Thrombophlebitis

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Krampfadern begünstigen die Entwicklung einer Thrombophlebitis.

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Studie: Altruismus ist Herzenssache So macht der Weg zur Arbeit fit So kriegt das Blut sein Fett weg Kardiomyopathien Andere Darmflora bei Herzschwäche Sport als Medizin Der Hitze die Stirn bieten Das Immunsystem stärken Gefäßentzündungen bei Kindern Aspirin beugt Krebs vor Vitamin D ist gut für die Gefäße Herzinfarkte nach Zeitumstellung Sommernächte riskant fürs Männerherz Hitzschlag in der Sauna Medikamente bei chronischer Herzinsuffizienz Ärger schadet den Gefäßen Nachsalzen gefährdet das Herz Pulsmessen beugt Schlaganfall vor Frauenherzen schlagen anders Arterielle Verschlusskrankheit der Darmgefäße Herzgeräusche bei Kindern Rezeptfreie Mittel mit Diclofenac Schutzwirkung von Cholesterin Stress im Job belastet das Herz Kalte Füße aufwärmen Wenn Fußball ins Herz trifft Sterblichkeit bei Herzleiden sinkt Überhitzung bei Babys & Kindern Reisethrombose Natürliche Hilfe bei Hämorrhoiden Psychotherapie nach Herz-OP Schwere Beine leichter machen Mit Elan ins Frühjahr starten Schlaganfall sofort erkennen Bluthochdruck bei unter 30-Jährigen Elektrokardiogramm (EKG) Nach Infarkt Beine stärken Sport als Therapie So funktionieren Herz und Kreislauf Start der bundesweiten Herzwochen Wie Salz den Blutdruck beeinflusst Defibrillator: Vorsicht mit Magneten Lymphödem Salzersatz senkt Infarktrisiko Schon 6.000 Schritte gut für´s Herz Schnarchen lässt Arterien verkalken Blutdruck messen nicht vergessen! Noch mehr runter mit dem Blutdruck? Versorgung bei Herzschwäche Rosskastanien: Vorhofflimmern bei Diabetes Nitrospray richtig anwenden Herzrhythmusstörung beim Fötus Kalte Temperaturen gefährden Herz Rheumatische Beschwerden bei Gicht Bewegen bringt Segen Im Sommer auf Ozonwerte achten Pausenbrot: der unterschätzte Snack Gutes Cholesterin und Herzleiden Smartwatch-Funktionen im Warentest Karotissinus-Syndrom Erste Hilfe bei Herzstillstand Beim Entwässern auf Natrium achten 8 Punkte für die Herzgesundheit Unerkannter Bluthochdruck Plötzlichem Herztod vorbeugen Spaziergang mit Kaugummi Herzflimmern und geistiger Abbau Herzinsuffizienz bei Frauen Homöopathie fürs Herz Mikronährstoffe fürs Herz Defibrillatorweste statt Operation Dauerhafter Lärm macht krank Anzeichen für Herzinfarkt Mittelmeerküche bei Nierenkrankheit? Sehstörung nach Schlaganfall Doppelt gegen verengte Gefäße? Weihnachtstage belasten das Herz „Raucherbein“ auf dem Vormarsch Herz-OP überleben Diabetes und schwaches Herz Herzultraschall Aortendissektion Flugreise trotz Herzerkrankung Ausdauersport stärkt Herz Terminnot bei Herzspezialisten Welche Diät ist gut fürs Herz? Wasserspaß mit Aqua-Fitness Blutdruckmessen will gelernt sein Herzmittel Digitalis gefährlich? Herzklappen-Ersatz per Katheter Ein Leben retten Herzgesundheit bei Diabetes Herzbeutelentzündung Hoffnung für Endokarditis-Patienten Wenig Schlaf erhöht Blutdruck Situation nach Schlaganfall Dem Kreislauf Beine machen Mode-Diäten belasten das Herz Handeln bei akutem Bluthochdruck Blutdruckselbstmessgeräte Herztransplantation Gesund saunieren Was hilft gegen niedrigen Blutdruck? Fit in den Frühling Rauchstopp lohnt sich auch fürs Herz Schokolade hilft gegen Stress Hoher Blutdruck nach Kaffeegenuss? Hitze bei Bluthochdruck gefährlich Auch E-Bike fahren macht fit Wenn Beine keine Ruhe geben Plötzlicher Herztod Risikofaktor Bauchfett Längere Bettruhe birgt Risiken Letzte Chance Herztransplantation Depressionen gefährden das Herz Ausdauersport verjüngt Herzgesundheit: Jeder Schritt zählt Angiodysplasien und AV-Fisteln Erneutem Herzinfarkt vorbeugen Mit Hochdruck in den Urlaub Fülligen Kindern droht Herzschwäche Infarkt trifft Frauen anders Schlaganfall durch Gefäßverkalkung Im Eis eingebrochen Heiße Nächte bedrohen das Gehirn Herzfehler, angeborene Wie unser Lebensstil uns schadet Krampfadern drohen auch im Winter Kaffee: Keine Gefahr fürs Herz Neue Hoffnung bei Herzschwäche Blutdruckmessung Macht Kaffee gesund? Bei der Arbeit genug trinken 8 Punkte für die Herzgesundheit Krampfadern frühzeitig behandeln Herzcheck für Leistungssportler Plötzlicher Herztod seltener Implantat-Pass nach Stent-Einsatz Herz-Gefahr in der Business-Class? Kardiologen empfehlen Radfahren Medikamente bei Bluthochdruck Schlaganfall-Risiko bei Diabetes Angina pectoris trotz Bypass Venenleiden: Vorboten erkennen Venenklappen reparieren Herzklappenfehler, erworbene Schlaganfall trifft nicht nur Ältere Klinische Untersuchungen des Herzens Präsenz-Apotheke gehört zum Leben Umweltzone senkt Arzneikosten Das Viertele ist doch nicht gesund Verengung der Halsschlagader Herzinfarkt: Eigenes Risiko erkennen Chronischer Lungenhochdruck Plötzlichem Herztod vorbeugen Schwere Beine leichter machen Herz aus dem Takt Blutdruck richtig messen Nitrospray richtig anwenden Aufbau des arteriellen Blutgefäßsystems Dauerstress gefährdet Gesundheit Selber Blutdruckmessen Schlechter Schlaf, schwaches Herz Todesursache Luftverschmutzung Herzklappenprothesen Rote-Bete-Saft senkt Blutdruck Richtwerte für Bluthochdruck So kriegt das Blut sein Fett weg Herzschrittmacher-Therapie Plötzlich mehr Kilos auf der Waage Blutspenden senkt Blutdruck Schleichende Herpesinfektion Schlaganfall sofort erkennen Gerinnungshemmer bei Herzflimmern Blutdruck richtig messen SMS verbessert Blutdruckwerte Wenn die Aorta durchbricht Vorsicht bei Energy-Produkten Wenn Beine keine Ruhe geben Salzreduktion schützt das Herz Klinische Untersuchungen der Durchblutung Ferien für Kinder mit Diabetes Typ 1 Tipps für den Freibadbesuch Blutdruckwerte sinken 9 Ernährungstipps fürs Herz Niedriger Blutdruck – hohes Risiko Thrombosen von Antibabypillen Diabetes führt zu Potenzproblemen Herzinfarkt-Rate geht zurück Fit durch Schneeschippen Supraventrikuläre Extrasystolen, Vorhofflimmern, Vorhofflattern, paroxysmale Tachykardie Handy und Herzschrittmacher Aortenaneurysma Kaffee gegen Bluthochdruck? Walnüsse: E-Mail-Stopp senkt Herzfrequenz Doppelt gegen verengte Gefäße? Kälte belastet das Herz Trinkmenge bei Herzleiden Richtig verhalten bei Herzrasen Tierische Therapeuten Bluthochdruck Neues Warnzeichen bei Herzschwäche Neuer Herzinfarkt-Test Therapie nach Schlaganfall Barfuß laufen Blutdruck im Gleichgewicht halten Herzerkrankung: Reisen erlaubt Periphere arterielle Verschlusskrankheit Herzgesund durch Essen und Bewegung Pflanzliche Mittel gegen Venenleiden Diabetesfolgen bei Frauen So reisen Herzkranke ohne Risiko Bluthochdruck im Schlaf senken High Heels: Sexy, aber ungesund Wann spricht man von einem Schock? Plötzlicher Herztod durch Cannabis Hohe Dunkelziffer bei Diabetes Rauf aufs Rad Blutspenden senkt Bluthochdruck Herzinfarkt im jungen Alter Nach Infarkt Beine stärken Bluthochdruck richtig behandeln Herzschwäche bei Schwangeren Wertvolle Walnüsse Blutdruckmessgeräte im Test Kunst in der Schlaganfall-Behandlung Arteriosklerose Blutgruppe bestimmt Herzgesundheit Angeborene Herzfehler bei Kindern Herzschützender Rotwein Apotheker gegen Diabetes Röntgenuntersuchungen in der Kardiologie Koronare Herzkrankheit Vorsorge Patientenverfügung Meinungsumfrage zur Organspende Optimismus erhöht gutes Cholesterin Herzmuskelentzündung bei Kindern Buchtipp Functional Food Herz- und Gefäßleiden Herz-Gefahr in der Business-Class? Chronisch venöse Insuffizienz und offenes Bein Selber Blutdruckmessen Nach Stent-Einsatz am Herz Herzfehlbildungen bei Babys Lipödem Herzmuskelentzündung Arterienverkalkung umkehrbar? Venenleiden langfristig vorbeugen Keine Gleichberechtigung beim Herz Wandern ist gesund Verstopfte Gefäße: Nachsalzen gefährdet das Herz Musik und Bewegung fürs Herz Munter durch die WM 9 Ernährungstipps fürs Herz Sport bei koronarer Herzkrankheit Übergewicht bei Jugendlichen Warum gähnen wir? Arterielle Hypotonie und orthostatische Dysregulation Morgens oder abends schlucken? Nickelbelastung durch Implantate? Aortendissektion: lange unterschätzt Koronare Herzkrankheit Ausdauersport oder Krafttraining Ärger schadet den Gefäßen Erste Anzeichen für Venenleiden Optimismus schützt das Herz Sport im Online-Fitness-Studio Handy und Herzschrittmacher

Akute Thrombophlebitis (oberflächliche Venenentzündung): Umschriebene, nicht infektiöse Entzündung einer oberflächlichen Vene mit Blutgerinnselbildung im betroffenen Venenabschnitt.

Eine akute Thrombophlebitis wird durch eine oberflächliche Venenwandreizung ausgelöst. Sie tritt entweder ohne erkennbare Ursache auf, kann Begleiterscheinung einer schweren Grundkrankheit (z. B. an der Bauchspeicheldrüse) sein oder infolge äußerer Verletzungen bzw. an den Armen auch durch die Gefäßwand reizende Infusionen ausgelöst werden. An den Beinen entsteht eine Thrombophlebitis meist in den erweiterten, gestauten Krampfadern.

Therapiert wird mit kühlenden und entzündungshemmenden Umschlägen, Kompressionsverbänden und Schmerzmitteln, manchmal auch mit gerinnungshemmenden Medikamenten und/oder einer Stichinzision, bei der der Arzt das thrombotische Material entfernt.

  • Gerötete, überwärmte, oft verhärtete druckschmerzhafte Vene.

Am nächsten Tag, wenn

  • eine schmerzhafte Rötung einer Vene bemerkt wird.

Bei der Thrombophlebitis bleiben Entzündung und Blutgerinnselbildung meist auf das oberflächliche Venensystem beschränkt. Der Blutfluss in den tiefgelegenen Venen, über die das Blut zum Herzen zurückströmt, wird nicht beeinflusst. Meist entzündet sich nur ein kurzer Venenabschnitt, der sich dann durch Blutgerinnung verschließt und durch Rötung, Schwellung, Überwärmung und Druckschmerz auffällt.

Risikofaktoren

Die Thrombophlebitis ist eine relativ häufige Begleiterscheinung bei Patienten mit fortgeschrittenen Krampfadern, der Arzt spricht dann auch von einer Varikophlebitis. Infusionen oder Verletzungen sind ebenfalls Risikofaktoren für eine Entzündung der oberflächlichen Venen. Oftmals entsteht eine Thrombophlebitis auch aufgrund einer mechanischen Ursache, wie z. B. zu enger Kleidung (Jeans oder Schienenbeinschützer beim Sport) oder durch einen heftigen Stoß gegen den Unterschenkel.

War das Venensystem zuvor stets gesund, können hinter einer oberflächlichen Venenentzündung auch ernstere Erkrankungen stecken. So kommen bei jüngeren Patienten dafür neben einer Thrombophilie auch Autoimmunerkrankungen infrage, bei älteren Patienten eher Malignome.

Komplikationen

Wenn sich die Entzündung über die Perforansvenen in die Tiefe ausbreitet, droht eine tiefe Venenthrombose, die im schlimmsten Fall zu einer Lungenembolie führen kann.

Die (seltene) bakterielle Besiedlung der Venenentzündung kann Ausgangspunkt einer Blutvergiftung (Sepsis) sein.

Die Thrombophlebitis erkennt der Arzt meist schon auf den ersten Blick. Wichtig ist jedoch, die oberflächliche Thrombophlebitis von einer Thrombose der tiefen Venen abzugrenzen, einer Phlebothrombose. Grundsätzlich sollte deshalb immer per Ultraschall – z. B. mit einer Duplexsonografie – die Ausdehnung der Entzündung überprüft sowie nach einer Thrombose der tiefen Beinvenen gefahndet werden.

Differenzialdiagnosen. Rote Streifen unter der Haut entwickeln sich auch bei einer Lymphangitis. Hautrötung und Schmerzen kommen z. B. beim Erysipel und dem Erythema nodosum vor.

Basismaßnahmen. Das Anlegen eines Kompressionsverbandes sowie kühlende und entzündungshemmende Auflagen lindern die Beschwerden und fördern die Heilung. Bei Bedarf können auch vorübergehend Schmerztabletten (z. B. Ibuprofen) eingenommen werden. Wurde die Entzündung durch eine Infusion oder einen Katheter ausgelöst, entfernt sie der Arzt. Bettruhe ist nicht notwendig, sondern sogar schädlich, denn Bewegung verhindert eine mögliche Ausweitung der Thrombose.

Gerinnungshemmende Medikamente. Auch wenn die Untersuchung eine isolierte Thrombophlebitis ergibt, empfiehlt sich, zumindest ab einer Streckenlänge von 5 cm, möglichst rasch eine Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten zu beginnen, um möglichen Komplikationen vorzubeugen. Hierfür kommt beispielsweise Heparin infrage, das vom Patienten selbst in das Fettgewebe unter der Bauchhaut gespritzt wird. Die Dauer der Behandlung beträgt in der Regel 30–40 Tage. Besteht die Gefahr eines Übergreifens der Thrombose auf das tiefe Venensystem, verordnet der Arzt ebenfalls vorbeugend Heparin-Spritzen zur Gerinnungshemmung.

Stichinzision. Bei einer frischen Thrombophlebitis kann der Heilungsverlauf abgekürzt werden, wenn der Arzt das thrombotische Material in örtlicher Betäubung über einen kleinen Hautschnitt aus dem Gefäß entfernt.

Antibiotika. Ergeben sich Hinweise auf eine bakterielle Entzündung (z. B. Fieber), setzt der Arzt Antibiotika ein.

Manchmal dauert es Wochen, bis eine Thrombophlebitis ganz abgeklungen ist. Bei wiederholten Entzündungen von Krampfadern ist eine konsequente Kompressionstherapie oder eine operative Beseitigung der Krampfadern ratsam.

Thrombophlebitis: In einer großen Krampfader ist das Blut geronnen. Die Entzündung im umliegenden Gewebe verursacht heftige Schmerzen.
Georg Thieme Verlag, Stuttgart

  • Vor allem bei einer Thrombophlebitis der Beinvenen ist Bewegung wichtig, um eine Ausbreitung der Entzündung zu verhindern und einer weiteren Gerinnselbildung vorzubeugen. Hat der Arzt Ihnen eine gerinnungshemmende Therapie mit Heparin verordnet, halten Sie sich genau an die ärztliche Anweisung und lassen Sie keine Thrombosespritze aus.
  • Schmerzlindernd wirken auch kühlende Umschläge mit Quark, Alkohol oder Kühlelementen.
  • Sollten die Beine anschwellen (Ödeme), sich sehr schwer anfühlen und überwärmt sein, zögern Sie nicht, Ihren Arzt aufzusuchen. Er wird prüfen, ob sich die Thrombophlebitis in die Tiefe ausgebreitet hat.

Komplementärmedizin

Begleitend zu den oben genannten Maßnahmen kommt bei einer Thrombophlebitis eine entzündungshemmende Therapie mit hochdosierten Enzymen (z. B. Phlogenzym®) zum Einsatz.

Autor*innen

Dr. med. Dieter Simon, Dr. med. Arne Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski | zuletzt geändert am um 09:33 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.