Mit Saft und Wickel

Bei Kindern Husten lindern


Kleines Mädchen bekommt mit einem Messlöffel rosa Hustensaft verabreicht.
mauritius images / Tanya Rozhnovskaya / Alamy / Alamy Stock Photos
Hustensaft mit pflanzlichen Inhaltsstoffen sind für Kinder besonders gut geeignet, um das Abhusten zu erleichtern.

Andere Wirkstoffe dieser Gruppe

Fluoridlack auf Kasse Kinder mit Diabetes Typ 1 Vorsicht mit Vitaminpillen für Kinder! Wenn Wachsen weh tut Kindergesundheit aktiv stärken Spucken und was dahinter stecken kann Wasserkopf bei Frühchen Nickelfreisetzung von Spielzeug HPV-Impfung schützt vor Krebs Sodbrennen bei Kindern Wenn der Bauch weh tut Reiseübelkeit bei Kindern Mandeloperationen bei Kindern Hautausschläge und Hautpflege bei Babys Madenwürmer: Wenn´s am Po juckt Lungenfunktion von Stadtkindern Warum schreien Babys? Sprachentwicklung bei Stottern Dreitagefieber: Wadenwickel helfen Keuchhusten Gelbsucht beim Neugeborenen Kindern Arznei geben Rachitis Fieberkrämpfe Rachitis Hilfe gegen Windeldermatitis Therapie bei Hodenhochstand Sandkasten: Brutstätte für Keime? Impetigo Faktencheck zu Kopfläusen Sparsam mit CT bei Kindern! Gestörte Sprachentwicklung Ist mein Säugling krank? Masern auf dem Vormarsch Ist mein Säugling krank? Safer Internet Day 2017 Barbie-Botox ist neuester Trend Europäische Impfwoche 2014 Pflanzliche Mittel für Kinder Fehlsichtigkeit bei Teenies Kinder als Überträger der Grippe Flache Stelle am Hinterkopf Sportbrille für Kinder Autismus beim Baby erkennen Gelbsucht beim Neugeborenen Corona belastet Kinder extrem Herzgeräusche bei Kindern Wächst sich die Erdnussallergie aus? Infektionsneigung bei Kindern Gegen Masern punkten Diabetes bei Kindern Vorzeitige Pubertät Wenn junge Seelen leiden Was ist normal bei Babys Stuhlgang? Keuchhusten gefährdet Baby Geschwollene Lymphknoten bei Kids Kinder: Psoriasis durch Passivrauch Kortison gegen Neurodermitis Keine Knopfzelle in Kinderhand! Infektionskrankheiten vorbeugen Passivimpfung schützt Risikokinder Schiefhals Probiotika auch für Kinder? Röteln Hochsaison für Warzen Vorsicht mit Vitaminpillen für Kinder! Stillen reduziert Blutkrebs-Risiko Motivation zum Sport für Kinder Gelockertes Ellenbogengelenk Babysprache aktiviert Gehirn Schleichender Hüftkopfabrutsch Ultraschall ersetzt das Röntgen Dreimonatskoliken Inkontinenz bei Kindern Dem plötzlichen Kindstod vorbeugen Auch mit Neurodermitis ins Wasser! Kampf der Kopflaus! Hilfe für rote Babypopos Kinder vor Infekten schützen Krebsverdächtiger Stoff im Gläschen Medikamentengabe bei Kindern Motivation zum Sport für Kinder Wenn Kinder unter Durchfall leiden Früher mit dem Zukleben starten Keine Wasserperlen für Kleinkinder! Hodenkrebs bei Jungen Beatmung von Frühchen Frühchen haben schlechtere Karten Neue Methode gegen Kopfläuse Probiotika auch für Kinder? RSV-Infektion bei Säuglingen Mitesser und Pickel weg-pflegen Plötzlicher Kindstod Fieberalarm beim Baby Schläge verändern das Gehirn Infektionsneigung bei Kindern Schwere Akne in den Griff bekommen Kopfläusen den Garaus machen Stottern bei Jugendlichen Masern Was tun bei Übergewicht im Kindesalter? Gefäßentzündungen bei Kindern Kleinkind in Oberschenkel impfen „Rettet die Kinderstation“ Winterspaziergang mit Baby Was die Motorik bei Kindern fördert Weniger Ritalin-Verschreibungen Kleinwuchs Grippeimpfung für Kinder? Knochenbruch bei leichtem Sturz Magenpförtnerenge Schlafmangel macht Teenager dick Blinddarmentzündung bei Kindern Infekte bei Kleinkindern Stillen reduziert Blutkrebs-Risiko Passivimpfung schützt Risikokinder Kurzes, abgeschlossenes, unerklärliches Ereignis (BRUE) Kinderkrankheiten in Deutschland Kinder vor Erkältungen schützen E-Zigaretten-Gefahr für Kinder Osteopathie für Kinder Diabetes Typ 1 bei Kindern Neue Methode gegen Kopfläuse Omikron macht Pseukokrupp Erstgeborener Zwilling gesünder? Asthma-Risiko bei Kindern prüfen Übergewicht und Adipositas bei Kindern Einnässen Pseudokrupp Kinderlähmung Frühchen haben schlechtere Karten Leukämie bei Kindern Höhere Sterberate bei dicken Kindern Verzögerte Sprachentwicklung Nasenschleim spricht Bände Frühkindlicher Autismus Wie Smartphones krank machen Salztropfen verkürzen Schnupfen Mutters Coronaimpfung nützt dem Baby Nabelkolik Neurodermitis bei Kindern Gynäkomastie Angeborene Herzfehler bei Kindern Hüftschnupfen bei Kindern Mumps Harnwegsinfekt mit Fieber Kopfläuse effektiv behandeln Schiefhals Keuchhusten gefährdet Baby 2 Tage Smartphone-Verbot! Blutschwämme bei Säuglingen Was tun bei Übergewicht im Kindesalter? Was ist ein Cochlea-Implantat? Erstgeborener Zwilling gesünder? Impfmythen: Was wirklich stimmt Hitzeausschlag bei Kleinkindern Tinnitus bei Teenies Auch mit Neurodermitis ins Wasser! Schutz vor Hirnhautentzündung Refluxkrankheit bei Babys Bluthochdruck nach schwerer Kindheit Fiebersaft nicht selbst mixen! Bauchmigräne bei kleinen Kindern Methylphenidat stört Wachstum nicht Bauchmigräne bei kleinen Kindern Blinddarmentzündung bei Kindern Übergewicht und Adipositas bei Kindern Autismus-Spektrum-Störung Infektionen im Schwimmbad vorbeugen Keine Mandeln für Kleinkinder Häufige Probleme der Jugendgynäkologie Frühchen haben schlechtere Karten Hodendrehung bei Jungen Therapien bei Bettnässen Winterdepression bei Kindern Hilfe bei Schulstress Blinddarmentzündung bei Kindern Kinder fit durch den Winter bringen App für Eltern von Frühgeborenen Bauchlage trainiert die Muckis Wundermittel Salzspielplatz? Hand-Mund-Fuß-Krankheit und Herpangina Säuglinge vor Masern schützen Mit Fluorid, aber ohne Titandioxid Kopfläuse Kinderkrankheit Asthma Mit Fluorid, aber ohne Titandioxid Kleinkinder erkunden Fremdkörper Baby-Akne mit Wasser behandeln Krank durchs Zahnen? Autismus beim Baby erkennen Schlaf erleichtern Medikamente für Kinder Herzmuskelentzündung bei Kindern Neue Krankheit entdeckt Gefahren fürs kindliche Genital Aufschrecken im Schlaf Windelausschlag Impfen: Wann, wer, warum? Schielen bei Kindern Nichts für Kinderohren: Lärm Ausschlag mit nächtlichem Juckreiz Kinder vor Lärm schützen! Kampf der Gürtelrose! Mit Mobbing richtig umgehen Impfen trotz Hühnereiweißallergie ADHS: Weniger Tabletten verordnet Fieber bei Babys und Kleinkindern Schlafmangel fördert Übergewicht Zäpfchen richtig anwenden ADHS im Erwachsenenalter Karies sicher vorbeugen Beikost ab Ende des 4. Monats? Fremdkörper verschluckt? Erst ab sechs Jahren ins Hochbett Wundermittel Salzspielplatz? Nierenschäden bei Kindern Bessere Vorsorge für Jugendliche Hitzefolgen bei Kindern erkennen Schüßler-Salze für Babys Verfrühte Pubertät häufig Flüssigkeitsbedarf bei Fieber ADHS im Erwachsenenalter Nasenschleim spricht Bände Kinderhaut richtig pflegen Ringelröteln Windelausschlag Kopfläusen den Garaus machen Neurodermitis durch hartes Wasser? Hüftfehlstellungen bei Babys Spracherwerb: Akne bei Jugendlichen 7 Tipps fürs sichere Grillen ADHS im Erwachsenenalter Fehlbildungen durch Diabetesmittel? Tic-Störung bei Kindern Mittagsschlaf im Vorschulalter? Gedeihstörungen Dem plötzlichen Kindstod vorbeugen Schlafprobleme bei Kindern Windpocken Madenwürmer: Wenn´s am Po juckt Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Kindern Vorsicht bei der Schnuller-Wahl Clowns für die Kinderchirurgie Tabaksteuer kann Baby-Leben retten Selbstbestimmte Ernährung von Babys Passivimpfung schützt Risikokinder Dellwarzen den Garaus machen Brechdurchfall: Vorsicht, ansteckend Pflege von Hautabschürfungen Rotaviren-Infektion bei Kindern Fieberkrämpfe Großwuchs Antipsychotikaverbrauch steigt an Lebensmittelallergie bei Kindern Immer mehr junge Leute abhängig Kein Fencheltee für Kleinkinder! Botulismus bei Säuglingen Ein Pieks weniger fürs Baby Keine Angst vor Impfungen Pubertätsverzögerung und verfrühte Pubertät Wenn Kinder unter Durchfall leiden 7 Fakten gegen Impfmythen Blinddarm: Auch ohne Bauchschmerz Wächst sich die Erdnussallergie aus? ADHS im Erwachsenenalter Dreitagefieber Online-Tool berechnet Zuckerlimit Grippe oder Covid-19 beim Kind? Wintersport mit Kindern Kein Fencheltee für Kleinkinder! Krampfanfälle bei Kindern Anzeichen für Neugeborenengelbsucht Reisethrombose Stottern bei Jugendlichen Kinderaugen gut beobachten Karies sicher vorbeugen Kleine Heuschnupfen-Patienten Lippenherpes bei Säuglingen Tierbisse bei Kindern Was beugt Mückenstichen vor? Disko statt Weihnachten Akne bei Jugendlichen Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Kindern Aphthe: Entzündete Mundschleimhaut Was Babyhaut gut tut Kinder: Schnarchen stört Verhalten Wieso schielt mein Kind? Harnwegsinfekte bei Kindern Diabetes bei Kindern Notfallzäpfchen richtig anwenden! Wenn Kinder unter Durchfall leiden Fieber messen bei Kindern Diagnose Legasthenie Krätzmilbe bei Kindern Was tun bei Bisswunden? Schütteltrauma bei Kleinkindern Keuchhusten gefährdet Baby Rückenschmerzen bei Kindern Neue Vorsorge beim Kinderarzt Der Goldene Äskulapstab Schulprobleme, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Rechenstörung Läusealarm zu Schulstart Vitamin-D-Mangel bei Diabetes Bauchlage trainiert die Muckis Auffälligkeit Brustdrüsenschwellung Nachtkorsett reicht oft bei Skoliose ADS und ADHS Impf-Verdrossenheit nimmt zu Übergewicht bei Kindern Buch-Tipp: Abnehmen für Kinder Hautreizung unter Windeln vermeiden Abgeflachter Kopf beim Baby Lern-App hilft beim Lesen-Lernen Therapie der Mandelentzündung Wenn Kinder schlecht träumen Verhütung bei Jugendlichen Furcht vor Kinderkrankheiten Telemedizin beim Kinderarzt Heuschnupfen bei Kindern behandeln Komplikationen bei Masern-Infektion Scharlach Vorhautverengung Gefahr im ersten Lebensjahr Fremdkörper in der Nase Autismus-Spektrum-Störung Abwehrschwäche durch Masern Karies sicher vorbeugen Neue Impfempfehlung für Kleinkinder Wiederkehrende Mandelentzündung Kommt die Impfpflicht gegen Masern? Ferienfreizeit trotz Diabetes Typ 1 Augen auf bei Kindersonnencreme Was ist normal bei Babys Stuhlgang? Masern & Keuchhusten im Vormarsch

Wenn Babys oder kleine Kinder von Husten geschüttelt werden, leiden die Eltern richtig mit. Zum Glück steckt meist nur eine Erkältung dahinter. Deshalb lässt sich mit Hausmitteln und Hustensaft gut dagegen angehen. Wenn der Husten jedoch nicht besser wird, muss das Kind zur Ärzt*in. Gleiches gilt bei Alarmsymptomen wie Nasenflügelatmen oder Bluthusten.

Ausputzer Husten

Jeden Tag gelangen massenweise Partikel wie Staub und Pollen, aber auch Schadstoffe und Krankheitserreger in unsere Atemwege. Um sie zu entfernen, haben Luftröhre und Bronchien ein Selbstreinigungssystem: Es besteht aus Millionen von Flimmerhärchen, die auf der Schleimhaut der Atemwege sitzen, und einer dünnen klebrigen Schleimschicht. In diesem Schleim bleiben Viren, Staub und Fremdstoffe zunächst hängen. Weil die Flimmerhärchen fortwährend in Richtung Rachen schlagen, wird der Schleim inklusive Partikel dorthin transportiert. Dort wird er verschluckt und über den Darm ausgeschieden.

Bei einer Infektion der Atemwege muss dieses Reinigungssystem besonders viel leisten. Es sammelt sich mehr Schleim an als sonst, der dann einen Reiz verursacht und ausgehustet wird. Durch diese Schutzreaktion werden nicht nur die Viren ausgeschieden, sondern auch die Heilung der gestressten Atemwegsschleimhäute unterstützt. Denn das Abhusten großer Schleimmengen befreit die Bronchien und erleichtert das Atmen.

Tipp: Flimmerhärchen brauchen es feucht: trocknen die Schleimhäute der Atemwege aus, können sie ihre natürliche Reinigungsfunktion nicht mehr erfüllen. Wer erkältet ist sollte trockene Heizungsluft also meiden.

Wie Husten quälen kann

Husten ist ein häufiger Begleiter von viral ausgelösten Erkältungskrankheiten. Deshalb husten Kinder viel öfter als Erwachsene. Ihr Immunsystem ist noch nicht „fertig“, so dass Erkältungsviren ein leichtes Spiel haben. In den ersten beiden Lebensjahren haben die Kleinen durchschnittlich 13 Infektionen. Bei Kleinkindern bis vier Jahren sind bis zu zehn Atemwegsinfekte pro Jahr normal, wobei die Zahl der Erkältungen mit Eintritt in eine Kindertagestätte ansteigt.

Husten belastet den Organismus auf vielerlei Arten: Ist er intensiv und häufig, strengt er den kleinen Körper richtig an. Erschöpfung und Schlafstörungen beeinträchtigen die Erholung und Leistungsfähigkeit am Tag. Anhaltender Husten reizt die Atemwege,kann Halsschmerzen auslösen und das Essen und Trinken erschweren. Häufige Hustenattacken schränken zudem beim Spielen ein und erhöhen die Fehltage in der Kita und Schule.

Auch die Familie leidet mit, wenn Kinder dauernd am Husten sind. Eltern machen sich Sorgen, werden manchmal auch genervt, was wiederum ein schlechtes Gewissen auslöst. Insgesamt kann starker und häufig wiederkehrender Husten das Zusammenleben erheblich erschweren.

Hinweis: Bei sehr ausgeprägtem Husten drohen Atemnot und Sauerstoffmangel. Dazu kommt es aber nur, wenn ernsthafte Erkrankungen die Ursache sind oder eine harmlose Erkältung einen schweren Verlauf nimmt.

Was hinter dem Husten steckt

Meist ist der Husten im Kindesalter auf eine Erkältung zurückzuführen und bleibt harmlos. Trotzdem kann er langwierig sein – oft dauert es bis zu drei Wochen, bis er wieder abgeklungen ist. Wichtig ist, dass die Kinder trotz des Hustens normal und geräuschlos atmen. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Kinder trotz Husten ausreichend mit Sauerstoff versorgt sind.

In manchen Fällen nimmt eine eigentlich harmlose Erkältung aber auch einen schweren Verlauf. Dann erreichen die Krankheitserreger die unteren Atemwege oder sogar die Lunge und lösen dort eine Bronchitis oder Lungenentzündung aus. Das ist etwa bei 20-30% der Säuglinge und Kleinkinder der Fall. Besonders häufig kommt dies bei einer Infektion mit Influenzaviren oder RS(Respiratorische Synzytial)-Viren vor. Folgende Alarmsignale weisen auf eine schwere Erkrankung hin, in diesen Fällen sollten Eltern mit ihren Kindern gleich in die Arztpraxis:

  • hörbare, rasselnde Atemgeräusche
  • extrem starker Husten und Husten bis zum Erbrechen
  • bläulich verfärbte Lippen und marmorierte Haut als Zeichen dafür, dass die Sauerstoffversorgung nicht ausreicht
  • Einziehen der Haut zwischen den Rippen bei der Atmung
  • Nasenflügelatmung, d. h., dass sich als Zeichen erschwerter Atmung die Nasenflügel mit bewegen
  • schlechter Allgemeinzustand (Fieber, Schmerzen, Appetitlosigkeit)

Trockener, bellender Husten mit pfeifenden Atemgeräuschen ist ein Zeichen für einen Pseudokrupp-Anfall. Der Husten tritt dann ganz plötzlich und meist abends oder nachts auf. Die Ursache ist eine Kehlkopfentzündung durch Viren. An Pseudokrupp erkranken insbesondere Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren. Hustensaft hilft in diesen Fällen nichts. Das Kind sollte in eine aufrechte Position gebracht und beruhigt werden. Es hilft auch, die Fenster weit zu öffnen oder im Bad die Wasserhähne aufzudrehen, um so für eine hohe Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Kommt es trotzdem zu einer starken Atemnot, muss das Kind in die Klinik oder der Notdienst gerufen werden. Meist braucht das Kind dann Kortison. Um für weitere Anfälle gerüstet zu sein, erhalten die Eltern Kortisonzäpfchen, die sie dem Kind bei Bedarfselbst verabreichen können.

Husten mit Hausmitteln eindämmen

Erkältungsbedingter Husten ohne Alarmsignale kann bei Kindern gut mit Hausmitteln und Hustensaft behandelt werden. Lindernd wirken folgende Maßnahmen:

  • Luftfeuchtigkeit erhöhen. Trockene Luft reizt die Schleimhäute der Atemwege zusätzlichs. Deshalb sollte die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen oder im Krankenzimmer höher sein als sonst. Dazu kann man Schüsseln mit warmem Wasser auf die Heizung stellen oder feuchte Tücher aufhängen.
  • Brustkorb warmhalten. Wärme entspannt die Bronchialmuskulatur. Empfohlen werden spezielle Wickel aus Heilwolle oder Bienenwachs, die in der Apotheke erhältlich sind. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann man diese Wickel und Auflagen auch gut zusätzlich mit einem engen Body fixieren.
  • Heiße Milch mit Honig. Honig hat schleimlösende und entzündungshemmende Eigenschaften und lindert Husten. Für Kinder ab einem Jahr löst man 1-2 Teelöffel Honig in 220 ml (einer Tasse) warmer Milch auf, Kinder ab sechs Jahren bekommen einen Esslöffel Honig pro Tasse. Um Verbrennungen zu vermeiden, sollte die Milch nur lauwarm sein. Aber Achtung: Honig enthält häufig Sporen des Bakteriums Clostridium botulimun. Im unausgereiften Darm von Säuglingen können die Sporen auskeimen und einen Säuglingsbotulismus hervorrufen. Kinder unter einem Jahr dürfen deshalb keinen Honig bekommen, auch nicht in geringer Menge in Milch aufgelöst.
  • Hustenbalsam. Ätherische Öle erleichtern das Atmen und helfen dabei, den Schleim zu verflüssigen. Es gibt sie als spezielle Hustenbalsame, die man auf Brust und Rücken auftragen kann. Die leichte Massage entspannt die Kinder zusätzlich. Es sind aber nicht alle ätherischen Öle für Kinder geeignet . Eukalyptus, Menthol und Campher sind stark reizend und können u.a. zu Kehlkopfkrämpfen führen. Sie sollten bei Kindern unter sechs Jahren nicht angewendet werden. Besser geeignet sind Balsame mit Myrte, Zirbelkiefer und Thymian. Individuelle Beratung gibt es in der Apotheke oder bei der Kinderärzt*in.
  • Hustenbonbons. Für Kinder, die schon kontrolliert lutschen können, sind auch Hustenbonbons eine Option. Sie beruhigen den Rachen und stillen dadurch den Hustenreiz. Manche Präparate beinhalten zudem Hyaluronsäure. Sie kleiden die Schleimhäute aus und wirken dadurch besonders angenehm – sind allerdings je nach Produkt erst für Kinder ab vier bzw. sechs Jahren geeignet. Welche Hustenbonbons für welches Alter in Frage kommen, erfährt man beim Beratungsgespräch in der Apotheke.

Pflanzliche Hustensäfte – effektiv und verträglich

Bei Kindern werden gerne pflanzliche Hustensäfte eingesetzt. Sie wirken auf unterschiedliche Arten schleimlösend und hustenlindernd. Deshalb können sie sowohl bei trockenem Reizhusten als auch bei produktivem Husten eingesetzt werden (also wenn die Kinder viel Schleim abhusten). Typische Inhaltsstoffe sind Efeu, Thymian, Eibisch und Isländisch Moos.

Thymian enthält ätherische Öle, die den Schleim lösen und das Abhusten erleichtern. In Efeu und in Primelblüten finden sich Saponine. Diese Stoffe verringern die Zähigkeit (Viskosität) des Schleims. Efeu enthält zudem Alpha-Hederin. Die Substanz weitet die Bronchien und erleichtert damit die Atmung. Extrakte aus Eibisch und Isländisch Moos enthalten Schleimstoffe, die sich im Rachen lindernd über die gereizte Schleimhaut legen.

Bei der Auswahl des passenden Hustensaftes gibt es einiges zu beachten. Deshalb ist es gut, sich von der Kinderärzt*in oder in der Apotheke individuell beraten zu lassen. Folgende Merkmale sind bei Hustensäften wichtig:

Altersempfehlung. Auch wenn es Präparate gibt, die schon ab der Geburt zugelassen sind: Zur Sicherheit sollten Säuglinge vor der Selbstmedikation mit einem Hustensaft ärztlich untersucht werden. Andere Säfte sind ab einem oder ab drei Jahren geeignet, Beratung dazu gibt´s in der Apotheke.

Frei von Alkohol. Weil Alkohol ein Nervengift ist, sollten insbesondere Kinder alkoholfreie Arzneimittel erhalten. Diese gibt es auch bei Hustensäften, allerdings sind auch mehrere alkoholhaltige Produkte zugelassen. In den Angaben zum Inhalt ist der Alkoholgehalt in Volumenprozent vermerkt. Der zugefügte Alkohol hat nichts mit der Wirkung des Saftes zu tun, er dient der besseren Löslichkeit der Substanzen und der Konservierung.

Konsistenz. Je dickflüssiger ein Hustensaft ist, desto besser bleibt er im Rachenraum „kleben“ und desto stärker ist dort seine Schutzwirkung. Sirupartige Hustensäfte sind deshalb besser als dünne, flüssige Präparate.

Geschmack. Vor allem bei Kindern ist es wichtig, dass der Hustensaft gut schmeckt. Deshalb hat auch das Kind bei der Auswahl ein Wörtchen mitzureden. Wer es lieber süß mag, freut sich über das Kirsch- oder Himbeeraroma mancher Säfte. Andere Kinder ziehen einen naturbelassenen Geschmack wie „krautig“ vor, für sie sind Säfte mit Thymiangeschmack zu haben.

Hinweis: Auch Hustensäfte müssen korrekt dosiert werden. Dafür ist den Präparaten in der Regel ein Messlöffel oder ein Messbecher beigefügt. Für kleinere Dosierungen – z.B. bei Säuglingen – sind jedoch Dosierpipetten besser. In manchen Hustensäften liegt eine solche Pipette bei. Ist dies nicht der Fall, bekommt man in der Apotheke eine kleine Spritze oder man erwirbt ein Set aus Kolbendosierpipette und Universalaufsatz.

Was tun bei trockenem Reizhusten?

Zu Beginn einer Erkältung ist der Husten oft trocken und quälend, vor allem nachts stört er beim Schlafen. Deshalb gibt es auch pflanzliche Hustensäfte, die vorwiegend reizlindernd als Hustenstiller dienen. Oder man greift zu synthetischen Hustenblockern (Antitussiva), die Reizhusten lindern. Frei erhältliche Wirkstoffe sind Pentoxyverin und Levodropropizin für Kinder ab zwei Jahren oder Dextromeorphan für Kinder ab sechs. Bei starkem Reizhusten kann die Ärzt*in Noscapin oder Dihydrocodein verschreiben.

Hinweis: Codein aus der Gruppe der Opiode ist zwar ein sehr effektiver Hustenstiller, für Kindern unter zwölf Jahren jedoch nicht geeignet . Bei ihnen kann der Wirkstoff sogar lebensgefährlich sein, weil er möglicherweise die Atmung reduziert.

Quellen: DAZ 2024, Nr. 3, S. 46

Autor*innen

Dr. med. Sonja Kempinski | zuletzt geändert am um 18:25 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.