Elektrokardiogramm (EKG)

Andere Wirkstoffe dieser Gruppe

Plötzlicher Herztod Organtransplantation Aortendissektion: lange unterschätzt Ventrikuläre Herzrhythmusstörungen – Kammerflimmern, Kammerflattern, ventrikuläre Extrasystolen, Kammertachykardie Meinungsumfrage zur Organspende Klinische Untersuchungen der Durchblutung Süßstoff in der Diskussion Vorsicht bei Energy-Produkten Lyse-Therapie nach Schlaganfall Rezeptfreie Mittel mit Diclofenac Mode-Diäten belasten das Herz So kommen Beinvenen in Schwung Nitrospray richtig anwenden Individuelle Beratung bei Diabetes Herzinfarkt: Eigenes Risiko erkennen E-Auto laden zu gefährlich? Sehstörung nach Schlaganfall Kakao stärkt Muskeln Welche Diät ist gut fürs Herz? Endokarditis Erneutem Herzinfarkt vorbeugen Tipps gegen den Durst Koronare Herzkrankheit Frauenherzen schlagen anders Keine Impotenz durch Blutdrucksenker Harndrang deutet auf Herzkrankheit hin Thrombose kann jeden treffen Tödliche Herzerkrankungen SMS verbessert Blutdruckwerte Rauchstopp lohnt sich auch fürs Herz Tierische Therapeuten Medikamente bei chronischer Herzinsuffizienz Hoher Blutdruck und schwanger Herzgesund durch Essen und Bewegung Neuer Herzinfarkt-Test Treppentest fürs Herz Schleichende Herpesinfektion Rheumatische Beschwerden bei Gicht Wieviel Ei darfs sein pro Tag? Bewegen bringt Segen Blutdruckwerte sinken Salzreduktion schützt das Herz Cholesterinsenkende Medikamente Pausenbrot: der unterschätzte Snack So reisen Herzkranke ohne Risiko High Heels: Sexy, aber ungesund Präsenz-Apotheke gehört zum Leben Optimismus schützt das Herz Situation nach Schlaganfall So reisen Herzkranke ohne Risiko Wenig Schlaf erhöht Blutdruck Schlaganfall sofort erkennen Aufbau des venösen Gefäßsystems Früherkennung von Aneurysmen Herzschützender Rotwein Frauen werden schlechter behandelt Besser nachts als tagsüber schlafen Buchtipp Functional Food Wasserspaß mit Aqua-Fitness Kreislaufprobleme im Sommer Mittagsschlaf als Blutdrucksenker? Länger leben mit Sex Notfallausweis für Herzpatienten Gesund saunieren Keine Gleichberechtigung beim Herz Mikronährstoffe fürs Herz Herzinfarkt-Warnzeichen: Beinschmerz Blutdruck richtig selbst messen Herzdruckmassage auch bei Frauen! Nitrospray richtig anwenden Ärger schadet den Gefäßen Schokolade hilft gegen Stress Angiodysplasien und AV-Fisteln Risiko für Gefäßverschlüsse Sport im Online-Fitness-Studio Chronischer Lungenhochdruck Gerinnungshemmende Medikamente Vorwissen hilft bei Herzinfarkt Herzdruckmassage rettet Leben Optimismus erhöht gutes Cholesterin Herzgesundheit: Jeder Schritt zählt Bluthochdruck Selber Blutdruckmessen Schlafmangel erhöht Blutdruck Schmerzhafter Wadenkrampf Bluthochdruck im Sommer Blutdruck-Therapie senkt Demenzrisiko Stress im Job belastet das Herz Sterblichkeit bei Herzerkrankungen Migräne und geistiger Abbau Süßstoff in der Diskussion Blutdruckmessung Schnelle Hilfe bei Insektenstichen Sport bei koronarer Herzkrankheit Blutdruck messen nicht vergessen! Vorsicht mit Omega-3-Fettsäuren Herzklappenprothesen Musik und Bewegung fürs Herz Das Immunsystem stärken Vitamin D ist gut für die Gefäße Krebstherapie ohne Folgen fürs Herz Langes Sitzen vermeiden Herzkatheteruntersuchung Der Hitze die Stirn bieten Handeln bei akutem Bluthochdruck Geringes Durstgefühl bei Senior*innen Plötzlicher Herztod durch Cannabis E-Auto laden zu gefährlich? Plötzlich auftretende Kopfschmerzen Herzrhythmusstörung beim Fötus Herzinfarkt im jungen Alter Herzgesundheit bei Diabetes Verengung der Halsschlagader Herzbeutelentzündung Schnarchen lässt Arterien verkalken Herzfehlbildungen bei Babys Koronare Herzkrankheit (KHK) und stabile Angina pectoris Trinkmenge bei Herzleiden Hohen Blutdruck mit Kalium senken Pulsmessen beugt Schlaganfall vor Vegetarier seltener herzkrank Macht Kaffee gesund? Blutspenden senkt Blutdruck Fit in den Frühling Bluthochdruck bei unter 30-Jährigen Herzinfarkt bei Frauen Spaziergang mit Kaugummi Zartbitter schützt vor Herzinfarkt Ausdauersport stärkt Herz Verstopfte Gefäße: Rote-Bete-Saft senkt Blutdruck Röntgenuntersuchungen in der Kardiologie Psychotherapie nach Herz-OP Herzmuskelentzündung Handy und Herzschrittmacher Blutdruckselbstmessgeräte Vorsorge Patientenverfügung Neuer Vorsorge-Test für Neugeborene Mit Migräne am Puls der Zeit Herzflimmern und geistiger Abbau Im Eis eingebrochen Angeborene Herzfehler bei Kindern Risiko für Herz-Kreislauf-Leiden Herzfehler, angeborene Lebensrettende Elektroschocks Buchtipp: Schwarz und stark Kaffee: Keine Gefahr fürs Herz Sport als Therapie Schwere Beine leichter machen Blutgruppe bestimmt Herzgesundheit Fit durch Schneeschippen Apotheker gegen Diabetes Sport als „Lebensversicherung“ Bei der Arbeit genug trinken Sport als Medizin Hitzschlag in der Sauna Herz-Vorsorge für Schulkinder Noch mehr runter mit dem Blutdruck? Medikamente bei Koronarer Herzkrankheit (KHK) Hitzschlag in der Sauna Fülligen Kindern droht Herzschwäche Weihnachtstage belasten das Herz Syndrom des gebrochenen Herzens Handy und Herzschrittmacher Arterielle Verschlusskrankheit der Darmgefäße Herzschwäche nach Herzinfarkt 9 Ernährungstipps fürs Herz Leichter Bluthochdruck Schlaganfall sofort erkennen Thrombosegefahr bei Schwangeren Herz-Gefahr in der Business-Class? Herzkrank in die Sauna? Bluthochdruck richtig behandeln Salzersatz senkt Infarktrisiko Sterblichkeit bei Herzleiden sinkt Arterielle Hypotonie und orthostatische Dysregulation Erste Hilfe bei Schlaganfall Ausdauersport oder Krafttraining Kalte Temperaturen gefährden Herz Tabakwerbung verbieten Mit Elan ins Frühjahr starten So funktionieren Herz und Kreislauf Kaffeetrinken gegen Diabetes Schlaganfall 9 Ernährungstipps fürs Herz Ödeme Blutdruck im Gleichgewicht halten Welche Diät ist gut fürs Herz? Dem Kreislauf Beine machen Mit Hochdruck in den Urlaub Nachsalzen gefährdet das Herz Im Sommer auf Ozonwerte achten So macht der Weg zur Arbeit fit Diabetesfolgen bei Frauen Schlaganfall trifft nicht nur Ältere Versorgung bei Herzschwäche Supraventrikuläre Extrasystolen, Vorhofflimmern, Vorhofflattern, paroxysmale Tachykardie Ein Leben retten Herz-OP überleben Ärger schadet den Gefäßen Herzinfarkt-Rate geht zurück Lymphödem Defibrillatorweste statt Operation Aspirin beugt Krebs vor So kriegt das Blut sein Fett weg Plötzlicher Herztod Schon 6.000 Schritte gut für´s Herz Herzinfarkte nach Zeitumstellung Morgens oder abends schlucken? Arterienverkalkung umkehrbar? Sensor-Strumpf bei Diabetes Cholesterinsenker gegen Depressionen? Schlaganfall sofort erkennen Krampfadern frühzeitig behandeln Längere Bettruhe birgt Risiken Schlaganfall-Risiko bei Diabetes „Raucherbein“ auf dem Vormarsch Neue Handys stören Schrittmacher Wenn Beine keine Ruhe geben Umweltzone senkt Arzneikosten Aufbau des arteriellen Blutgefäßsystems Reisethrombose Kardiologen empfehlen Radfahren Nichtraucherschutzgesetze retten Leben Eisenmangel bei Herzschwäche Blutspenden senkt Bluthochdruck Gesundheitscheck für Diabetiker Blutdruck ohne Medikamente senken Herz- und Gefäßleiden Venenleiden langfristig vorbeugen Angina pectoris trotz Bypass Unterkühlen auch bei Sonne möglich Schutzwirkung von Cholesterin Wenn die Aorta durchbricht Kaffee gegen Bluthochdruck? Schwaches Herz? Auf Eisen achten! Start der bundesweiten Herzwochen Letzte Chance Herztransplantation Krampfadern Ferien für Kinder mit Diabetes Typ 1 Blutdruckmessen will gelernt sein Reisethrombose Blutdruckmessgeräte im Test Handy und Herzschrittmacher Klinische Untersuchungen des Herzens Pflanzliche Mittel gegen Venenleiden Aortenaneurysma Vorboten des Schlaganfalls Blutdruckmessgeräte im Test Aortendissektion Gehtraining muss weh tun Richtig verhalten bei Herzrasen Diabetes und schwaches Herz Katheter-Behandlung bei Schlaganfall Flexible Gefäßstützen Venenklappen reparieren Sommernächte riskant fürs Männerherz Koronare Herzkrankheit Nach Infarkt Beine stärken Das Viertele ist doch nicht gesund Herzinfarkt abhängig vom Wohnort Neues Warnzeichen bei Herzschwäche Medikamente bei Bluthochdruck Herzerkrankung: Reisen erlaubt Kranke Leber erhöht Blutdruck Herz-Gefahr in der Business-Class? Impfung gegen Schlaganfall? Wiederbelebung nach Herzstillstand Risikofaktor Bauchfett Plötzlicher Herztod seltener Implantat-Pass nach Stent-Einsatz Herzinfarkt, akutes Koronarsyndrom und instabile Angina pectoris Herzinfarkt Schlechter Schlaf, schwaches Herz Barfuß laufen Herzinsuffizienz bei Frauen Dauerstress gefährdet Gesundheit Gute Vorsätze für die Venen Rosskastanien: Herzgeräusche bei Kindern Andere Darmflora bei Herzschwäche So reisen Herzkranke ohne Risiko Warum gähnen wir? Studie: Altruismus ist Herzenssache Munter durch die WM Mittelmeerküche bei Nierenkrankheit? Nach Infarkt Beine stärken Wie Salz den Blutdruck beeinflusst Seilspringen macht Schule Krafttraining senkt Bluthochdruck Deutsche sind viel zu träge Gefäßentzündungen bei Kindern Nordic Walking stärkt Herz Im Eis eingebrochen Nach Infarkt Beine stärken Innovative Untersuchungsverfahren in der Kardiologie Gesundes Herz im Winter Anzeichen für Herzinfarkt Nachsalzen gefährdet das Herz Vorhofflimmern bei Diabetes So kriegt das Blut sein Fett weg Herzklappenfehler, erworbene Herzschrittmacher-Therapie Bewegungsverhalten von Kindern Dauerhafter Lärm macht krank Vorsicht mit Omega-3-Fettsäuren Nickelbelastung durch Implantate? Gerinnungshemmer bei Herzflimmern Hitze bei Bluthochdruck gefährlich Gutes Cholesterin und Herzleiden Arteriosklerose Auch E-Bike fahren macht fit Bundesteilhabegesetz beschlossen Herzinfarktrisiko bei Beinschmerz Ursachen für Bluthochdruck Venenfallen im Überblick Buchtipp: Tödliche Hamburger Hoffnung für Endokarditis-Patienten Herzschwäche: Notfall erkennen Wie unser Lebensstil uns schadet Herztransplantation Blutdruck selber messen Plötzlichem Herztod vorbeugen Sport für Stillende Nach Stent-Einsatz am Herz Niedriger Blutdruck – hohes Risiko Walnüsse: Blutdruck richtig messen Flugreise trotz Herzerkrankung Was hilft gegen niedrigen Blutdruck? Neue OP-Technik bei Lymphstau Neue Therapie bei Bluthochdruck Wandern ist gesund Plötzlicher Herztod beim Sport Reisethrombose vorbeugen Blutdruck: Einzelmessung ungenau Fahrradfahren im Winter Erbliche Ursachen für Herzinfarkt 8 Punkte für die Herzgesundheit Herzinsuffizienz, chronische Heiße Nächte bedrohen das Gehirn Süßstoff in der Diskussion Herzinfarkt bei Diabetikern Erste Hilfe bei Herzstillstand Schlaganfall und Diabetes Herzklappen-Ersatz per Katheter Selber Blutdruckmessen Doppelt gegen verengte Gefäße? Elektroauto mit Herzschrittmacher? Depressionen gefährden das Herz Richtwerte für Bluthochdruck Neue Hoffnung bei Herzschwäche Periphere arterielle Verschlusskrankheit Medikamente bei akutem Koronarsyndrom Nach Schlaganfall viel trinken Zu viel Loperamid schadet Herz 8 Punkte für die Herzgesundheit Plötzlichem Herztod vorbeugen Übergewicht bei Jugendlichen Plötzlich mehr Kilos auf der Waage Kalte Füße aufwärmen Doppelt gegen verengte Gefäße? Wertvolle Walnüsse Verkehrslärm schadet dem Herz Herz aus dem Takt Herzcheck für Leistungssportler Überhitzung bei Babys & Kindern Weniger Therapietreue bei Generika Was hilft gegen niedrigen Blutdruck? Herzmittel Digitalis gefährlich? Thrombose in den Beinvenen (tiefe Beinvenenthrombose, TVB) Adipositas belastet Herz OP hilft bei schwerem Bluthochdruck Rheuma erhöht Schlaganfall-Risiko Schlaganfall durch Gefäßverkalkung Rotes Fleisch verkürzt das Leben Erste Anzeichen für Venenleiden Sport bei Hitze Beim Entwässern auf Natrium achten Infarkt trifft Frauen anders Ernährungstrends im Überblick Smartwatch-Funktionen im Warentest Wann spricht man von einem Schock? Natürliche Hilfe bei Hämorrhoiden Bewusstlosigkeit bei Kindern Herzultraschall Chronisch venöse Insuffizienz und offenes Bein Schweren Beinen vorbeugen Homöopathie fürs Herz Rauf aufs Rad Hohe Dunkelziffer bei Diabetes Blutdruck senken schützt Gehirn Das Herzinfarktrisiko kennen Gut für die Venen: Kastanien und Wein Herz-Kreislauf-Mittel und Hitze Blutdruck selber messen Smartwatch-Funktionen im Warentest Blutzucker aktiv senken bei Diabetes Lymphangitis Mit Gemüse gegen Schlaganfall Ausdauersport verjüngt Die medizinischen Fachgebiete Kardiologie und Angiologie Kardiomyopathien Keine Zeit für Sport Therapie nach Schlaganfall Unerkannter Bluthochdruck Thrombosen von Antibabypillen Für Sport ist es nie zu spät Neigung zu Bewusstlosigkeit Blutdruck richtig messen Diabetes führt zu Potenzproblemen Aufbau und Funktion der Lymphgefäße Verstopfte Venen: Symptome eines Schlaganfalls Herzgesund leben Terminnot bei Herzspezialisten Aspirin gegen Herzinfarkt Venenleiden: Vorboten erkennen Morgens oder abends schlucken? Herzschwäche bei Schwangeren Das Viertele ist doch nicht gesund Krampfadern drohen auch im Winter Defibrillator: Vorsicht mit Magneten Tipps für den Freibadbesuch E-Mail-Stopp senkt Herzfrequenz Testen Sie Ihr Herzinfarkt-Risiko Gefahr fürs Herz: Luftverschmutzung Blutdruck senken: Auch hohe HDL-Werte sind schädlich Geschlechterunterschied bei Diabetes Kälte belastet das Herz Motorik-Defizite nach Schlaganfall Reanimation durch Laien Todesursache Luftverschmutzung Bluthochdruck Herzmuskelentzündung bei Kindern Salzersatz senkt Infarktrisiko Kunst in der Schlaganfall-Behandlung Karotissinus-Syndrom Herzrhythmusstörungen Schwere Beine leichter machen Bluthochdruck im Schlaf senken Thrombophlebitis Schlafmangel schwächt das Herz Lipödem Wenn Beine keine Ruhe geben Hoher Blutdruck nach Kaffeegenuss? Wenn Fußball ins Herz trifft

Ruhe-EKG. Bei der Herzaktion fließen winzige elektrische Ströme in den Herzmuskelzellen. Die Summe der elektrischen Ströme aller Herzmuskelzellen wird im Elektrokardiogramm (EKG) aufgezeichnet; das typische EKG ist das Ruhe-EKG im Liegen. In den Aufzeichnungen dieser elektrischen Herzstromkurven spiegeln sich viele Funktionsstörungen der Herzmuskelzellen wider.

Sehr viele Herzerkrankungen fallen bereits im EKG auf, deshalb eignet es sich gut als Vorsorgeuntersuchung im Rahmen eines Check-ups oder zur Beurteilung der Operationsfähigkeit eines Patienten. Aus den EKG-Kurven ergeben sich Hinweise auf den Herzrhythmus, auf die Arbeitsbelastung der einzelnen Herzkammern, auf Herzmuskelentzündungen und auf Durchblutungsstörungen der Herzmuskulatur bis hin zum Herzinfarkt. Selbst die Aktionen eines Schrittmachers lassen sich im EKG von der natürlichen Herzaktion unterscheiden.

Um die verschiedenen Regionen des Herzens voneinander abzugrenzen, zeichnen Elektroden, die an den Extremitäten und auf der Brust angebracht werden, zwölf verschiedene Herzstromkurven auf. Die Wellen und Zacken einer Herzstromkurve, Ruhe-EKG, wurden willkürlich mit den Großbuchstaben P bis T bezeichnet. Dabei repräsentiert die P-Welle die Herzvorhöfe und die Abschnitte Q–T die beiden Herzkammern. Bei Durchblutungsstörungen der Herzmuskulatur ändert sich vor allem der Streckenverlauf zwischen S-Zacke und T-Welle.

Belastungs-EKG. Verengungen der Herzkranzgefäße führen über lange Zeit noch nicht zu Funktionsstörungen der Herzmuskulatur, weil andere Herzkranzgefäße die Blutversorgung mit übernehmen oder die Durchblutung in Ruhe noch ausreicht. Wenn aber unter Belastung der Sauerstoffbedarf steigt, kann der verringerte Blutfluss nicht mehr kompensiert werden. Es entsteht ein Sauerstoffmangel in den betroffenen Herzregionen, der typische EKG-Veränderungen auslöst, nach denen der Arzt im Belastungs-EKG (Ergometrie) sucht.

Auf einem Fahrrad (Ergometer) sitzend tritt der Patient bei angelegten EKG-Elektroden gegen einen steigenden Widerstand in die Pedale. In regelmäßigen Abständen wird ein EKG geschrieben sowie Blutdruck und Puls kontrolliert. Die Belastung steigert sich solange, bis die Ausbelastungsfrequenz erreicht ist bzw. EKG-Veränderungen oder Beschwerden auftreten.

Die Ausbelastungsfrequenz entspricht der Anzahl von Herzschlägen pro Minute, bei der Durchblutungsstörungen im EKG mit großer Wahrscheinlichkeit durch typische ST-Senkungen und -Hebungen erkennbar werden. Diese Herzfrequenz errechnet sich nach folgender Formel: Bei Männern 214 – 0,8 x Alter in Jahren und bei Frauen 209 – 0,7 x Alter. Bei einem Ausdauertraining sollten allerdings nur 60–75 % dieser (maximalen) Herzfrequenz erreicht werden.

Nur wenn diese Ausbelastungsfrequenz tatsächlich erreicht wird, zeigt ein Belastungs-EKG gefährliche Herzkranzgefäßverengungen in bis zu 80 % der Fälle. Wird die Belastung z. B. wegen Begleiterkrankungen (z. B. orthopädische Probleme, Lungenerkrankungen, starker Blutdruckanstieg oder muskuläre Erschöpfung) vorzeitig abgebrochen, so sagt ein unauffälliges Belastungs-EKG wenig. Auch bereits bestehende EKG-Veränderungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Digitalis) reduzieren den Aussagewert eines Belastungs-EKGs.

Umgekehrt deutet ein Belastungs-EKG manchmal auf eine Herzkranzgefäßverengung hin, ohne dass sich der Verdacht bei weiterführenden Untersuchungen bestätigt. Frauen sind von diesem so genannten falsch positiven Belastungs-EKG häufiger betroffen als Männer. Vorübergehende, hormonbedingte Verkrampfungen der Herzkranzgefäße könnten hierfür verantwortlich sein.

Das Belastungs-EKG dient als Kontrolluntersuchung bei bereits bekannter Herzkrankheit oder als Suchmethode, wenn ausgeprägte Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen des Herzens vorliegen. So wird es z. B. beim Herztraining nach einer Bypass- oder einer anderen Herzoperationen zur Kontrolle eingesetzt. Darüber hinaus dient es als Vorsorgeuntersuchung vor schweren Operationen oder bei Berufsgruppen, bei denen ein plötzlicher Herzinfarkt andere Menschen gefährden würde (z. B. Piloten) oder die extremen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind (z. B. Feuerwehrleute).

Obwohl das Belastungs-EKG häufig in deutschen Hausarzt- und Internistenpraxen durchgeführt wird, gilt es bei beschwerdefreien Menschen ohne Risikofaktoren nicht als notwendige Routineuntersuchung. Dementsprechend gibt es unterschiedliche Meinungen darüber, ob ein Belastungs-EKG bei beschwerdefreien Männern über 40 bzw. Frauen über 50 Jahre empfohlen werden sollte, wenn sie einen Check-up durchführen oder nach längerer Pause wieder mit intensiverem sportlichen Training beginnen wollen.

Belastungsstufe

Alltägliche Anstrengung

25 Watt

Ebenerdiges Spazierengehen

50 Watt

Rasches Gehen oder langsames Treppensteigen

75 Watt

Schnelles Treppensteigen

100 Watt

Schnelles Laufen, zwei Stufen auf einmal Treppensteigen

150 Watt

Kontinuierliches steiles Bergwandern, Geländelauf

200 Watt

Endspurt eines Laufs

Die Belastungsstufen beim Ergometer mit korrespondierenden alltäglichen Anstrengungen

Langzeit-EKG. Beim Langzeit-EKG wird über 24 Stunden ununterbrochen ein EKG aufgezeichnet, um Herzrhythmusstörungen erfassen und beurteilen zu können, die nur zeitweise auftreten. Dazu werden am Brustkorb Klebeelektroden angebracht und mit einem kleinen Aufnahmegerät (ähnlich einem Walkman) verbunden, das mit einem Gurt am Körper befestigt ist. Während der EKG-Aufzeichnung protokolliert der Patient alle Aktivitäten, Medikamenteneinnahmen und Beschwerden wie Schwindel oder Herzklopfen. Bei der Auswertung der EKG-Kurven werden seine Protokollangaben einbezogen.

Eine Sonderform des Langzeit-EKGs stellt ein Ereignisrekorder (event recorder) dar. Hier startet der Untersuchte selbst die EKG-Aufzeichnung immer dann per Tastendruck, wenn er Beschwerden spürt. Auf diese Weise kann ein ununterbrochener Zeitraum von mehreren Tagen überwacht werden.

Elektrophysiologische Untersuchung (EPU). Bei der Elektrophysiologischen Untersuchung (EPU) werden die EKG-Kurven über mehrere spezielle Elektrodenkatheter direkt im Herzen gemessen. Die Katheter werden über Venen in die rechten Herzhöhlen geschoben und dort platziert. Damit ist die Analyse des elektrischen Erregungsablaufs im Herzen in seiner genauen örtlichen und zeitlichen Abfolge möglich. Bestimmte Formen von Herzrhythmusstörungen sind nur so zu diagnostizieren. Der Arzt schätzt mit der EPU auch ab, ob die Gefahr besteht, dass sich ein lebensbedrohliches Kammerflimmern aus den vorhandenen Herzrhythmusstörungen entwickelt. Solche aufwendigen Untersuchungen sind nur in spezialisierten kardiologischen Zentren möglich.

Autor*innen

Dr. med. Arne Schäffler, Dr. med. Dieter Simon in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski | zuletzt geändert am um 16:46 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.