Überwässerung

Person mit ödematösen Beinen. Ein Zuviel an Flüssigkeit lagert sich oft ganz unten ab - in den Beinen.
Ödeme sind ein häufiges Symptom bei Überwässerung

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Überwässerung (Hyperhydratation, Volumenüberlastung): Zu viel Wasser im Körper. Dies führt zu Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen im Bindegewebe (Ödeme), und u. U. auch in der Lunge oder im Bauchraum (Aszites). Bedrohlich sind die Folgeprobleme vor allem durch die entstehende Überlastung von Herz und Lunge. Das Zuviel an Flüssigkeit wird meist mithilfe von Entwässerungsmitteln ausgeschwemmt. Um weiteren Flüssigkeitsansammlungen vorzubeugen, muss die zugrundeliegende Erkrankung behandelt werden.

  • Geschwollene Füße und Unterschenkel (Ödeme)
  • Vermehrter Bauchumfang
  • Gewichtszunahme
  • Beschleunigter Herzschlag
  • Atembeschwerden
  • Schwindel, Kopfschmerzen
  • Bewusstseinsstörung.

Sofort bei Bewusstseinsstörungen oder Atembeschwerden.

In den nächsten Tagen bei geschwollenen Beinen und unerklärbarer Gewichtszunahme.

Ursachen

Die Überwässerung ist ein Symptom, das durch viele verschiedene Mechanismen und Krankheiten ausgelöst werden kann. Häufigste Ursachen sind

  • Herzinsuffizienz: Bei einer Herzschwäche kann das Herz das Blut nicht mehr ausreichend durch den Körper pumpen. Das Blut staut sich in den Gefäßen, wodurch der Gefäßdruck steigt. In der Folge tritt Flüssigkeit ins Gewebe aus und es bilden sich Ödeme.
  • chronische Niereninsuffizienz: Wenn die Niere nicht mehr in der Lage ist, überschüssiges Wasser auszuscheiden, sammelt es sich im Körper an.
  • eigenmächtiges Weglassen von Diuretika (harntreibende Medikamente), die der Körper des Betroffenen aber braucht, um die nötige Urinmenge zu produzieren.
  • medizinische Maßnahmen im Krankenhaus, insbesondere ein Zuviel an Infusionen.

Zu den selteneren Ursachen gehören nephrotisches Syndrom, Leberzirrhose, Hyperaldosteronismus (Überfunktion der Nebennierenrinde) und Unterfunktion der Schilddrüse.

Eine weitere seltene Ursache für eine Überwässerung ist übermäßiges Trinken, z. B. bei Sportler*innen oder bei Menschen, die an einer psychogenen Polydipsie (übermäßigem Durst) leiden.

Klinik

Je nachdem, wo sich bei einer Überwässerung die vermehrte Flüssigkeit einlagert, kommt es zu verschiedenen Symptomen.

Gewichtszunahme. Eine Überwässerung ist so gut wie immer von einer Gewichtszunahme begleitet. Sie gilt bei Patient*innen mit Herzinsuffizienz oder Nierenschwäche als Alarmsymptom, dass sich die zugrundeliegende Erkrankung verschlechtert.

Periphere Ödeme. Staut sich das Blut in den Beinvenen, entwickeln sich Ödeme. Typischerweise beginnen diese dort, wo die Schwerkraft am stärksten ist – an den Füßen und im Knöchelbereich. Neben den sichtbaren Schwellungen kommt es im betroffenen Bereich zu Spannungen und Schmerzen, meist passen auch die Schuhe nicht mehr. Nimmt die Überwässerung weiter zu, können sich die Ödeme auf die Unter- und Oberschenkel und sogar bis in den Genitalbereich ausbreiten.

Lungenödem. Bei einer Linksherzinsuffizienz staut sich das Blut vor dem Herzen in den Lungenvenen. Tritt Flüssigkeit aus den Gefäßen in das Lungengewebe, entwickeln die Patient*innen Atemnot. Die Atmung wird schneller und flacher, manchmal hört man auch rasselnde Atemgeräusche. Bei Sauerstoffmangel können sich Haut und Schleimhäute blau verfärben.

Lidödeme. Bei manchen Patient*innen führen Nieren- oder Herzinsuffizienz zu einer ausgeprägten Wasseransammlung in den Augenlidern.

Aszites. Auch im Bauchraum kann sich bei Überwässerung Flüssigkeit ansammeln. Der Bauchumfang schwillt dabei an, oft entwickeln sich Druckgefühle und Schmerzen im Bauch. Durch den vermehrten Druck auf Darm und Magen leiden die Betroffenen oft unter Übelkeit, Appetitlosigkeit, Verstopfung und Blähungen.

Hirnödem. Bei Wassereinlagerungen im Gehirn drohen Kopfschmerzen und Schwindel. In schweren Fällen, die mit Verschiebungen der Elektrolyte einhergehen, kann es zu Bewusstseinsstörungen und Krämpfen kommen.

Anasarka. Von Anasarka spricht man, wenn die Überwässerung alle Körperregionen betrifft und es dadurch zu Schwellungen im gesamten Körper kommt.

Die Ärzt*in fragt nach Beschwerden wie Atemnot, Gewichtszunahme und der allgemeinen Krankengeschichte. Bei der körperlichen Untersuchung wird auf Ödeme geachtet und die Lunge abgehört. Außerdem wird das Gewicht ermittelt.

Mit bildgebenden Verfahren lassen sich Ödeme nachweisen: Röntgenaufnahmen zeigen Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge, außerdem kann man Form und Lage des Herzens beurteilen. Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums helfen dabei, einen Aszites zu identifizieren.

Anhand von Laboruntersuchungen kann man häufig die Ursache der Überwässerung einkreisen. Bestimmt werden dabei vor allem die Elektrolyte im Blut (Natrium und Kalium), aber auch die Nierenwerte. Auch Urinuntersuchungen helfen weiter. Aussagekräftig sind insbesondere die Menge, die in 24 Stunden ausgeschieden wird, und die Konzentration des Urins.

Liegt der Überwässerung eine behandelbare Erkrankung wie z. B. eine Herzinsuffizienz oder eine hormonelle Störung zugrunde, muss diese entsprechend therapiert werden. Zum schnelleren Entwässern werden Diuretika verabreicht. Dabei handelt es sich um Medikamente, die über verschiedene Mechanismen Salz und Wasser aus dem Körper befördern.

Abhängig von ihrer Wirkung werden Diuretika in vier Gruppen eingeordnet:

  • Thiazide: Thiazide wie Hydrochlorothiazid oder Xipamid hemmen die Rückresorption von Natrium und Chlor in den Körper, sodass diese in Form von Salzen vermehrt über den Urin ausgeschwemmt werden. Diese Salze "ziehen" Wasser mit sich, sodass sich sowohl der Blutdruck als auch eventuell vorhandene Ödeme verringern. Die Urinmenge steigt nur mäßig.
  • Schleifendiuretika: Schleifendiuretika wie Furosemid, Piretanid oder Torasemid wirken ähnlich, aber stärker als Thiazide, sodass sie auch bei fortgeschrittenem Nierenversagen eingesetzt werden. Sie dienen dazu, schnell viel Wasser aus dem Körper zu schwemmen, z. B. beim Lungenödem.
  • Kaliumsparende Diuretika: Kaliumsparende Diuretika wie Spironolacton, Triamteren oder Amilorid vermindern den Kaliumverlust über den Urin. Da sie alleine nur schwach wirken, kombiniert man sie meist mit anderen Diuretika.
  • Osmotische Diuretika. Diese Entwässerungsmittel setzt man vor allem bei Hirnödemen ein. Sie senken den Hirndruck, indem sie rasch die vermehrte Flüssigkeit aus dem Hirngewebe in die Blutgefäße ziehen. Ein Beispiel ist Mannitol.

Was Sie selbst tun können

Verordnet die Ärzt*in ein Diuretikum, sollten folgende Hinweise beachtet werden:

  • Anfangs täglich, später mindestens wöchentlich Gewicht und Blutdruck überprüfen (zur Kontrolle des Wasserverlusts).
  • Die Tabletten am besten morgens einnehmen. Weil Diuretika den Harndrang verstärken, wird sonst die Nachtruhe gestört.
  • Auf Nebenwirkungen achten – hier besonders auf Herzstolpern und Muskelkrämpfe.
  • Bei starkem Schwitzen, Fieber oder Durchfall drohen Austrocknung und Elektrolytmangel. Wer Diuretika einnimmt, muss dann besonders auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit und Elektrolyten achten und im Zweifel rechtzeitig in die Arztpraxis gehen.
  • Bei Ödemen oder Herzinsuffizienz die mit der Ärzt*in besprochene Trinkmenge sorgfältig einhalten.
  • Für Diabetiker*innen: Diuretika können den Glukosespiegel im Blut erhöhen. Der Blutzucker ist anfangs sehr oft zu kontrollieren.
  • Zurückhaltung bei Lakritz. Ein sehr hoher Lakritzkonsum kann die Wirkung von Diuretika steigern und zu einem Kaliummangel führen.
  • Kalium- und Vitamin-D-Präparate wegen der Gefahr einer Überdosierung nur in Absprache mit der Ärzt*in einnehmen.

Autor*innen

Ruth Mamerow, Dr. med. Arne Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski | zuletzt geändert am um 14:35 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.