Andere Wirkstoffe dieser Gruppe
Wenn man Socken und Schuhe im Schrank lassen und barfuß herumlaufen kann, dann ist klar: Der Sommer ist da. Die Füße freuen sich, denn ihre Gesundheit profitiert vom Laufen auf bloßen Sohlen.
Fußmuskeln kräftigen
Im Laufe der Evolution entwickelten die Menschen ihren aufrechten Gang, was einen anderen Anspruch an die Anatomie der Füße mit sich brachte. Der Fuß eines Menschen benötigt für das Gehen auf zwei Beinen zwei Wölbungen: eine Längs- und eine Querwölbung. Diese Bauweise ermöglicht Beweglichkeit und Standfestigkeit. Die Wölbungen dämpfen Stöße ab und verleihen dem Gang Elastizität. 60 Muskeln und über 300 Bänder und Sehnen stabilisieren die Fußwölbungen. Die tägliche Bewegung und Belastung der Füße kräftigt diese komplexe Muskulatur. Nichts ist dafür so gut wie barfuß laufen. Wer öfter einmal auf nackten Sohlen herumläuft, beugt Fußfehlstellungen vor, zum Beispiel Senk-, Spreiz- und Plattfüßen. Das gilt vor allem für Kinder: Kinder sollten viel barfuß unterwegs sein, um die natürliche Zehenstellung lebenslang zu erhalten.
Gefühlserlebnis ohne Einschränkung
Doch nicht die Füße allein profitieren von der Bewegungsfreiheit: Wissenschaftler fanden heraus, dass die Muskelpumpe in den Waden, die den Rückfluss des Blutes durch die Venen zum Herzen hin unterstützt, beim Gehen ohne Schuhe am kräftigsten arbeitet. Menschen mit Venenleiden tun somit ihren Gefäßen etwas Gutes, wenn sie barfuß laufen.
Und nicht zuletzt: Wer ohne Schuhe geht, der fühlt mehr. Wenn man den Boden unter sich intensiver spürt, verbessert man – so vermuten Ärzte – die Körperkoordination. Denn der Gang muss sich den Unebenheiten des Bodens anpassen. Gönnen Sie Ihren Tretern ab und zu diesen Freiraum, sie werden es Ihnen danken – nicht nur im Urlaub, sondern auch zu Hause, im Büro und in freier Natur.
Beim Barfuß laufen ist Vorsicht geboten
Damit die Füße keinen größeren Schaden nehmen, sollten Sie als Barfußläufer Gefahrenquellen berücksichtigen, wie Insekten, Dornen oder Scherben. Verletzungen führen schnell zu Infektionen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Tetanus-Impfschutz noch wirksam ist und achten Sie genau auf den Untergrund. Mit der Zeit baut sich eine Hornhaut auf, die die empfindsame Fußsohle schützt.