Magenpförtnerenge

Nina Buday/Shutterstock.com
Wenn Säuglinge nach jeder Mahlzeit den gesamten Nahrungsinhalt erbrechen, könnte eine Magenpförtnerenge dahinter stecken.

Andere Wirkstoffe dieser Gruppe

Grippeimpfung für Kinder? Kindergesundheit aktiv stärken Barbie-Botox ist neuester Trend Kein Fencheltee für Kleinkinder! Wächst sich die Erdnussallergie aus? Impfmythen: Was wirklich stimmt Hand-Mund-Fuß-Krankheit und Herpangina Passivimpfung schützt Risikokinder Kinder: Psoriasis durch Passivrauch Kinder fit durch den Winter bringen Krebsverdächtiger Stoff im Gläschen Kein Fencheltee für Kleinkinder! Bessere Vorsorge für Jugendliche Karies sicher vorbeugen Ultraschall ersetzt das Röntgen Mitesser und Pickel weg-pflegen Fremdkörper in der Nase ADHS im Erwachsenenalter Aufschrecken im Schlaf ADHS im Erwachsenenalter Kinder vor Infekten schützen Rückenschmerzen bei Kindern Bluthochdruck nach schwerer Kindheit Masern & Keuchhusten im Vormarsch Kinderkrankheit Asthma Spucken und was dahinter stecken kann Bauchlage trainiert die Muckis Kinderaugen gut beobachten Buch-Tipp: Abnehmen für Kinder Kinderlähmung Windelausschlag Hitzeausschlag bei Kleinkindern Tic-Störung bei Kindern Schutz vor Hirnhautentzündung Bei Kindern Husten lindern Fehlbildungen durch Diabetesmittel? Rotaviren-Infektion bei Kindern Was Babyhaut gut tut Inkontinenz bei Kindern Rachitis Höhere Sterberate bei dicken Kindern Methylphenidat stört Wachstum nicht Schleichender Hüftkopfabrutsch Diagnose Legasthenie Impetigo Lern-App hilft beim Lesen-Lernen Wundermittel Salzspielplatz? Dellwarzen den Garaus machen Gedeihstörungen Nasenschleim spricht Bände Schiefhals Kopfläuse Hodendrehung bei Jungen Weniger Ritalin-Verschreibungen Autismus beim Baby erkennen RSV-Infektion bei Säuglingen Akne bei Jugendlichen Sandkasten: Brutstätte für Keime? Wenn Kinder schlecht träumen Augen auf bei Kindersonnencreme Motivation zum Sport für Kinder Blutschwämme bei Säuglingen Vorsicht bei der Schnuller-Wahl Impfen: Wann, wer, warum? Mumps Ferienfreizeit trotz Diabetes Typ 1 Ist mein Säugling krank? Sportbrille für Kinder Dreitagefieber: Wadenwickel helfen Kinder vor Erkältungen schützen Infektionskrankheiten vorbeugen Fiebersaft nicht selbst mixen! Pflege von Hautabschürfungen Keuchhusten gefährdet Baby Häufige Probleme der Jugendgynäkologie Hautreizung unter Windeln vermeiden Online-Tool berechnet Zuckerlimit Flüssigkeitsbedarf bei Fieber Angeborene Herzfehler bei Kindern Diabetes bei Kindern Schlafprobleme bei Kindern Akne bei Jugendlichen Tierbisse bei Kindern Karies sicher vorbeugen Kopfläusen den Garaus machen Schläge verändern das Gehirn Neue Methode gegen Kopfläuse Kortison gegen Neurodermitis Hilfe bei Schulstress Übergewicht und Adipositas bei Kindern Nickelfreisetzung von Spielzeug Autismus-Spektrum-Störung Erst ab sechs Jahren ins Hochbett Asthma-Risiko bei Kindern prüfen Erstgeborener Zwilling gesünder? Omikron macht Pseukokrupp Wasserkopf bei Frühchen Krampfanfälle bei Kindern Knochenbruch bei leichtem Sturz Nichts für Kinderohren: Lärm Hilfe gegen Windeldermatitis Gegen Masern punkten Verfrühte Pubertät häufig Nasenschleim spricht Bände Anzeichen für Neugeborenengelbsucht Wiederkehrende Mandelentzündung Erstgeborener Zwilling gesünder? ADS und ADHS Tabaksteuer kann Baby-Leben retten Impf-Verdrossenheit nimmt zu Dreimonatskoliken Ein Pieks weniger fürs Baby Fieberkrämpfe Mutters Coronaimpfung nützt dem Baby Autismus beim Baby erkennen Schwere Akne in den Griff bekommen Neue Methode gegen Kopfläuse Stillen reduziert Blutkrebs-Risiko Fehlsichtigkeit bei Teenies Keuchhusten gefährdet Baby Salztropfen verkürzen Schnupfen Passivimpfung schützt Risikokinder Schlaf erleichtern Karies sicher vorbeugen Kinderkrankheiten in Deutschland Dem plötzlichen Kindstod vorbeugen Aphthe: Entzündete Mundschleimhaut Was tun bei Bisswunden? Reisethrombose Beatmung von Frühchen Reiseübelkeit bei Kindern Mit Mobbing richtig umgehen Lebensmittelallergie bei Kindern Schlafmangel macht Teenager dick Osteopathie für Kinder „Rettet die Kinderstation“ Probiotika auch für Kinder? Wenn der Bauch weh tut Antipsychotikaverbrauch steigt an Großwuchs ADHS: Weniger Tabletten verordnet Winterspaziergang mit Baby Was ist ein Cochlea-Implantat? Wenn Kinder unter Durchfall leiden Abgeflachter Kopf beim Baby Einnässen Kampf der Kopflaus! Botulismus bei Säuglingen Neue Impfempfehlung für Kleinkinder Lippenherpes bei Säuglingen Passivimpfung schützt Risikokinder Fieberkrämpfe Bauchlage trainiert die Muckis Gefäßentzündungen bei Kindern Röteln Nabelkolik Gefahr im ersten Lebensjahr Tinnitus bei Teenies Was ist normal bei Babys Stuhlgang? Therapie der Mandelentzündung Neurodermitis bei Kindern Was ist normal bei Babys Stuhlgang? Refluxkrankheit bei Babys Gefahren fürs kindliche Genital Herzmuskelentzündung bei Kindern Mittagsschlaf im Vorschulalter? Stottern bei Jugendlichen Fremdkörper verschluckt? Blinddarmentzündung bei Kindern Mit Fluorid, aber ohne Titandioxid Läusealarm zu Schulstart Keuchhusten gefährdet Baby Abwehrschwäche durch Masern Bauchmigräne bei kleinen Kindern ADHS im Erwachsenenalter Kopfläuse effektiv behandeln Vorhautverengung Gelockertes Ellenbogengelenk Neue Krankheit entdeckt Heuschnupfen bei Kindern behandeln Frühchen haben schlechtere Karten Zäpfchen richtig anwenden Corona belastet Kinder extrem Pseudokrupp Was die Motorik bei Kindern fördert Frühchen haben schlechtere Karten Ausschlag mit nächtlichem Juckreiz Kleinkinder erkunden Fremdkörper Kampf der Gürtelrose! Impfen trotz Hühnereiweißallergie Fieberalarm beim Baby Sprachentwicklung bei Stottern Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Kindern Neue Vorsorge beim Kinderarzt Scharlach Infekte bei Kleinkindern Safer Internet Day 2017 Clowns für die Kinderchirurgie Mandeloperationen bei Kindern Vitamin-D-Mangel bei Diabetes Vorsicht mit Vitaminpillen für Kinder! Kopfläusen den Garaus machen Keine Angst vor Impfungen Schütteltrauma bei Kleinkindern Spracherwerb: Babysprache aktiviert Gehirn Kleinkind in Oberschenkel impfen Schulprobleme, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Rechenstörung Harnwegsinfekte bei Kindern Brechdurchfall: Vorsicht, ansteckend Warum schreien Babys? Therapien bei Bettnässen Auffälligkeit Brustdrüsenschwellung Gynäkomastie Fieber messen bei Kindern Frühkindlicher Autismus Masern Übergewicht bei Kindern Kurzes, abgeschlossenes, unerklärliches Ereignis (BRUE) Keuchhusten Fieber bei Babys und Kleinkindern Kinderhaut richtig pflegen Gestörte Sprachentwicklung Medikamente für Kinder Wenn Wachsen weh tut Blinddarmentzündung bei Kindern Gelbsucht beim Neugeborenen Auch mit Neurodermitis ins Wasser! Gelbsucht beim Neugeborenen Flache Stelle am Hinterkopf Stillen reduziert Blutkrebs-Risiko Ist mein Säugling krank? Diabetes bei Kindern Pflanzliche Mittel für Kinder Kindern Arznei geben Kinder vor Lärm schützen! Beikost ab Ende des 4. Monats? Infektionsneigung bei Kindern Immer mehr junge Leute abhängig Bei Kindern Husten lindern Nachtkorsett reicht oft bei Skoliose Sodbrennen bei Kindern 7 Fakten gegen Impfmythen Selbstbestimmte Ernährung von Babys Kommt die Impfpflicht gegen Masern? Keine Mandeln für Kleinkinder Wundermittel Salzspielplatz? Verhütung bei Jugendlichen Schiefhals Was tun bei Übergewicht im Kindesalter? Plötzlicher Kindstod Mit Fluorid, aber ohne Titandioxid Hochsaison für Warzen E-Zigaretten-Gefahr für Kinder Infektionsneigung bei Kindern Blinddarmentzündung bei Kindern Europäische Impfwoche 2014 Wintersport mit Kindern Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Kindern Verzögerte Sprachentwicklung Windelausschlag Säuglinge vor Masern schützen Sparsam mit CT bei Kindern! Hitzefolgen bei Kindern erkennen Probiotika auch für Kinder? Geschwollene Lymphknoten bei Kids Kleinwuchs Infektionen im Schwimmbad vorbeugen Schüßler-Salze für Babys Blinddarm: Auch ohne Bauchschmerz Therapie bei Hodenhochstand Früher mit dem Zukleben starten Herzgeräusche bei Kindern Was tun bei Übergewicht im Kindesalter? Furcht vor Kinderkrankheiten Motivation zum Sport für Kinder Krätzmilbe bei Kindern Lungenfunktion von Stadtkindern Hilfe für rote Babypopos Wenn Kinder unter Durchfall leiden HPV-Impfung schützt vor Krebs Wie Smartphones krank machen Kinder mit Diabetes Typ 1 Kleine Heuschnupfen-Patienten Telemedizin beim Kinderarzt Winterdepression bei Kindern Rachitis Hüftfehlstellungen bei Babys Krank durchs Zahnen? Bauchmigräne bei kleinen Kindern Ringelröteln Nierenschäden bei Kindern Wieso schielt mein Kind? Was beugt Mückenstichen vor? Hüftschnupfen bei Kindern Dem plötzlichen Kindstod vorbeugen ADHS im Erwachsenenalter App für Eltern von Frühgeborenen Disko statt Weihnachten Kinder: Schnarchen stört Verhalten Vorsicht mit Vitaminpillen für Kinder! Schielen bei Kindern Dreitagefieber Hautausschläge und Hautpflege bei Babys Leukämie bei Kindern Wächst sich die Erdnussallergie aus? Frühchen haben schlechtere Karten Kinder als Überträger der Grippe 7 Tipps fürs sichere Grillen Hodenkrebs bei Jungen Grippe oder Covid-19 beim Kind? Keine Knopfzelle in Kinderhand! Harnwegsinfekt mit Fieber Windpocken 2 Tage Smartphone-Verbot! Wenn junge Seelen leiden Madenwürmer: Wenn´s am Po juckt Madenwürmer: Wenn´s am Po juckt Neurodermitis durch hartes Wasser? Übergewicht und Adipositas bei Kindern Schlafmangel fördert Übergewicht Wenn Kinder unter Durchfall leiden Masern auf dem Vormarsch Faktencheck zu Kopfläusen Stottern bei Jugendlichen Fluoridlack auf Kasse Notfallzäpfchen richtig anwenden! Bei Kindern Husten lindern Komplikationen bei Masern-Infektion Medikamentengabe bei Kindern Diabetes Typ 1 bei Kindern Der Goldene Äskulapstab Vorzeitige Pubertät Autismus-Spektrum-Störung Keine Wasserperlen für Kleinkinder! Auch mit Neurodermitis ins Wasser! Pubertätsverzögerung und verfrühte Pubertät Baby-Akne mit Wasser behandeln

Magenpförtnerenge (Pylorusstenose): Ausschließlich im Säuglingsalter auftretende Erkrankung des Magenausgangs, bei der die Säuglinge nach jeder Mahlzeit den ganzen Mageninhalt erbrechen.

Etwa 3 von 1000 Neugeborenen sind betroffen. Die Babys sind fast immer 2 Wochen bis 3 Monate alt. Die Magenpförtnerenge heilt bisweilen spontan aus, macht aber häufig einen operativen Eingriff notwendig.

  • Schwallartiges, strahlartiges Erbrechen rund eine halbe Stunde nach jeder Mahlzeit
  • Gieriges Trinken trotz des Erbrechens
  • Dehydratation, Gewichtsverlust, Abnahme der Urinmenge (zunehmend trockene Windeln) innerhalb weniger Tage
  • Apathie (Teilnahmslosigkeit)
  • Gelegentlich tastbarer Widerstand im Oberbauch, sichtbare peristaltische Welle durch die Bauchwand des Magens.

Heute noch, wenn

  • Ihr Baby immer wieder schwallartig nach dem Trinken erbricht und nicht an Gewicht zulegt.
  • das Erbrochene säuerlich sowie stechend riecht.
  • die Beschwerden seit Tagen zunehmen.

Krankheitsentstehung

Beim normalen Spucken werden meist nur kleine Mengen der Nahrung ausgespuckt, und dem Kind geht es dabei gut. Anders bei der Magenpförtnerenge: Die Muskelzüge des Magenausganges (Magenpförtner oder Pylorus) haben sich dabei so sehr verdickt, dass der Magenausgang zusammengedrückt wird. Die Nahrung gelangt nun nicht mehr in den Darm, sondern staut sich im Magen, und zwar so lange, bis der Druck im Magen so hoch wird, dass die Nahrung schwallartig nach oben befördert wird.

Ursachen und Auslöser

Verursacht wird die Erkrankung durch die Verdickung der ringförmigen Muskulatur am Übergang zwischen Magen und Zwölffingerdarm (der "Magenpförtner"), was eine Verengung und Blockade des Durchganges bewirkt.

Die genaue Ursache für die Verdickung ist nicht bekannt, das familiär gehäufte Auftreten lässt eine Beteiligung genetischer Faktoren vermuten.

Selten führen narbige Verwachsungen bei einem Tumor oder Magengeschwür zur Magenpförtnerenge.

Risikofaktoren

Die Magenpförtnerenge betrifft Jungen 5-mal häufiger als Mädchen, zudem ist sie bei Erstgeborenen häufiger als bei den Nachgeborenen. Warum das so ist, ist unbekannt.

"Flaschenkinder". Nicht gestillte Kinder haben ein 4-fach erhöhtes Risiko zu erkranken.

Antibiotika. Haben Säuglinge in den ersten Lebenswochen Antibiotika zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten (sog. Makrolide) erhalten, ist das Risiko um das 30-Fache erhöht.

Palpation. Durch Abtasten fühlt der Kinderarzt manchmal den verdickten Pförtner wie eine Olive im Bauchraum.

Ultraschalluntersuchung. Diese Standarduntersuchung zur Diagnose ist zuverlässig und weist den verdickten Pförtner nach.

Röntgen. Anders als beim Ultraschall lässt sich beim Röntgen auch eine evtl. vorliegende gastro-ösophageale Refluxkrankheit nachweisen.

Labordiagnostik. Auch Blutbild, Elektrolyte, Creatinin, Harnstoff, Glukose und Blutgasanalyse liefern Ergebnisse.

Abwarten. Bei einem leichten Verlauf oder noch nicht ganz geklärter Ursache wird zunächst abgewartet. Die "Behandlung" besteht dann darin, den Säugling häufiger und mit kleineren Portionen zu füttern bzw. zu stillen. Evtl. bekommt das Baby ein krampflösendes Arzneimittel (Spasmolytikum), das eine Entspannung der Muskulatur bewirkt.

Operation. Ist die Diagnose gesichert, wird meist noch am selben oder am darauf folgenden Tag operiert. Denn nur durch eine kleine Operation lässt sich die Engstelle rasch und komplikationsarm beseitigen. Bei diesem Eingriff wird der Pförtner in Längsrichtung eingeschnitten (lat. Pylorotomie), sodass sein Durchmesser aufweitet. Die Pylorotomie wird heute auch minimalinvasiv (laparoskopisch) durchgeführt.

Die Magenpförtnerenge wie auch Pylorotomie bergen kein Sterblichkeitsrisiko.

Was Sie als Eltern tun können

Nach der Operation erholt sich der Säugling in der Regel schnell. Dennoch sollten Sie in den ersten Tagen nach der Operation die gefütterten Nahrungsmengen erst allmählich steigern. Nimmt der Säugling an Gewicht zu und ist sein Zustand gut, reicht eine Kontrolle beim Kinderarzt nach 1–2 Wochen aus.

Autor*innen

Dr. med. Herbert Renz-Polster in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung der Sektionen „Beschreibung“, „Symptome und Beschwerden“, „Wann zum Kinderarzt“, „Die Erkrankung“, „Diagnosesicherung“, „Behandlung“ und „Ihre Apotheke empfiehlt“: Dagmar Fernholz | zuletzt geändert am um 14:24 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.