unterbauch, wo der Dünndarm in den Blinddarm mit dem Wurmfortsatz (Appendix) mündet. Von dort verläuft er rahmenartig an der seitlichen Rumpfwand nach oben, zieht girlandenförmig nach links und an der linken Rumpfwand wieder nach unten. Den Abschluss bildet das S-förmig gebogende Sigma-Kolon, das in den Mastdarm übergeht.
Georg Thieme Verlag, Stuttgart

Darmflora. Der Darm ist von bis zu 400 verschiedenen Bakterienarten und anderen Mikroorganismen besiedelt, die zusammen die Darmflora bilden. Die höchste Bakteriendichte herrscht im Dickdarm und im Mastdarm. Eine gesunde Darmflora schützt die Darmschleimhaut vor der Ansiedelung pathologischer Keime. Sie ist an der Herstellung körpereigener Vitamine, wie z. B. Vitamin K, beteiligt und baut unverdauliche Nahrungsbestandteile (z. B. Ballaststoffe) ab, die von den Verdauungsenzymen nicht gespalten werden können und deshalb unverändert in den Dickdarm gelangen. Darüber hinaus wird das darmspezifische Immunsystem durch den ständigen Kontakt der Darmflora mit den im Darm vorhandenen Immunzellen trainiert, wodurch zugleich die Körperabwehr aktiviert wird.

Die Zusammensetzung der Darmflora ändert sich durch Erkrankungen und Antibiotika. Aber auch als Nahrungsergänzung zugeführte probiotische Bakterien (Probiotika) können vorübergehend Stuhlveränderungen nach sich ziehen.

Bis heute nur teilweise verstanden ist das hochspezialisierte Abwehrsystem der Darmschleimhaut. Es ist überlebensnotwendig, damit die täglich Milliarden zählenden Erreger und Allergene, die in den Darm gelangen, keinen Schaden anrichten. Deshalb funktioniert es offenbar schon zum Zeitpunkt der Geburt (Innate Immunity) und bildet auch eine Art körpereigenes Antibiotikum, die Defensine.

Autor*innen

Dr. med. Arne Schäffler, Dr. Bernadette Andre-Wallis in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski | zuletzt geändert am um 16:24 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.